Skills for Change: Auf die Rosskastanie kommen.

Letzte Woche fand im Wohnprojekt im 2. Wiener Gemeindebezirk ein Workshop zum Thema „Waschen mit Rosskastanie“ statt. Im Rahmen der Workshopreihe „Skills for Change“ trommelte das Team von Systemchange not Climatechange Interessierte zusammen.

Skills 4 Change
Skills 4 Change: „Es erwarten euch verschiedene praxisnahe Veranstaltungen, die unsere politisch-aktivistische Arbeit unterstützen und bereichern werden. Ziel dieser Workshop-Serie ist es sich Fähigkeiten anzueignen und weiterzugeben, die für die Arbeit in politischen Gruppen und sozialen Bewegungen relevant ist.“ (http://systemchange-not-climatechange.at/skills-4-change/)

 

Es erwarten euch verschiedene praxisnahe Veranstaltungen, die unsere politisch-aktivistische Arbeit unterstützen und bereichern werden. Ziel dieser Workshop-Serie ist es sich Fähigkeiten anzueignen und weiterzugeben, die für die Arbeit in politischen Gruppen und sozialen Bewegungen relevant ist.

 

Die Motive der TeilnehmerInnen waren unterschiedlich und reichten von Geldersparnis über Entgiftung des eigenen Körpers bis zu Umweltschutz. Denn all diese Ansprüche können selbst hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel aus Rosskastanie erfüllen. Die Kastanien kann man selbst im Herbst sammeln und braucht kaum andere Zutaten, es wird keine Chemie in den Körper hinein oder den Abfluss hinuntergespült und man kommt vollkommen ohne Palmöl aus!

Die Vorteile gegenüber der allseits bekannten indischen Waschnuss liegen auf der Hand: Kastanien sind kostenlos und regional, zudem können die Menschen in Indien ihre Waschnuss dann wieder selbst verwenden und müssen sie nicht für den Export zur Verfügung stellen.

Das Prinzip ist einfach: Die Kastanien müssen nach dem Sammeln (lasst ein paar für die Tiere liegen!) geschnitten und getrocknet werden. Die braune Schale kann dran bleiben, das Wasser muss aber zumindest mit dem Inneren der Kastanie in Berührung kommen, da dort die Saponine stecken, die uns, unsere Wäsche und unsere Wohnung sauber machen.

Das bedeutet du gibst einfach ca 2 Esslöffel der zerkleinerten Kastanie in eine Socke, verschließt sie und wäschst die Socke in der Waschmaschine mit. Brauchst du die Seifenstoffe in flüssiger Form, so gibst du die geschnippelte Kastanie in Wasser und schüttelst das ganze entweder in einem Schraubglas bis es schäumt oder kochst es auf und gibst nach Belieben Kräuter, Blüten oder Obstschalen dazu. Mix alles mit dem Pürierstab ordentlich durch und gieß die Flüssigkeit durch ein Sieb ab.

Alle Verwendungsmöglichkeiten und Rezepte findest du auf www.rosskastanie.jetzt, wo Huberta Kunkel alle Informationen frei zur Verfügung stellt. Dafür und für diesen großartigen Workshop sei ihr an dieser Stelle natürlich gedankt, ebenso wie dem Team von Systemchange not Climatechange für die Organisation!

Ungeduldige, die jetzt neugierig geworden sind, können die Kastanien bei Huberta Kunkel auch kaufen. Allen anderen sei empfohlen im Herbst fleissig zu sammeln und es im Sinne einer sauberen Zukunft einfach mal auszuprobieren!


Link zu den Workshops:

http://systemchange-not-climatechange.at/skills-4-change/

 

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Wir haben es satt! – Wir läuten jetzt die Agrarwende ein und sie wird ein Erfolg werden.

Die Plattform “Wir haben es satt” macht eine Reise in die Zukunft und feiert die österreichische Agrarwende. Und sie wird 2020 bereits der volle Erfolg sein – für Österreich, für Europa und die ganze Welt.

Wie wird es uns 2020 gehen? Wie werden wir uns ernähren? Was wird auf deinem Tisch stehen? Wer wird deine Lebensmittel produzierten? Die Plattform weiß was es braucht und berichtet in der Bauern Post von einer Zukunft nach der Agrarwende (PDF: https://wirhabenessattaustria.files.wordpress.com/2016/02/bauernpost_web.pdf) – und auf diese Zukunft können wir uns freuen.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - Bauern Post
Informationsmaterial der Plattform „Wir haben es satt!“ für die Tagung in Wien
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - Bauern Post
Wie schaut unsere Welt 2020 aus? Nach der Agrarwende: viel besser!

Zurück ins Heute, den 8. Februar 2016 und zurück nach Wien. Die Plattform hat vor dem Austria Center die Agrarwende eingeläutet, denn eine ökologische, nachhaltige und faire Landwirtschaft braucht nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt. Dessen sind sich die Mitglieder der Plattform „Wir haben es satt“ sicher – und Tag für Tag werden es mehr Personen, die erkennen, dass ein besseres Wirtschaften dringend nötig ist.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - IG Milch
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!

Die Mitglieder der Plattform zeigen nicht nur Probleme auf, sie formulieren auch Lösungen: die Ausrichtung der Landwirtschaft an agrarökologischen Prinzipien (festgehalten im ÖPAL – Österreichisches Programm für eine agrarökologische Landwirtschaft), die Abkehr von der Weltmarktorientierung und den Fokus auf die Förderung einer kleinstrukturierten, regional verankerten und vielfältigen Landwirtschaft.

Mit der Agrarwende geht auch eine Neuorientierung in der weltweiten Handelspolitik an zivilgesellschaftlichen Forderungen einher, zugunsten der Handlungsfähigkeit von Ländern des Südens, und demokratischere Strukturen im österreichischen Agrar- und Ernährungssystem werden gefordert.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!

Wenn ihr euch ebenfalls engagieren wollt, so meldet euch bei der Plattform oder schaut bei einem unserer nächsten AktivistInnen-Treffen in Wien vorbei. Am 13. Februar treffen wir uns wieder im Südwind Büro in Wien in der Laudongasse 40 im 8. Bezirk.

auf bald!
die Wiener Südwind AktivistInnen

 


 

Plattform „Wir haben es satt“
www.wir-haben-es-satt.at

Trägerorganisationen:

Weitere Photos der Aktion am 8. Feber findet ihr hier:

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