Skills for Change: Auf die Rosskastanie kommen.

Letzte Woche fand im Wohnprojekt im 2. Wiener Gemeindebezirk ein Workshop zum Thema „Waschen mit Rosskastanie“ statt. Im Rahmen der Workshopreihe „Skills for Change“ trommelte das Team von Systemchange not Climatechange Interessierte zusammen.

Skills 4 Change
Skills 4 Change: „Es erwarten euch verschiedene praxisnahe Veranstaltungen, die unsere politisch-aktivistische Arbeit unterstützen und bereichern werden. Ziel dieser Workshop-Serie ist es sich Fähigkeiten anzueignen und weiterzugeben, die für die Arbeit in politischen Gruppen und sozialen Bewegungen relevant ist.“ (http://systemchange-not-climatechange.at/skills-4-change/)

 

Es erwarten euch verschiedene praxisnahe Veranstaltungen, die unsere politisch-aktivistische Arbeit unterstützen und bereichern werden. Ziel dieser Workshop-Serie ist es sich Fähigkeiten anzueignen und weiterzugeben, die für die Arbeit in politischen Gruppen und sozialen Bewegungen relevant ist.

 

Die Motive der TeilnehmerInnen waren unterschiedlich und reichten von Geldersparnis über Entgiftung des eigenen Körpers bis zu Umweltschutz. Denn all diese Ansprüche können selbst hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel aus Rosskastanie erfüllen. Die Kastanien kann man selbst im Herbst sammeln und braucht kaum andere Zutaten, es wird keine Chemie in den Körper hinein oder den Abfluss hinuntergespült und man kommt vollkommen ohne Palmöl aus!

Die Vorteile gegenüber der allseits bekannten indischen Waschnuss liegen auf der Hand: Kastanien sind kostenlos und regional, zudem können die Menschen in Indien ihre Waschnuss dann wieder selbst verwenden und müssen sie nicht für den Export zur Verfügung stellen.

Das Prinzip ist einfach: Die Kastanien müssen nach dem Sammeln (lasst ein paar für die Tiere liegen!) geschnitten und getrocknet werden. Die braune Schale kann dran bleiben, das Wasser muss aber zumindest mit dem Inneren der Kastanie in Berührung kommen, da dort die Saponine stecken, die uns, unsere Wäsche und unsere Wohnung sauber machen.

Das bedeutet du gibst einfach ca 2 Esslöffel der zerkleinerten Kastanie in eine Socke, verschließt sie und wäschst die Socke in der Waschmaschine mit. Brauchst du die Seifenstoffe in flüssiger Form, so gibst du die geschnippelte Kastanie in Wasser und schüttelst das ganze entweder in einem Schraubglas bis es schäumt oder kochst es auf und gibst nach Belieben Kräuter, Blüten oder Obstschalen dazu. Mix alles mit dem Pürierstab ordentlich durch und gieß die Flüssigkeit durch ein Sieb ab.

Alle Verwendungsmöglichkeiten und Rezepte findest du auf www.rosskastanie.jetzt, wo Huberta Kunkel alle Informationen frei zur Verfügung stellt. Dafür und für diesen großartigen Workshop sei ihr an dieser Stelle natürlich gedankt, ebenso wie dem Team von Systemchange not Climatechange für die Organisation!

Ungeduldige, die jetzt neugierig geworden sind, können die Kastanien bei Huberta Kunkel auch kaufen. Allen anderen sei empfohlen im Herbst fleissig zu sammeln und es im Sinne einer sauberen Zukunft einfach mal auszuprobieren!


Link zu den Workshops:

http://systemchange-not-climatechange.at/skills-4-change/

 

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Nyéléni- Europe Movement for Food Sovereignty: Pan-European Forum in Romania

Weihnachtszeit verbinde ich mit Essen. Schon jetzt steht der Menüplan bei meiner Familie fest. Es gibt noch einmal mehr von allem, das beste von allem, die Filetstücke, ein dicker Weihnachtsbraten, Exotisches aus weiter Ferne, vielleicht Fisch? Scampi? Mangocreme? Und natürlich Schokolade. Jede Menge. Es wird kaum hinterfragt, woher die Lebensmittel kommen und wer sie unter welchen Bedingungen produziert. Der Supermarkt stellt all das zur Verfügung, was das Konsumentenherz begehrt bzw. was er begehren soll. Die Aufklärung über die Produktionsbedingungen der Lebensmittel, ist nicht Teil der Vermarktungsstrategien.

Ernährungssouveränität beschreibt ein anderes Modell. Es geht vor allem darum, wie Nahrung produziert wird. Welche Menschen dahinter stehen und unter welchen Bedingungen sie arbeiten. Machtverhältnisse werden beleuchtet und diskutiert.

Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt (…) Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne“ (Deklaration des weltweiten Forums für Ernährungssouveränität, Mali, Februar 2007).

Im Sinne dessen hat sich die Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung,

Ende Oktober in Rumänien getroffen. Zu den insgesamt 500 Teilnehmern aus 40 Ländern zählten Bauern und Bäuerinnen, Landarbeiterinnen, Gewerkschafter, Forschende, Fischer, Hirtinnen, Indigene, Verbraucher und Menschenrechts-Aktivistinnen. Die Länder Delegationen waren jeweils nach Länder-, Gender-, Alters- und Sektorenquoten zusammengesetzt. Aus Österreich kamen 40 Delegierte.

Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung: Teil der österreichische Delegation in Cluj
Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung: Teil der österreichische Delegation in Cluj

 

Vorrangiges Ziel des Forums war es, die 2011 beim 1. Forum in Krems erarbeitete Deklaration zu Ernährungssouveränität durch konkrete Handlungsvorschläge zu ergänzen.

Zentrale Fragen des Forums in Cluj waren:

  • Wie können wir Ernährungssouveranität in Europa realisieren?

  • Wie können wir den Einfluss der Konzerne auf das Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem zurückdrängen?

  • Wie kann es gelingen, wieder die Menschen, nicht die Profite, in den Fokus der Politik zu rücken?

Anhand von 4 thematischen Achsen – Modelle der Lebensmittelproduktion und Konsumverhalten, Lebensmittelverteilung, das Recht auf natürliche Ressourcen und Gemeingüter, Arbeitsbedingungen und Soziales im Lebensmittel- und Agrarsystem – wurde sich über möglich und bereits bestehende Kampagnen und Aktionen ausgetauscht, Erfahrungsberichte geteilt und Gestaltungsmöglichkeiten besprochen. In einer meiner Arbeitsgruppen wurde sich das Ziel gesetzt, den Bekanntheitsgrad der bestehende Plattform TransforMap (http://viewer.transformap.co/#6/52.140/17.820) europaweit zu erhöhen, um möglichst alle Initiativen rund um das Thema sichtbarer zu machen und die Vernetzung zu erleichtern.

Gearbeitet wurde während der 5 Tage vorwiegend in Kleingruppen, einige Veranstaltungen wie eine Diskussionsrunde mit einer Repräsentantin der FAO, wurden im großen Plenum abgehalten.

Nyéléni Treffen in Cluj: Aktionsplanung in der Kleingruppe
Nyéléni Treffen in Cluj: Aktionsplanung in der Kleingruppe

 

Nyéléni Treffen in Cluj: Eröffnungsplenum
Nyéléni Treffen in Cluj: Eröffnungsplenum

 

Ein freiwilliges Übersetzerteam der Organisation COATI sorgte dafür, dass auch Minderheiten zu Wort kommen konnten und simultan Übersetzungen in 10 Sprachen möglich waren.

 

Nyéléni Treffen in Cluj: Übersetzerteam
Nyéléni Treffen in Cluj: Übersetzerteam

Eine Begegnung war besonders beeindruckend für mich. Eine Unterhaltung mit einem Aktivist aus Mali. Mir wurde einmal wieder klar in welch privilegierter Situationen wir uns befinden. Als AktivistInnen in Österreich sind wir unserer Freizeit aktiv, gehen nach unseren Besprechungen Bier trinken und müssen während der Aktionen weder um unser, noch um ein anderes Leben fürchten.

Nyéléni Treffen in Cluj
Nyéléni Treffen in Cluj

 

Mir werden die Tage in Cluj noch lange in Erinnerung bleiben. Vor allem die verschiedenen Geschichten und Menschen, die den unzähligen Missständen in unserer Welt ein Gesicht geben.


Links:

http://www.ernährungssouveränität.at/

Nyéléni - European Food Sovereignty Movement

Gemeinsam für die neue Kampagne: Get-together der Stars vergangener und zukünftiger Südwind-Themen

Als Make Fruit Fair-Bananen, Make Chocolate Fair-Nikolos, Susy Solidarökonomie und Biene „Wir haben es satt“ haben wir Unterschriften für die neue Palmöl-Petition (http://supplychainge.org/mach-mit-at1/petition-palmoel-gerechtigkeit-fuer-meine-kekse/?L=at) gesammelt.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair am Weg durch die Wiener Innenstadt
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Weg durch die Wiener Innenstadt

 

Unsere Route führte über das Alte AKH, die Wiener Universität und den Rathausplatz zum Parlament. Von dort ging es dann zur Hofburg, dem Ballhausplatz und am Kunsthistorischen Museum vorbei zur Oper und zum Karlsplatz.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair

 

Das Interesse war groß und viele Wienerinnen und Wiener waren bereits gut über die Probleme mit Palm Öl informiert. Der Wunsch nach nachhaltigen Alternativen wird von allen geteilt und es ist allen klar, dass nur nachhaltiges Handeln gefördert werden sollte. Danke an dieser Stelle an alle für die Gespräche und die vielen Unterschriften, sie sind wichtig.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Museum für Volkskunde
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Museum für Volkskunde

 

Wir haben auf unserem Weg durch die Innenstadt auch Halt an besonderen Orten gemacht und die Rolle von Institutionen (z.B. der Nationalbank) sichtbar gemacht.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Österreichischen Nationalbank
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Österreichischen Nationalbank

 

Universität Wien, wie sieht es an den Hochschulen aus? Wie fair sind diese?

Wir haben auch schon einmal im Rahmen der Clean IT Kampagne bei der Universität Wien und haben nachgefragt, woher die technische Infrastruktur stammt und welche Kriterien beim Einkauf eine Rolle spielen.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Universität Wien
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Universität Wien

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Rathausplatz
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Rathausplatz

 

Eine wichtige Rolle im regionalen, nationalen und internationalen Handel spielen Parlamente. Die Gesetzgebung kann Klarheit schaffen und faires, nachhaltiges und ökologisches Handeln fördern. Nur Mut!

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Parlament
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Parlament

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Ballhausplatz, Österreichische Präsidentschaftskanzlei
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Ballhausplatz, Österreichische Präsidentschaftskanzlei

 

Wir wollen am Dienstag, den 13. Dezember 2016, die Aktion feiern, die nächsten Schritte im Rahmen der Kampagne besprechen und das Jahr gemütlich ausklingen lassen. Wir werden uns nicht in der Wiener Staatsoper treffen …

 

Österreichische Präsidentschaftskanzlei: vor der Wiener Staatsoper
Österreichische Präsidentschaftskanzlei: vor der Wiener Staatsoper

 

… sondern im Cafe Benno. Wenn du Lust hast, schau vorbei (http://www.cafebenno.at/).

Liebe Grüße und auf bald
die Wiener Südwind AktivistInnen

 


 

supplychange_logo

 

 

Über die Kampagne „SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair“:

Supermärkte setzen in den vergangenen Jahren verstärkt auf Eigenmarken, wie „Zurück zum Ursprung“ (Hofer), „Clever“ (REWE Group) oder „S-Budget“ (Spar). Zwei Drittel aller KundInnen kaufen ganz bewusst regelmäßig Eigenmarken, vor allem weil sie preiswerter sind als das entsprechende Markenprodukt. Der Umsatz im Einzelhandel mit Eigenmarken kletterte so europaweit auf etwa 40 Prozent. In Österreich ist deren Anteil mittlerweile bei 32 Prozent. Wenn diese Eigenmarken nachhaltiger produziert würden, hätte dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des globalen Südens. Doch die Realität ist eine andere: Ausbeutung zum Dumpingpreis ist in den Fabriken und auf den Plantagen Alltag. (Quelle: http://supplychainge.org/kampagne-at/kampagne-at/?L=at)

 

Link zur Petition
„Palmöl – Gerechtigkeit für meine Kekse“:

http://supplychainge.org/mach-mit-at1/petition-palmoel-gerechtigkeit-fuer-meine-kekse/?L=at

 

Trailer zur Kampagne
„SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair“:

 

 

 

Kurzfilm: Grazer SüdwindaktivistInnen lassen Brot und Paprika sprechen

Spätestens seit Erich Wagenhofers We Feed the World wissen wir, dass die achtlose Verschwendung von frischem Brot in Wien theoretisch den täglichen Bedarf von ganz Graz abdecken würde – und auch, dass es lediglich aufgrund besonderer Wohlstandsansprüche von Herr und Frau ÖsterreicherIn und den profitorientierten Logiken im hart umkämpften Einzelhandel überhaupt dazu kommt.

In feinster AktivistInnenmanier zeigen wir nun endlich ganz klar, was Brot und Paprika selber dazu sagen! Schaut euch das an und zeigt es euren Eltern (oder Kindern):

Ein kurzes Video über Lebensmittelverschwendung und wie unnötig diese ist, was uns sofort ins Auge springen muss, wenn man denn das verschmähte Zeugs einmal genauer unter die Lupe nimmt…

Bitte ansehen, weiterleiten, anderweitig teilen und helfen, dass ab jetzt nicht mehr ein Äquivalent in der Größe der jährlichen Gesamtfließmenge der Wolga (!) an Wasser verschwendet wird, um Nahrungsmittel herzustellen, die ohnehin im Müll landen. Wo sind wir denn?

(Quelle: FAO, UN: http://www.fao.org/news/story/en/item/196402/icode/)

 


 

ZDF heute stellt We feed the world vor und interviewt Erwin Wagenhofer:

Filmtipp: Bauer unser

Wir beschäftigen uns immer wieder mit den Themen Ernährungssouveränität, Agrarsystemen und (regionalem und globalem) Handel. Vor kurzem ist Bauer unser in den Kinos angelaufen. Robert Schabus (http://www.filmers.at/fs/biographie.html) führte Regie und er beschäftigte sich mit seinem Team mit dem Agrarsystem, industriellen Produktionsmantras und somit auch uns, als Gesellschaft. Ihr findet hier den Trailer zum Film:

 

Liebe Grüße von den Wiener Südwind AktivistInnen

 


Zum Film

Der Dokumentarfilm zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.
Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel.
BAUER UNSER ist ein sehenswerter Film, der zeigt, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Es sind keine rosigen Bilder, und doch gibt es Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Vorarlberger Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Weinviertler Bio-Schafzüchterin Maria Vogt händisch Schafe melkt und frohlockt, Hey, es geht ja auch ganz anders!
BAUER UNSER ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

Regie: Robert Schabus / Drehbuch: Robert Schabus / Kamera: Lukas Gnaiger / Schnitt: Paul Michael Sedlacek, Robert Schabus / Musik: Andreas Frei / Ton: Bernhard Maisch, Andreas Frei, Bertram Knappitsch / Produktion: Allegro Film / Produzenten: Helmut Grasser

Österreich/Belgien/Frankreich 2016 / 92 Minuten

(Quelle: https://www.filmladen.at/bauer.unser#zumfilm)

 


Links zum Film:

 

Live von der Südwind Academy: Tag 2 – alles rund um’s Essen

Die TeilnehmerInnen der Südwind Academy 2016 halten euch mit täglichen Berichten aus dem Yspertal am Laufenden! Diesmal: Laetitia Sengseis.

Unser Leben souveräner gestalten und die Welt gerechter machen? Wir alle können! In diesem Sinne wurde heute bei der diesjährigen Südwind Academy über ungerechte Produktionsketten nachgedacht und wie man nachhaltigere Lösungen auf lokaler Ebene schaffen kann. Dabei stand das Thema Ernährung an erster Stelle. Das MapYourMeal Projekt soll beispielsweise Bewusstsein dafür schaffen, wie fair unsere Nahrungsmittel hergestellt werden und Konsumenten dabei helfen das Ernährungssystem nachhaltig mitzugestalten, indem sie vor allem ermutigt werden Produkte zu wählen, die zu fairen Preisen und unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Wusstet ihr zum Beispiel, dass europaweit 60-80% der Lebensmittel in Europa in Diskontern eingekauft werden? Diskonter wie Lidl und Hofer haben dabei eine enorme Preisgestaltungsmacht und drücken die Preise von Kampfprodukten wie der Banane. Das globale Ernährungssystem ist dabei so gestaltet, dass große Konzerne davon Profit schlagen, aber die kleinen Bauern und die Umwelt den Preis dafür zahlen. Als Konsument hat man also doch Einfluss! Man kann beispielsweise bei sogenannten foodcoops einkaufen, die Produkte von Bauern aus der Region verkaufen. Neben vielen neuen Infos hatten wir aber auch viel Zeit, uns auszutauschen über eigene Erfahrungen, über Projekte und Ideen – und das alles in der herbstlich warmen Sonne hinter dem Haus. Nicht nur das, wir bekamen auch einen Anstoß uns selbst an einer Aktion zu beteiligen und diese Schritt für Schritt durchzudenken, von der Idee bis zur Umsetzung und der Feier danach. Einen kleinen Denkanstoß gab uns zu guter Letzt der Film „Tomorrow“, alles andere als das Untergangsszenario das wir aus vielen Hollywood-Blockbustern kennen- ein Film, der Hoffnung macht und auch noch gute Ideen bringt, um selber zur Veränderung in unserer Welt beizutragen. Et voilà! Wieder ein paar Menschen, die jetzt mehr wissen und aktiv werden wollen!

Live von der Academy: Tag 1 – Wie alles begann

Die TeilnehmerInnen der Südwind Academy 2016 halten euch mit täglichen Berichten aus dem Yspertal am Laufenden! Diesmal: René Neuberger.

„Nächster Halt Ybbs an der Donau“, ertönte es aus den Lautsprechern des Regionalzuges in Richtung Amstetten. Momente später fanden sich bereits neun Personen auf der Bushaltestelle vor dem Bahnhof wieder, welche sich gegenseitig begrüßten (weil sie sich schon von früheren Aktionen kannten) oder vorsichtige die Sätze „geht´s ihr/du auch zu der Südwind Academy….“ formulierten. Nach einer lustigen Busfahrt und einer beinahe verschlafenen Haltestelle ging es auch schon nach Ysper ins Landhotel weiter. Kurzes zimmerbeziehen et voila stand man/frau bereits im Seminarraum und wurde von den SüdwindmitarbeiterInnen herzlich willkommen geheißen.
Als dann alle versammelt waren startete das Seminar auch schon mit einer kurzen organisatorischen Erklärung und der Einführung in die Strukturen und „Machenschaften ;) “ des Südwinds.

Organisatorisches und Administratives erfordert natürlich einen Ausgleich mit Spaß und daher wurde postwendend mit einer spielerischen Vorstellungsrunde und allerhand lustiger Spiele (Einschätzung der Weltbevölkerung und der globalen Verteilung von Kapital auf die Kontinente) entgegengesteuert.
Viel Spaß macht hungrig und müde. Da kommt natürlich eine Kaffeepause mit Kuchen und Obst genau richtig. Zum Glück fand sie darauf auch statt.
Gesättigt und gestärkt brauchte es dann noch ein Aktivierungsspiel bei der wir alle das Wort „Bitte“ mal wieder so richtig zu schätzen lernten.
Anhand eines Kartenspiels wurde unser Horizont ordentlich auf die Probe gestellt und erweitert. Man sollte am besten immer alles hinterfragen was man sieht, insbesondere Mercatorprojektionen…  Zum Glück hilft einem da ja eine Petersche Karte aus und rückt einem/r die Welt wieder ins Lot. Sollte mich mal jemand fragen wie globales Lernen funktioniert, dann würde ich mit „genau so“ antworten.  Nun blicke ich einem köstlichem Abendmahl sowie einem interessantem Spiel namens Barnga entgegen, ich bin hungrig und gespannt. Man liest sich wieder morgen. Mahlzeit.

Schuhe, bitte erzählt mir aus eurem Leben.

Schuhkauf: fair produziert und gehandelte Schuhe gesucht

Kennt ihr das? – Ihr braucht mal wieder neue Schuhe und macht euch auf die Suche. Schön sollen sie sein, die richtige Größe haben und natürlich sollten die Schuhe auch fair produziert und gehandelt worden sein. Ihr wisst um die leider oft schrecklichen Produktionsbedingungen in vielen Ländern Bescheid und habt bereits gelesen, dass die manchmal gesundheitsgefährliche Arbeit von unterbezahlten ArbeiterInnen verrichtet wird. Euer nächstes Paar soll daher ein faires sein. Nur, wie kommt ihr zum gesuchten Paar?

Im Zuge der Kampagne Change your Shoes galt die Aufmerksamkeit den täglichen Beschützern unserer Füße – unseren Schuhen:

KonsumentInnen haben das Recht zu wissen, ob Ausbeutung und Gift an ihren Schuhen kleben. Am Schuh oder auf der Schuhverpackung ist die Suche nach diesen Informationen vergeblich. Dieser Mangel an Transparenz macht es schwierig, sich als KonsumentIn bewusst für Schuhe zu entschieden, die fair und nachhaltig produziert wurden. (Quelle: https://www.suedwind.at/handeln/shopping-guides/)

Change+your+shoes_Aktion_17.10.2015+CHANGE

Es gilt beim Kauf viele Kriterien zu berücksichtigen:

  • Welches Material wird verwendet?
  • Wie werden die Materialien erzeugt?
  • Wie werden Materialien verarbeitet?
  • Ist der Schuh reparierbar?
  • Wie lange halten die Schuhe?
  • Wie kann der Schuh gepflegt werden?
  • … und klarerweise: zu welchen Anlässen tragbar, mit welchen Kleidungsstücken kombinierbar
  • … ihr kennt die Liste

Die nachfolgenden Links helfen euch hoffentlich dabei die richtigen Schuhe zu finden und geben euch Auskunft über die vielen Ergebnisse der Change Your Shoes Kampagne.

 

 

Bei allen Hinweise und Tipps am Blog gilt wie immer: nach bestem Wissen und Gewissen. Haltet euch am Laufenden und erkundigt euch im Internet, in eurem Umfeld und im Fachhandel über die Produktionsbedingungen.

Liebe Grüße und viel Freude mit euren Schuhen!
die Wiener Südwind AktivistInnen

Make Fruit Fair: Themenabend mit GewerkschafterInnen aus Ecuador

„Pestizide wurden früher circa 20 mal im Jahr von Flugzeugen über die Plantagen gespritzt, heute passiert dies bereits mehr als 40 mal im Jahr.“ schildert Jorge den starken Anstieg des Pestizideinsatzes auf Ecuadors Plantagen in den letzten Jahren.

In unseren Supermärkten leuchten die Bananen gelb aus den Regalen. Von den vielen Pestiziden ist mit freiem Auge nichts zu erkennen. Auch nicht von den Mitteln, die nach Sammeln der Bananen zur Konservierung noch einmal über alle Bananen gespritzt werden ehe sie, in Plastiksäcken, den Seeweg über die Meere nach Europa antreten. Noch viel weniger erfahren wir als KonsumentInnen in Europa von den Menschen, die täglich bis zu 12 Stunden auf den Plantagen unter widrigsten Umstände für einen Hungerlohn schufften müssen.

Arbeiter und Arbeiterinnen in Ecuador erhalten keinen existenzsicheren Lohn, sie kämpfen mit den Folgen des Spritzmitteleinsatzes und vorallem Frauen werden wiederholt Opfer von sexueller Gewalt“, schildert eine Gewerkschafterin.

Konrad, Mitarbeiter bei der internationalen Kampagne Make Fruit Fair (https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/), hat gemeinsam mit den Gewerkschaftern und Gewerkschafterinnen vor Ort in Ecuador die Arbeitsverhältsnisse dokumentiert. Unterstützt wurden sie von Dr. Hans-Peter Hutter, der eine medizinische Studie über die Gesundheit der Plantagenarbeiter und -arbeiterinnen gemacht hat. Du kannst die Ergebnisse der Forschungsreise hier laden: Bananen-Pestizid-Studie

Im Juni und Juli wollen wir weiter an Aktionen zum Thema Make Fruit Fair arbeiten und von Europa aus die Arbeit der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter vor Ort in Ecuador unterstützen. Die Gäste aus Ecuador haben sich sehr über unser Engagement gefreut und betont, dass es wichtig ist, grenzenübergreifend zusammenzuarbeiten und die Wertschöpfungskette offenzulegen. Transparenz ist wichtig, damit alle Beteiligten einen fairen Lohn erhalten und gute Arbeits- und Lebensbedingungen (buen vivir) vorfinden.

Make Fruit Fair: Themenabend in Wien mit Gewerkschafterin und Gewerkschaftern aus Ecuador
Make Fruit Fair: Themenabend in Wien mit Gewerkschafterin und Gewerkschaftern aus Ecuador

Wenn du Interesse hast mehr zu erfahren und ebenfalls aktiv zu werden, komm zu unserem nächsten Treffen am 13. Juli 2016 ins Südwind Büro (Laudongasse 40, 1080 Wien).

Liebe Grüße und auf bald!
die Wiener Südwind Aktivistinnen


 

Links:

 

 

 

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Meidlinger Markt.

Woher kommt unser Essen? Vor kurzem haben wir den Viktor Adler Markt im 10. Bezirk besucht. Dieses Mal gibt es für alle Interessierten ein Bild vom Meidlinger Markt.

Im 12. Wiener Gemeindebezirkt liegt der Meidlinger Markt. Gut erreichbar mit U-Bahn und Bus gibt es am Markt Obst, Gemüse, Brote, Wein und vieles mehr zu finden. Für alle, die sich etwas mehr Zeit nehmen, gibt es einen kleinen Park in der Nähe.

Bei den Marktständen ist gut beschrieben woher das Gemüse und das Obst kommt. Sollte einmal ein Täfelchen fehlen, Nachfragen lohnt sich und schafft Gewissheit woher das Essen kommt. Wir wünschen einen guten, gesunden Einkauf und genussvolles Essen.

Wiener Märkte - Meidlinger Markt
Wiener Märkte – Meidlinger Markt

Märkte in deiner Gegend

 

Wie schaut es bei dir aus? Wo befindet sich dein Lieblingsmarkt? Was tut sich in deiner Umgebung? Es gibt seit ein paar Jahren auch immer mehr CSA (Comunity Supported Agriculture) Angebote. Vielleicht findest sich ein solches bei dir in der Umgebung. Oder eine Food-Coop?

Weiterführende Links:

Leckereien der Natur: der Holunder

Vor kurzem haben wir einen Markt vorgestellt, den Viktor-Adler-Markt in Wien. Wenn wir jetzt noch mehr über unsere Nahrungsmittel, ihre Verarbeitung, den Verkauf und ihren den Ursprung wissen wollen, dann müssen wir noch etwas weiter gehen – dieses Mal hinaus in die Natur und hinauf auf die Hügel rund um Wien.

Im Frühling blüht unter anderem der Holunder (Wikipedia: Holdunderblüten) und die weißen Blüten sind gut von weitem zu sehen und zu riechen. Augen und Nasen auf!

Der Holunderstrauch beginnt jetzt, im Mai in vielen Teilen Österreichs zu blühen oder steht bereits in Blüte. Ein paar Rezepte, was ihr mit den Blüten machen könnt, haben wir hier gesammelt. Kurz in eine Suchmaschine getippt oder Freunde und Familie befragt, kommt ihr sicher auf weitere Ideen.

Natur - Holunder
Blick auf einen Holunderstrauch im Vorder- und Wien im Hintergrund

Wir wünschen euch schöne Frühlingstage und gutes Gelingen beim Verarbeiten der Holunderblüten. Achja – klärt auch zuvor ab, ob die Blüten auch gepflückt werden können oder der von euch anvisierte Strauch auf einem privaten Grundstück steht – Nachfragen zahlt sich aus und vielleicht gibt es auch einen guten Deal: Zugang zu Blüten vs. Marmelade. Und ihr lernt neue Leute in eurem Umfeld kennen.

Liebe Grüße von den Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

Südwind Straßenfest 2016 am 21. Mai im Alten AKH in Wien

In ein paar Tagen ist es schon wieder soweit. Südwind feiert in Wien im Alten AKH das Straßenfest. Komm vorbei und genieße die kulturelle Vielfalt dieser Welt!

Eine große Zahl an Organisationen hat sich angemeldet und will über ihre Projekte infomieren. Zu Essen gibt es wieder gutes aus aller Welt und die Südwind Aktivist_innen werden mit einem Crepe-Stand vertreten sein. Wir werden auch Infos zur „Make Fruit Fair“-Kampagne am Straßenfest hinaustragen.

Make-Fruit-Fair - http://makefruitfair.org/de/
Make-Fruit-Fair – http://makefruitfair.org/de/

Wenn du Lust hast uns Aktivist_innen oder die Organisator_innen des Fest zu unterstützen, dann melde dich bei uns (nähere Infos unten). Oder du schaust als Besucher_in vorbei und genießt einfach nur den schönen Tag und die gute Stimmung.

Liebe Grüße und bis bald am Fest.
die Wiener Südwind Aktivist_innen

 


Weitere Infos findest auf folgenden Seiten:

Für ein schönes Fest braucht es viele fleißige Hände. Wenn du das Südwind Straßenfest aktiv vor Ort unterstützen willst, so informiere dich auf http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=261600 und melde dich als Freiwillige_r beim Straßenfest-Team (mitarbeit.strassenfest@suedwind.at).

Das Straßenfest-Team will sich auch bei dir für deine Zeit und Hilfe auch bedanken, durch:

  • Essens und Getränkegutscheine während deiner Mitarbeit beim Südwind Straßenfest
  • Eine kleine Überraschung als Dankeschön für deine Mitarbeit
  • Ein gemeinsames Picknick ein paar Tage nach dem Fest, um das Fest gebührend ausklingen zu lassen und das gesamte Team besser kennen zu lernen

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Wiener Viktor-Adler-Markt

Woher kommt unser Gemüse? Wer ist aller an der Aussaat, der Pflege, der Ernte, der Lieferung und dem Verkauf beteiligt?

Immer wieder greifen Südwind Aktivist_innen das Thema Ernährung auf und informieren anhand von tropischen Früchten (siehe Make Fruit Fair Kampagne), Schokolade (Make Chocolate Fair) und zum Beispiel Freihandelsabkommen (TTIP Stoppen, Future Farmer – Aktion) Zusammenhänge zu Fragen der Landwirtschaft, Ernährung und Handel.

Dieses Mal gibt es am Blog praktische Informationen zu Einkaufsmöglichkeiten in Wien. Die Stadt Wien betreut unter dem Titel Wiener Märkte zahlreiche größere Märkte in Wien. Es gibt auch eine App (für iOS und Android), welche über Öffnungszeiten und Marktangebote informiert. Hier kommst du zur Website der Stadt Wien.

Wiener Märkte - App der Stadt Wien
Wiener Märkte – App der Stadt Wien

Ein Photo vom Viktor-Adler Markt im 10. Wiener Gemeindebezirk gibt es von uns als Vorgeschmack dazu.

Wiener Märkte - Viktor-Adler-Markt
Wiener Märkte – Viktor-Adler-Markt

Es gibt aber nicht nur jene Märkte, die unter dem Titel Wiener Märkte zusammengefasst sind, sondern zahlreiche kleinere und größe Märkte. Auf Wikipedia gibt es eine Liste an Märkten in Wien. So zum Beispiel gibt es seit wenigen Jahren den BioMarkt Lange Gasse mit seiner Facebook Seite „BioMarkt-LangeGasse“.

Wo befindet sich dein Lieblingsmarkt? Kommentiere den Eintrag und teile mit uns Infos zu deinen Lieblingsmarkt.

Weiterführende Links:

 

Die Kleidertauschparty von SCNCC und den Südwind-Aktivistinnen – Ein voller Erfolg

Am 18. März war es wieder so weit.

Die steirischen Südwindaktivistinnen veranstalteten im Spektral erneut eine Kleidertauschparty – allerdings dieses Mal mit Unterstützung von den Aktivistinnen von System Change not Climate Change!

Im Vorfeld wurde gebastelte, getüftelt und gedumpstert – diese Lebensmittel wurden dann gemeinsam zu einem sehr umfassenden veganen Buffet verkocht – von Eintopf, Spaghetti, Salaten und veganen Kuchen war für alle Gäste was dabei!

Die Kleidertauschparty selbst war super besucht, zwischen 300 und 400 tauschwütige Gäste konnten sich an den Teilen anderer erfreuen und sich neu einkleiden (ohne dabei Ressourcen zu verschwenden)- das Angebot war bei so vielen Gästen natürlich riesig – dieses Mal kamen auch Männer und Kinder nicht zu kurz.

Auch SUSY – die Botschafterin für Solidarisches Wirtschaften – fand die Zeit, uns in Graz kurz zu besuchen – bei ihrem straffen Terminkalender natürlich eine große Freude. ;)

KDP-1

Das Wenige, das übrigblieb ging an Offline-Retail und an den Flüchtlingskonvoi.

Wir danken unseren Gästen und den Leuten von SCNCC für den tollen Nachmittag und freuen uns weitere coole Aktionen !!

Aktion: Konsumfreie Zone in der Wiener Mariahilferstraße

Ein paar Minuten Ruhe, einen Tee genießen, Kekse naschen und entspannen – das war das Angebot der Südwind AktivstInnen in Wien in der Mariahilfer Straße.

Am 3. Adventsamstag, einem jener Tage des Jahres an welchem in der Einkaufstraße Mariahilferstraße besonders viele zwischen Geschäften hin und her eilen, rastlos Geschenke suchen und sich mit Tausenden durch Kaufhauszeilen drücken, luden die Südwind AktivistInnen zu Tee, Keksen und ein paar Minuten Ruhe ein.

Wiener Südwind AktivistInnen auf dem Weg in die Wiener Mariahilfer Straße
Auf dem Weg in die Wiener Mariahilfer Straße

Mit ein paar PassantInnen sind wir ins Gespräch gekommen und haben mit Ihnen Tee getrunken und über den Winter, Südwind, Kampagnenarbeit und natürlich unsere Konsumgewohnheiten gesprochen.

Viele PassantInnen, die nur rasch vorbeigeeilt sind, haben zumindest die Botschaft am Boden gelesen – „Konsumfreie Zone. Hier gibt’s nichts zu kaufen. Wir laden zu Tee und Keksen.“ – bei ein paar Personen sah man nach dem Lesen ein kurzes Lächeln  – „Ja, stimmt. Habt’s eh recht.“ könnte es geheißen haben.

Wiener Südwind AktivistInnen laden in die konsumfreie Zone ein
Wiener Südwind AktivistInnen laden in die konsumfreie Zone ein

Wir hatten auch unseren Jahresbericht mit, für jene, die etwas mehr Zeit hatten und sich ein Bild des Südwind Aktivismus in Österreich machen wollten. Die Clean-Clothes-Kampagnen Materialien (http://cleanclothes.at/) waren natürlich auch dabei und die Infos zur Make Fruit Fair Kampagne ebenso.

Wiener Südwind AktivistInnen laden in die konsumfreie Zone ein
Infomaterial von Südwind für Interessierte

Allen PassantInnen haben wir auch Weihnachtswünsche angeboten und ihnen schöne Zeit mit Familie und Freunden, ruhigen Schlaf, Erinnerungen an ein lustiges Erlebnis und Ähnliches geschenkt.

Wiener Südwind AktivistInnen laden in die konsumfreie Zone ein
Wünsche der AktivistInnen an die PassantInnen

Ein paar unserer Wünsche sind noch im Wiener Südwind Büro in einem Säckchen am Empfang ziehbar. Wenn ihr Zeit habt, schaut hin und holt euch euren Wunsch ab.

Liebe Grüße und einen schönen Jahresausklang euch allen!

 


 

Clean Clothes: Label- und Unternehmenckeck: http://cleanclothes.at/de/ressourcen/publikationen/

Make Fruits Fair: http://www.makefruitfair.org/de/

 

Zum Ende der Klimakonferenz in Paris gabs eine flashige Aktion von System Change, not Climate Change in Graz!

Weils uns alle betrifft und der eine oder die andere SüdwindIn Teil des kreativen Flashmobs zum Ender des UNO Klimagipfels war, bekommt die System Change, not Climate Change Aktion vom 12.12.15 wieder einen Platz auf dem AktivistInnen Blog.

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„The Paris Agreement is a death sentence for many people. A world with temperature increases more than 3 degrees Celsius is a world where not everyone will survive.“ – Pablo Solón (Ehemaliger Bolivianischer UN Botschafter und Umwelt-Aktivist)

So sehen es auch die Grazer AktivistInnen und haben Merkel, Obama, Faymann und Xi Jinping zu uns geholt, um der Welt das „Geschenk“ Klimaabkommen zu überreichen. Sobald dieses die Erde berührt, brechen viele Aktivisten wie tot zusammen.

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12316358_10204486453392311_8753862426620208811_nFotos © Richard Griletz

 

Das von allen Staaten unterzeichnete Abkommen beinhaltet die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu minimieren (1.5 Grad anzustreben), der Plan das zu hinzubekommen ist NICHT EXISTENT, der Weg zum Plan ist ZU LANGSAM, die REDUKTION von KOHLEKRAFT zu WENIG, und die MENSCHENRECHTE von indigenen Bevölkerungen weder vollends geschützt noch unterstützt.

 1.5 to stay alive

 

Um dort hin zu gelangen, müssen wir aufstehen! Vernetzt auch mit der Initiative System Change, not Climate Change in eurer Stadt: http://systemchange-not-climatechange.at

Und zu gut der Letzt noch ein tolles Video zur Aktion in Graz:

System Change, not Climate Change Demo Graz – Es war ein wunderbar buntes Treiben

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Die Bewegung für Systemwandel „System Change, not Climate Change“ muss nach dem tollen Aktionstag in Graz  nun auch einen Platz  auf der Südwind AktivistInnen Seite bekommen:  SteirerInnen sind heute für einen Systemwandel und Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

Hier ein Einblick in das Geschehen:

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11223632_1056614004359106_6924417973582618238_nPhotos by M. Normand

Als Teil des GLOBAL CLIMATE MARCH haben in Australien gestern 60 000 Menschen demonstriert, heute um die 1500 in Graz und morgen wird Wien das noch topen  :)  2300 Demos und Aktionen in über 150 Ländern werden folgen!

GEMEINSAM können wir eine Klimabewegung erschaffen, die eine grundlegende Kritik an den bestehenden Verhältnissen pflegt und Druck auf unsere RepräsentantInnen im Parlament ausübt.

Wir sind systemrelevant! Power to the people!

Tragt euch für neue Events und Aktionen in den Newsletter ein:
www.eepurl.com/bygetr

Infos am Rande: 

Was passiert, wenn Paris scheitert –> http://science.orf.at/stories/1764942

Der UNO-Gipfel wird LEIDER zu einer einzigen großen Greenwash-Show! Die Eliten reden von vielversprechenden Verhandlungen und wahrscheinlichen Erfolgen (Bsp: http://www.theguardian.com/…/paris-climate-talks-past-failu… )

Abschlussaktion zu „Make Chocolate Fair“ in Graz

Am Samstag den 7.11 ist die letzte Straßenaktion zur bald auslaufenden Kampagne „Make Chocolate Fair“ in Graz über die Bühne gegangen. Ziel war es noch mal einen Schwung Unterschriften für die Petition zu ergattern, über die Missstände in der Schokoladen-Industrie zu informieren und zu sensibilisieren – Challenge completed!

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Leider nicht alle am Aktionstag mitwirkenden Südwinde am Foto vertreten – manche müssen ja die Arbeit machen ;)

Mit Hilfe von einem performativen Element, nämlich  Riesen-Ausgaben von bekannten Printmedien, natürlich ausschließlich mit Infos rund um Schokolade, und einer Menge Engagement haben sich über neun Südwinde am Färberplatz von 14 – 17 Uhr ins Zeug geworfen.

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Inklusive Wirtschaftsteil on the Inside ;)

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Südwind-AktivistInnen informieren!

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Nach vollbrachter Aktion haben wir wahrscheinlich um die 115 Unterschriften gesammelt, konnten viele Informationen geben und interessante Gespräche führen.

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Bevor wird uns mit Infomaterial und Equipment auf unseren Lastenrädern wieder auf den Weg machten,  konnten wir bei der Nachbesprechung feststellen, dass viele Menschen Interesse bekunden, sich bestimmter Ungerechtigkeiten in dieser Industrie bewusst sind und das auch ändern wollen. Allem in allem war es ein erfolgreicher und lustiger Nachtmittag :)

Abschlussaktion in Graz – Make Chocolate Fair

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten :)

Es ist soweit, die Abschlussaktion zur „Make Chocolate Fair“-Kampagne findet noch dieses Wochenende statt.

„Am Samstag, 7.11. werden wir wieder eine Schokoaktion mit Riesenzeitungen in Graz machen. Die Kampagne ist in der Zielgerade und die Unterschriften werden bald an die ProduzentInnen übergeben – wir möchten zum Abschluss noch einmal viele Menschen in Graz erreichen und laden Euch alle ein mitzumachen!“

Link: http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=261234

Nachdem beim vorherigen Stammtisch aus der Idee einer letzten Schokoaktion eine fixierte Aktion wurde, haben sich gestern noch ein paar AktivistInnen zusammengesetzt, um alles vorzubereiten; es wurde noch mal fleißig gebrainstormt, Facts zur Kakao-Produktion besprochen und die wichtigste Aufgaben  für den Aktionstag aufgeteilt.

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Subtext: KOMMT DOCH AM SAMSTAG VORBEI :) Ab 14 Uhr werden wir am Färberplatz in Graz sein. Jede/r ist Willkommen!

 

Let´s Change our Shoes – GrazerInnen sammeln Schritte

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Wie ihr fleißigen Blog-LeserInnen ja schon wisst, gibt es im Zuge der Clean Cl0thes Kampagne eine ziemlich coole App, um die Change Your Shoes Initiative zu unterstützen (http://www.cleanclothes.at/schuhe/) – mit Hilfe dieser App können Schritte gesammelt werden, um gemeinsam einen virtuellen Marsch nach Brüssel zu bestreiten! Es bietet einen einfachen Weg, um der Forderung nach mehr Information über die Produktionsbedingungen der in Österreich verkauften Schuhe, Ausdruck zu verleihen.

Eine kleine feine Truppe von Grazer Aktivistinnen und Aktivisten machte sich somit voller Tatendrang auf den Weg, um schon mal ein paar Schritte zu sammeln. Hier ein Erfahrungsbericht:

„Unsere kleine (sportliche) Gruppe fuhr am Sonntag, 27.09.2015 mit dem Fahrrad nach Mariatrost bei Graz. Bevor unser Rundgang durch die Rettenbachklamm startete, sprachen wir über die Hauptprobleme in der Schuhindustrie. „Darüber wissen wir eigentlich nicht viel“ war unsere einstimmige Meinung. Dann erkannten wir allerdings einige Parallelen zu den prekären Arbeitsbedingungen in der der Bekleidungsindustrie. Zusätzlich spielt die Lederverarbeitung eine zentrale Rolle in der Schuhproduktion. Während wir uns dann auf den Weg durch die Klamm machten, tauschten wir uns darüber aus wo man fair produzierte Schuhe in Graz bekommt und wo man sich informieren kann. Gleichzeitig hatten wir die App „Change Your Shoes“ eingeschalten und sammelten Schritte für den Virtual March nach Brüssel. Weiter ging’s dann Richtung Einkehr und Stärkung – Essen, zu Fuß gehen und frische Luft, das verträgt sich sehr gut!“

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Wer selbst ein Smartphone besitzt, am Besten gleich mal runterladen und natürlich befreundeten, bekannten und verwandten SmartphonebesitzerInnen empfehlen ;)

–> http://changeyourshoes.cantat.com/

Let´s Change our Shoes!!!

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