Veranstaltungstipp | Feldforschung. Protokoll einer mageren Ausbeute

Lecture Performance am 3. April um 18:30 in Wien: Ein Abend mit Vortrag, gespielten Szenen, Lesung, Kabarett und Musik um mehr über SEZIONIERI zu erfahren.

Sezionieri ist eine gemeinsame Aufklärungskampagne der Produktionsgewerkschaft PRO-GE im ÖGB, NGO´s und Aktivist_innen für die Rechte von Erntehefer_innen in Österreich. Die SEZONIERI Kampagne (www.sezonieri.at) verfolgt das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Erntearbeiter_innen in Österreich nachhaltig zu verbessern. Einer ihrer Ausgangspunkte war der selbstorganisierte Protest von 70 Erntearbeiter_innen des größten Gemüsebauern Tirols im Oktober 2013. Seit 2014 sind Kampagnen-Mitarbeiter_innen in vier Bundesländern Tirol, Steiermark, Niederösterreich und Burgendland aktiv, bereiten arbeitsrechtliche Informationen auf (BKS, Deutsch, Rumänisch, Slowenisch, Ukrainisch, Ungarisch) und teilen Info-Folder bei Feldaktionen an die Arbeiter_innen aus. Es wird auch ein Telefondienst für den Erstkontakt angeboten. Die PRO-GE unterstützt unter Wahrung der Anonymität der Anrufenden kostenlos und übernimmt im Bedarfsfall auch die rechtliche Vertretung vor Gericht.

http://www.sezonieri.at – Das Informationsportal für SaisonarbeiterInnen

Wenn du mehr über SEZIONIERI erfahren willst, so schau vorbei zur nächsten Veranstaltung am Montag, den 3. April 2017, oder wirf einen Blick auf ihre Website http://www.sezonieri.at. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

3. April 2017 – Feldforschung. Protokoll einer mageren Ausbeute

Ort: BOKU Augasse – Augasse 2-6, 1090 Vienna, Austria
Eintritt frei

Im Anschluss findet eine Diskussion statt.

Text und Regie: Franz-Xaver Franz, Lia Sudermann
Mit: Lia Sudermann, Franz-Xaver Franz
Musik: Lissie Rettenwander
Recherche: Sónia Melo

Links zur Veranstaltung:

Die studentische Initiative BOKUs KriStus hat die Veranstaltung mit Unterstützung der ÖH BOKU, den Studienvertretungen AW und UBRM organisiert.

 


Informationen von SEZIONIERI über ihre Arbeit

Die österreichischen Staatsbürger_innen, die in der landwirtschaftlichen Lohnarbeit tätig sind, kann man an einer Hand abzählen. Warum das so ist, lässt sich erst verstehen, wenn man sich die Arbeits- und Lebensbedingungen der Erntehelfer_innen ansieht. Nur wer es aufgrund des beschränkten Arbeitsmarktzugangs und/oder mangelnder Erwerbsmöglichkeiten im Herkunftsland nötig hat, lässt sich auf dieses Arbeitsverhältnis ein.

Foto: Wilfried Hanser

Erntehelfer_innen verrichten bis zu sieben Tage Woche, bis zu fünfzehn Stunden am Tag eine körperlich sehr anstrengende Arbeit für einen sehr niedrigen Lohn. Für Erntehelfer_innen gibt es ausverhandelte Kollektivverträge, die von Bundesland zu Bundesland differieren; der darin festgelegte Stundenlohn gilt gesetzlich als Mindestlohn, auch wenn nach Akkord (etwa pro gefüllter Kiste Erdbeeren) bezahlt wird. Dieser Stundenlohn überschreitet nirgendwo in Österreich 7 Euro netto und wird überdies selten voll ausbezahlt.

Zu den häufigsten Missständen zählen:

  • unbezahlte Überstunden
  • unbezahlte Sonderzuschläge für Sonntags- und Nachtarbeit
  • die gesetzliche Regelung überschreitende Lohnabzüge für Kost, Logis und Arbeitswerkzeug
  • inadäquate Unterkünfte

Die Supermarktketten ordern mehrmals täglich frische Ware, die innerhalb weniger Stunden angeliefert werden muss. Der Handel drückt die Preise nach unten, folglich haben die Produzent_innen, die die Produktionskosten senken können, die Nase vorne. Im landwirtschaftlichen Sektor spielen die Lohnkosten eine entscheidende Rolle, da die Erntearbeit großteils händisch erfolgt. Ohne „billige“ ausländische Arbeiter_innen, die während der Arbeitsspitzen angestellt werden, können viele Bauern und Bäuerinnen mit diesem Wettlauf nach unten nicht mithalten. So bleiben die Arbeitsrechte der Erntehelfer_innen auf der Strecke.

Die Beschäftigten in der Landwirtschaft brauchen klare Verhältnisse und auch Informationen zur Durchsetzung ihrer Arbeits- und Menschenrechte. SEZIONIERI gibt Informationen und gleichzeitig Hilfestellung zur Rechtsdurchsetzung. (Quelle: http://www.sezionieri.at, Foto Sónia Melo)

Mit SEZONIERI wollen wir der Ausbeutung von Erntehelfer_innen in Österreich entgegenwirken, indem wir sie auf ihre grundlegenden Rechte laut Kollektivvertrag aufmerksam machen und sie im Arbeitskampf unterstützen.

Die SEZONIERI Kampagne für die Rechte von Erntehelfer_innen in Österreich ist eine gemeinsame Initiative von unabhängigen Aktivist_innen, PRO-GE – die Produktionsgewerkschaft im Österreichischen Gewerkschaftsbund, Nyéléni – Forum für Ernährungssouveränität, UNDOK – Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender, MEN-VIA – Unterstützung für männliche Betroffene von Menschenhandel und LEFÖ – Bildung und Beratung für Migrantinnen.

SEZONIERI
sezonieri@gmx.at
http://www.sezonieri.at
http://www.facebook.com/sezonieri

 

 

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Nyéléni- Europe Movement for Food Sovereignty: Pan-European Forum in Romania

Weihnachtszeit verbinde ich mit Essen. Schon jetzt steht der Menüplan bei meiner Familie fest. Es gibt noch einmal mehr von allem, das beste von allem, die Filetstücke, ein dicker Weihnachtsbraten, Exotisches aus weiter Ferne, vielleicht Fisch? Scampi? Mangocreme? Und natürlich Schokolade. Jede Menge. Es wird kaum hinterfragt, woher die Lebensmittel kommen und wer sie unter welchen Bedingungen produziert. Der Supermarkt stellt all das zur Verfügung, was das Konsumentenherz begehrt bzw. was er begehren soll. Die Aufklärung über die Produktionsbedingungen der Lebensmittel, ist nicht Teil der Vermarktungsstrategien.

Ernährungssouveränität beschreibt ein anderes Modell. Es geht vor allem darum, wie Nahrung produziert wird. Welche Menschen dahinter stehen und unter welchen Bedingungen sie arbeiten. Machtverhältnisse werden beleuchtet und diskutiert.

Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt (…) Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne“ (Deklaration des weltweiten Forums für Ernährungssouveränität, Mali, Februar 2007).

Im Sinne dessen hat sich die Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung,

Ende Oktober in Rumänien getroffen. Zu den insgesamt 500 Teilnehmern aus 40 Ländern zählten Bauern und Bäuerinnen, Landarbeiterinnen, Gewerkschafter, Forschende, Fischer, Hirtinnen, Indigene, Verbraucher und Menschenrechts-Aktivistinnen. Die Länder Delegationen waren jeweils nach Länder-, Gender-, Alters- und Sektorenquoten zusammengesetzt. Aus Österreich kamen 40 Delegierte.

Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung: Teil der österreichische Delegation in Cluj
Bewegung für Ernährungssouveränität, die Nyéléni Bewegung: Teil der österreichische Delegation in Cluj

 

Vorrangiges Ziel des Forums war es, die 2011 beim 1. Forum in Krems erarbeitete Deklaration zu Ernährungssouveränität durch konkrete Handlungsvorschläge zu ergänzen.

Zentrale Fragen des Forums in Cluj waren:

  • Wie können wir Ernährungssouveranität in Europa realisieren?

  • Wie können wir den Einfluss der Konzerne auf das Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem zurückdrängen?

  • Wie kann es gelingen, wieder die Menschen, nicht die Profite, in den Fokus der Politik zu rücken?

Anhand von 4 thematischen Achsen – Modelle der Lebensmittelproduktion und Konsumverhalten, Lebensmittelverteilung, das Recht auf natürliche Ressourcen und Gemeingüter, Arbeitsbedingungen und Soziales im Lebensmittel- und Agrarsystem – wurde sich über möglich und bereits bestehende Kampagnen und Aktionen ausgetauscht, Erfahrungsberichte geteilt und Gestaltungsmöglichkeiten besprochen. In einer meiner Arbeitsgruppen wurde sich das Ziel gesetzt, den Bekanntheitsgrad der bestehende Plattform TransforMap (http://viewer.transformap.co/#6/52.140/17.820) europaweit zu erhöhen, um möglichst alle Initiativen rund um das Thema sichtbarer zu machen und die Vernetzung zu erleichtern.

Gearbeitet wurde während der 5 Tage vorwiegend in Kleingruppen, einige Veranstaltungen wie eine Diskussionsrunde mit einer Repräsentantin der FAO, wurden im großen Plenum abgehalten.

Nyéléni Treffen in Cluj: Aktionsplanung in der Kleingruppe
Nyéléni Treffen in Cluj: Aktionsplanung in der Kleingruppe

 

Nyéléni Treffen in Cluj: Eröffnungsplenum
Nyéléni Treffen in Cluj: Eröffnungsplenum

 

Ein freiwilliges Übersetzerteam der Organisation COATI sorgte dafür, dass auch Minderheiten zu Wort kommen konnten und simultan Übersetzungen in 10 Sprachen möglich waren.

 

Nyéléni Treffen in Cluj: Übersetzerteam
Nyéléni Treffen in Cluj: Übersetzerteam

Eine Begegnung war besonders beeindruckend für mich. Eine Unterhaltung mit einem Aktivist aus Mali. Mir wurde einmal wieder klar in welch privilegierter Situationen wir uns befinden. Als AktivistInnen in Österreich sind wir unserer Freizeit aktiv, gehen nach unseren Besprechungen Bier trinken und müssen während der Aktionen weder um unser, noch um ein anderes Leben fürchten.

Nyéléni Treffen in Cluj
Nyéléni Treffen in Cluj

 

Mir werden die Tage in Cluj noch lange in Erinnerung bleiben. Vor allem die verschiedenen Geschichten und Menschen, die den unzähligen Missständen in unserer Welt ein Gesicht geben.


Links:

http://www.ernährungssouveränität.at/

Nyéléni - European Food Sovereignty Movement

Kurzfilm: Grazer SüdwindaktivistInnen lassen Brot und Paprika sprechen

Spätestens seit Erich Wagenhofers We Feed the World wissen wir, dass die achtlose Verschwendung von frischem Brot in Wien theoretisch den täglichen Bedarf von ganz Graz abdecken würde – und auch, dass es lediglich aufgrund besonderer Wohlstandsansprüche von Herr und Frau ÖsterreicherIn und den profitorientierten Logiken im hart umkämpften Einzelhandel überhaupt dazu kommt.

In feinster AktivistInnenmanier zeigen wir nun endlich ganz klar, was Brot und Paprika selber dazu sagen! Schaut euch das an und zeigt es euren Eltern (oder Kindern):

Ein kurzes Video über Lebensmittelverschwendung und wie unnötig diese ist, was uns sofort ins Auge springen muss, wenn man denn das verschmähte Zeugs einmal genauer unter die Lupe nimmt…

Bitte ansehen, weiterleiten, anderweitig teilen und helfen, dass ab jetzt nicht mehr ein Äquivalent in der Größe der jährlichen Gesamtfließmenge der Wolga (!) an Wasser verschwendet wird, um Nahrungsmittel herzustellen, die ohnehin im Müll landen. Wo sind wir denn?

(Quelle: FAO, UN: http://www.fao.org/news/story/en/item/196402/icode/)

 


 

ZDF heute stellt We feed the world vor und interviewt Erwin Wagenhofer:

Filmtipp: Bauer unser

Wir beschäftigen uns immer wieder mit den Themen Ernährungssouveränität, Agrarsystemen und (regionalem und globalem) Handel. Vor kurzem ist Bauer unser in den Kinos angelaufen. Robert Schabus (http://www.filmers.at/fs/biographie.html) führte Regie und er beschäftigte sich mit seinem Team mit dem Agrarsystem, industriellen Produktionsmantras und somit auch uns, als Gesellschaft. Ihr findet hier den Trailer zum Film:

 

Liebe Grüße von den Wiener Südwind AktivistInnen

 


Zum Film

Der Dokumentarfilm zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.
Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel.
BAUER UNSER ist ein sehenswerter Film, der zeigt, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Es sind keine rosigen Bilder, und doch gibt es Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Vorarlberger Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Weinviertler Bio-Schafzüchterin Maria Vogt händisch Schafe melkt und frohlockt, Hey, es geht ja auch ganz anders!
BAUER UNSER ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

Regie: Robert Schabus / Drehbuch: Robert Schabus / Kamera: Lukas Gnaiger / Schnitt: Paul Michael Sedlacek, Robert Schabus / Musik: Andreas Frei / Ton: Bernhard Maisch, Andreas Frei, Bertram Knappitsch / Produktion: Allegro Film / Produzenten: Helmut Grasser

Österreich/Belgien/Frankreich 2016 / 92 Minuten

(Quelle: https://www.filmladen.at/bauer.unser#zumfilm)

 


Links zum Film:

 

Südwind AktivistInnen auf der Generalversammlung und beim Themenabend des Verein Südwind Wien

Generalversammlung und spannender Themenabend in Wien. Schön, dass es den Verein gibt.

Südwind AktivistInnen waren gestern bei der Wiener Generalversammlung und beim anschließenden Themenabend dabei. Im Zuge der Generalversammlung präsentierte der Vorstand des Vereins die Aktivitäten der letzten beiden Jahre, bezog sich auf aktuelle Themen und blickte auf die nächsten Termine voraus.

Der anschließende THEMENABEND führte den Titel Mind the Gap – Mangel und Überfluss im Ernährungssystem“

Was bewirkt unser Konsumverhalten im globalen Süden? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Lebensmittelverschwendung in Europa und Hunger in Afrika?

AktivistInnen berichteten von ihrem Einsatz für nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Veränderung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP): Anneke Engel und Cordula Fötsch über das europäische Nyeleni-Forum für Ernährungssouveränität in Cluj, Rumänien und Walter Bauer von der Plattform „Wir haben es satt“ (https://wirhabenessattaustria.wordpress.com/).

https://www.facebook.com/WirHabenEsSattAustria

Die Plattform „Wir haben es satt“ haben wir als AktivistInnen z.B. Anfang Feber diesen Jahres begleitet:

https://suedwindaktivistinnen.org/2016/02/08/wir-haben-es-satt-wir-laeuten-jetzt-die-agrarwende-ein-und-sie-wird-ein-erfolg-werden/

 

Verein Südwind Wien - Generalversammlung 2016
Verein Südwind Wien – Generalversammlung 2016

 

Wenn du mehr über die Südwind Vereine und ihre Projekte erfahren willst, dann besuche die Website von Südwind (https://www.suedwind.at/) oder schau bei einem der nächsten Vereinstreffen vorbei. Die Südwind Vereine sind in mehreren österreichischen Bundesländern aktiv.

An dieser Stelle noch ein DANKE der AktivistInnen an den Verein für die tolle Zusammenarbeit. Es ist schön, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

 

Liebe Grüße,
die Wiener Südwind AktivistInnen

 


Mitglied im Südwind Verein werden:

Wenn du als Mitglied den Verein unterstützen willst, so findest du hier die Infos: https://www.suedwind.at/wien/aktiv-werden/mitglied-werden/ – jede Unterstützung ist wertvoll.


Weitere Links:

 

 

Live von der Südwind Academy: Tag 2 – alles rund um’s Essen

Die TeilnehmerInnen der Südwind Academy 2016 halten euch mit täglichen Berichten aus dem Yspertal am Laufenden! Diesmal: Laetitia Sengseis.

Unser Leben souveräner gestalten und die Welt gerechter machen? Wir alle können! In diesem Sinne wurde heute bei der diesjährigen Südwind Academy über ungerechte Produktionsketten nachgedacht und wie man nachhaltigere Lösungen auf lokaler Ebene schaffen kann. Dabei stand das Thema Ernährung an erster Stelle. Das MapYourMeal Projekt soll beispielsweise Bewusstsein dafür schaffen, wie fair unsere Nahrungsmittel hergestellt werden und Konsumenten dabei helfen das Ernährungssystem nachhaltig mitzugestalten, indem sie vor allem ermutigt werden Produkte zu wählen, die zu fairen Preisen und unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Wusstet ihr zum Beispiel, dass europaweit 60-80% der Lebensmittel in Europa in Diskontern eingekauft werden? Diskonter wie Lidl und Hofer haben dabei eine enorme Preisgestaltungsmacht und drücken die Preise von Kampfprodukten wie der Banane. Das globale Ernährungssystem ist dabei so gestaltet, dass große Konzerne davon Profit schlagen, aber die kleinen Bauern und die Umwelt den Preis dafür zahlen. Als Konsument hat man also doch Einfluss! Man kann beispielsweise bei sogenannten foodcoops einkaufen, die Produkte von Bauern aus der Region verkaufen. Neben vielen neuen Infos hatten wir aber auch viel Zeit, uns auszutauschen über eigene Erfahrungen, über Projekte und Ideen – und das alles in der herbstlich warmen Sonne hinter dem Haus. Nicht nur das, wir bekamen auch einen Anstoß uns selbst an einer Aktion zu beteiligen und diese Schritt für Schritt durchzudenken, von der Idee bis zur Umsetzung und der Feier danach. Einen kleinen Denkanstoß gab uns zu guter Letzt der Film „Tomorrow“, alles andere als das Untergangsszenario das wir aus vielen Hollywood-Blockbustern kennen- ein Film, der Hoffnung macht und auch noch gute Ideen bringt, um selber zur Veränderung in unserer Welt beizutragen. Et voilà! Wieder ein paar Menschen, die jetzt mehr wissen und aktiv werden wollen!

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Rochusmarkt

Es war einmal ein Friedhof. Nun ist es ein Markt. Mitten in Wien, gut erreichbar mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Verkehr: der Rochusmarkt im 3. Wiener Gemeindebezirk.

Dieses Mal sind wir im 3. Bezirk unterwegs und erkunden Plätze, an denen direkt verkauft wird. Gemüse, Obst, Honig, Fisch, frisches Gebäck, Blumen – die Marktfläche erstreckt sich nur über ca. 100 Meter, sie ist aber reich an schönen Läden und Genüssen. Sie befindet sich gegenüber der Rochuskirche und zwischen der Maria-Eis-Gasse und der Landstraßer Hauptstraße. Über letztere gelangt man in wenige Gehminuten zum öffentlichen Nahverkehrsdrehpunkt Landstraße-Wien Mitte und zum Stadtpark.

Wiener Märkte - Der Rochusmarkt im 3. Wiener Gemeindebezirk
Rochusmarkt: neben Leckereien für den Magen gibt es auch für das Auge eine große Auswahl an Blumen.

Der Markt liegt auf dem Gelände eines aufgelassenen Friedhofs. Im ausgehenden 18. Jahrhundert sollten alle Friedhöfe im inneren Stadtgebiet aufgelassen und die sterblichen Überreste vor die Tore der Stadt gebracht werden. Der frei gewordene Platz wurde zum Marktplatz, dem Augustinermarkt, und im 20. Jahrhundert, nach dem Bau der U-Bahn-Linie U3 (sie verläuft unter dem Markt), zum Rochusmarkt.

Wiener Märkte - Der Rochusmarkt im 3. Wiener Gemeindebezirk
Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche gibt es Marktfahrer und -fahrerin, welche ihre Produkte anbieten.

Ein etwas älteres Video gibt euch einen kleinen Einblick in das Marktgeschehen.

Besser aber, ihr nehmt euch Zeit für einen Besuch, genießt einen Kaffee am Markt und macht euch selbst ein Bild.

Liebe Grüße von den Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

 

Südwind Academy 2016: jetzt anmelden!

Yeeeh, sie ist wieder da! Unter dem Motto „Alternativen für eine gerechte Welt von morgen“ widmet sich die diesjährige Academy von 22. bis 25. September der solidarischen Ökonomie und dem Thema Ernährung global. Dabei werden die vorgetretenen Pfade der kapitalistischen Wirtschaft hinterfragt und Alternativen aufgezeigt, die dem Kauf am freien Markt, also üblichem Weg der Güter- und Dienstleistungsversorgung, entgegentreten und SINNvolles schaffen, anstatt ausschließlich Profit.

Es sind alle herzlich eingeladen daran teilzunehmen, denen globale Themen ein Anliegen sind, die selbst MultiplikatorInnen sein möchten, die mit Freiwilligen arbeiten, die dazu aktiv werden möchten oder es schon sind.

Die Anmeldung ist bis 15. Juli 2016 möglich (begrenzte TeilnehmerInnenzahl!).

Alle Infos (Ort, Programminfos, Anmeldung, Teilnahmegebühr, …) findet ihr unter www.suedwind.at/academy. Für Fragen wendet euch bitte an academy[at]suedwind.at. Was in den letzten Jahren dazu passiert ist, findet ihr ja gesammelt da: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_sudwind-academy/

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Meidlinger Markt.

Woher kommt unser Essen? Vor kurzem haben wir den Viktor Adler Markt im 10. Bezirk besucht. Dieses Mal gibt es für alle Interessierten ein Bild vom Meidlinger Markt.

Im 12. Wiener Gemeindebezirkt liegt der Meidlinger Markt. Gut erreichbar mit U-Bahn und Bus gibt es am Markt Obst, Gemüse, Brote, Wein und vieles mehr zu finden. Für alle, die sich etwas mehr Zeit nehmen, gibt es einen kleinen Park in der Nähe.

Bei den Marktständen ist gut beschrieben woher das Gemüse und das Obst kommt. Sollte einmal ein Täfelchen fehlen, Nachfragen lohnt sich und schafft Gewissheit woher das Essen kommt. Wir wünschen einen guten, gesunden Einkauf und genussvolles Essen.

Wiener Märkte - Meidlinger Markt
Wiener Märkte – Meidlinger Markt

Märkte in deiner Gegend

 

Wie schaut es bei dir aus? Wo befindet sich dein Lieblingsmarkt? Was tut sich in deiner Umgebung? Es gibt seit ein paar Jahren auch immer mehr CSA (Comunity Supported Agriculture) Angebote. Vielleicht findest sich ein solches bei dir in der Umgebung. Oder eine Food-Coop?

Weiterführende Links:

Leckereien der Natur: der Holunder

Vor kurzem haben wir einen Markt vorgestellt, den Viktor-Adler-Markt in Wien. Wenn wir jetzt noch mehr über unsere Nahrungsmittel, ihre Verarbeitung, den Verkauf und ihren den Ursprung wissen wollen, dann müssen wir noch etwas weiter gehen – dieses Mal hinaus in die Natur und hinauf auf die Hügel rund um Wien.

Im Frühling blüht unter anderem der Holunder (Wikipedia: Holdunderblüten) und die weißen Blüten sind gut von weitem zu sehen und zu riechen. Augen und Nasen auf!

Der Holunderstrauch beginnt jetzt, im Mai in vielen Teilen Österreichs zu blühen oder steht bereits in Blüte. Ein paar Rezepte, was ihr mit den Blüten machen könnt, haben wir hier gesammelt. Kurz in eine Suchmaschine getippt oder Freunde und Familie befragt, kommt ihr sicher auf weitere Ideen.

Natur - Holunder
Blick auf einen Holunderstrauch im Vorder- und Wien im Hintergrund

Wir wünschen euch schöne Frühlingstage und gutes Gelingen beim Verarbeiten der Holunderblüten. Achja – klärt auch zuvor ab, ob die Blüten auch gepflückt werden können oder der von euch anvisierte Strauch auf einem privaten Grundstück steht – Nachfragen zahlt sich aus und vielleicht gibt es auch einen guten Deal: Zugang zu Blüten vs. Marmelade. Und ihr lernt neue Leute in eurem Umfeld kennen.

Liebe Grüße von den Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Wiener Viktor-Adler-Markt

Woher kommt unser Gemüse? Wer ist aller an der Aussaat, der Pflege, der Ernte, der Lieferung und dem Verkauf beteiligt?

Immer wieder greifen Südwind Aktivist_innen das Thema Ernährung auf und informieren anhand von tropischen Früchten (siehe Make Fruit Fair Kampagne), Schokolade (Make Chocolate Fair) und zum Beispiel Freihandelsabkommen (TTIP Stoppen, Future Farmer – Aktion) Zusammenhänge zu Fragen der Landwirtschaft, Ernährung und Handel.

Dieses Mal gibt es am Blog praktische Informationen zu Einkaufsmöglichkeiten in Wien. Die Stadt Wien betreut unter dem Titel Wiener Märkte zahlreiche größere Märkte in Wien. Es gibt auch eine App (für iOS und Android), welche über Öffnungszeiten und Marktangebote informiert. Hier kommst du zur Website der Stadt Wien.

Wiener Märkte - App der Stadt Wien
Wiener Märkte – App der Stadt Wien

Ein Photo vom Viktor-Adler Markt im 10. Wiener Gemeindebezirk gibt es von uns als Vorgeschmack dazu.

Wiener Märkte - Viktor-Adler-Markt
Wiener Märkte – Viktor-Adler-Markt

Es gibt aber nicht nur jene Märkte, die unter dem Titel Wiener Märkte zusammengefasst sind, sondern zahlreiche kleinere und größe Märkte. Auf Wikipedia gibt es eine Liste an Märkten in Wien. So zum Beispiel gibt es seit wenigen Jahren den BioMarkt Lange Gasse mit seiner Facebook Seite „BioMarkt-LangeGasse“.

Wo befindet sich dein Lieblingsmarkt? Kommentiere den Eintrag und teile mit uns Infos zu deinen Lieblingsmarkt.

Weiterführende Links:

 

Wir haben es satt! – Wir läuten jetzt die Agrarwende ein und sie wird ein Erfolg werden.

Die Plattform “Wir haben es satt” macht eine Reise in die Zukunft und feiert die österreichische Agrarwende. Und sie wird 2020 bereits der volle Erfolg sein – für Österreich, für Europa und die ganze Welt.

Wie wird es uns 2020 gehen? Wie werden wir uns ernähren? Was wird auf deinem Tisch stehen? Wer wird deine Lebensmittel produzierten? Die Plattform weiß was es braucht und berichtet in der Bauern Post von einer Zukunft nach der Agrarwende (PDF: https://wirhabenessattaustria.files.wordpress.com/2016/02/bauernpost_web.pdf) – und auf diese Zukunft können wir uns freuen.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - Bauern Post
Informationsmaterial der Plattform „Wir haben es satt!“ für die Tagung in Wien
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - Bauern Post
Wie schaut unsere Welt 2020 aus? Nach der Agrarwende: viel besser!

Zurück ins Heute, den 8. Februar 2016 und zurück nach Wien. Die Plattform hat vor dem Austria Center die Agrarwende eingeläutet, denn eine ökologische, nachhaltige und faire Landwirtschaft braucht nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt. Dessen sind sich die Mitglieder der Plattform „Wir haben es satt“ sicher – und Tag für Tag werden es mehr Personen, die erkennen, dass ein besseres Wirtschaften dringend nötig ist.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!
Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!" - IG Milch
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!

Die Mitglieder der Plattform zeigen nicht nur Probleme auf, sie formulieren auch Lösungen: die Ausrichtung der Landwirtschaft an agrarökologischen Prinzipien (festgehalten im ÖPAL – Österreichisches Programm für eine agrarökologische Landwirtschaft), die Abkehr von der Weltmarktorientierung und den Fokus auf die Förderung einer kleinstrukturierten, regional verankerten und vielfältigen Landwirtschaft.

Mit der Agrarwende geht auch eine Neuorientierung in der weltweiten Handelspolitik an zivilgesellschaftlichen Forderungen einher, zugunsten der Handlungsfähigkeit von Ländern des Südens, und demokratischere Strukturen im österreichischen Agrar- und Ernährungssystem werden gefordert.

Agrarwende der Plattform "Wir haben es satt!"
Plattform: Wir haben es satt! – Jetzt wollen wir die Agrarwende!

Wenn ihr euch ebenfalls engagieren wollt, so meldet euch bei der Plattform oder schaut bei einem unserer nächsten AktivistInnen-Treffen in Wien vorbei. Am 13. Februar treffen wir uns wieder im Südwind Büro in Wien in der Laudongasse 40 im 8. Bezirk.

auf bald!
die Wiener Südwind AktivistInnen

 


 

Plattform „Wir haben es satt“
www.wir-haben-es-satt.at

Trägerorganisationen:

Weitere Photos der Aktion am 8. Feber findet ihr hier:

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Zum Ende der Klimakonferenz in Paris gabs eine flashige Aktion von System Change, not Climate Change in Graz!

Weils uns alle betrifft und der eine oder die andere SüdwindIn Teil des kreativen Flashmobs zum Ender des UNO Klimagipfels war, bekommt die System Change, not Climate Change Aktion vom 12.12.15 wieder einen Platz auf dem AktivistInnen Blog.

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„The Paris Agreement is a death sentence for many people. A world with temperature increases more than 3 degrees Celsius is a world where not everyone will survive.“ – Pablo Solón (Ehemaliger Bolivianischer UN Botschafter und Umwelt-Aktivist)

So sehen es auch die Grazer AktivistInnen und haben Merkel, Obama, Faymann und Xi Jinping zu uns geholt, um der Welt das „Geschenk“ Klimaabkommen zu überreichen. Sobald dieses die Erde berührt, brechen viele Aktivisten wie tot zusammen.

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12316358_10204486453392311_8753862426620208811_nFotos © Richard Griletz

 

Das von allen Staaten unterzeichnete Abkommen beinhaltet die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu minimieren (1.5 Grad anzustreben), der Plan das zu hinzubekommen ist NICHT EXISTENT, der Weg zum Plan ist ZU LANGSAM, die REDUKTION von KOHLEKRAFT zu WENIG, und die MENSCHENRECHTE von indigenen Bevölkerungen weder vollends geschützt noch unterstützt.

 1.5 to stay alive

 

Um dort hin zu gelangen, müssen wir aufstehen! Vernetzt auch mit der Initiative System Change, not Climate Change in eurer Stadt: http://systemchange-not-climatechange.at

Und zu gut der Letzt noch ein tolles Video zur Aktion in Graz:

System Change, not Climate Change Demo Graz – Es war ein wunderbar buntes Treiben

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Die Bewegung für Systemwandel „System Change, not Climate Change“ muss nach dem tollen Aktionstag in Graz  nun auch einen Platz  auf der Südwind AktivistInnen Seite bekommen:  SteirerInnen sind heute für einen Systemwandel und Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

Hier ein Einblick in das Geschehen:

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11223632_1056614004359106_6924417973582618238_nPhotos by M. Normand

Als Teil des GLOBAL CLIMATE MARCH haben in Australien gestern 60 000 Menschen demonstriert, heute um die 1500 in Graz und morgen wird Wien das noch topen  :)  2300 Demos und Aktionen in über 150 Ländern werden folgen!

GEMEINSAM können wir eine Klimabewegung erschaffen, die eine grundlegende Kritik an den bestehenden Verhältnissen pflegt und Druck auf unsere RepräsentantInnen im Parlament ausübt.

Wir sind systemrelevant! Power to the people!

Tragt euch für neue Events und Aktionen in den Newsletter ein:
www.eepurl.com/bygetr

Infos am Rande: 

Was passiert, wenn Paris scheitert –> http://science.orf.at/stories/1764942

Der UNO-Gipfel wird LEIDER zu einer einzigen großen Greenwash-Show! Die Eliten reden von vielversprechenden Verhandlungen und wahrscheinlichen Erfolgen (Bsp: http://www.theguardian.com/…/paris-climate-talks-past-failu… )

Abschlussaktion in Graz – Make Chocolate Fair

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten :)

Es ist soweit, die Abschlussaktion zur „Make Chocolate Fair“-Kampagne findet noch dieses Wochenende statt.

„Am Samstag, 7.11. werden wir wieder eine Schokoaktion mit Riesenzeitungen in Graz machen. Die Kampagne ist in der Zielgerade und die Unterschriften werden bald an die ProduzentInnen übergeben – wir möchten zum Abschluss noch einmal viele Menschen in Graz erreichen und laden Euch alle ein mitzumachen!“

Link: http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=261234

Nachdem beim vorherigen Stammtisch aus der Idee einer letzten Schokoaktion eine fixierte Aktion wurde, haben sich gestern noch ein paar AktivistInnen zusammengesetzt, um alles vorzubereiten; es wurde noch mal fleißig gebrainstormt, Facts zur Kakao-Produktion besprochen und die wichtigste Aufgaben  für den Aktionstag aufgeteilt.

Planung_Schoko

Subtext: KOMMT DOCH AM SAMSTAG VORBEI :) Ab 14 Uhr werden wir am Färberplatz in Graz sein. Jede/r ist Willkommen!

 

Jahresrückblick einer Südwind-Aktivistin: ganz und gar ERNÄHRUNGSSOUVERÄN!!

„Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“ (Deklaration des weltweiten Forums für Ernährungssouveränität, die 2007 im Rahmen des Nyéléni-Forums in Mali verabschiedet wurde.)

Das Jahr 2014 war für mich eindeutig das Jahr der Ernärungs-souveräntiät. Als ich im Jänner 2014 anfing gleich ein paar meiner Neujahrsvorsätze umzusetzen – einerseits „dem Supermarkt den Rücken zuzukehren und stattdessen meine Lebensmittel über eine FoodCoop und solidarische Landwirtschaft (CSA) zu beziehen“, und andererseits „mal etwas veganer zu werden“ – war ich schnell und ohne es wirklich zu merken ziemlich tief drinn im Nyéléni Prozess. Dieser erreichte im April mit dem „Jahresrückblick einer Südwind-Aktivistin: ganz und gar ERNÄHRUNGSSOUVERÄN!!“ weiterlesen

Essen.isst.Global – Südwind Academy 2014

Mit dem Thema „Essen.isst.Global“ startete heuer die Südwind Academy in Koppl bei Salzburg. Vom 18. bis 21. September gab es unter anderem Inputs von Johannes Haas (FH Johanneum Graz), Thomas Mohrs (Gastrosoph, PH Linz) und viele angeregte Diskussionen rund um das Thema Ernährung

–> Ausführlicher Artikel über die Süwind Academy 2014

In Kooperation mit FS 1 (Freies Fernsehen Salzburg) hat es auf der Academy einen Videoworkshop gegeben, bei dem alle Teilnehmer selbst Videos gedreht und geschnitten haben.

Folgendes Video zeigt Ergebnisse des Videoworkshops

 

Wer bestimmt, was wir essen? – Vortrag mit Diskussion

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Vortragsabend am 10. 11. 2014 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Graz Nord

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint, als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungssouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen. Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert.

Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Montag, 10. November 2014, 19 Uhr
Stadtbibliothek Graz Nord
Theodor-Körner-Str. 59, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei!
Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Informationen der Stadtbibliothek Graz

Ludwig Rumetshofer ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv und seit 2013 Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg). Mehr unter www.viacampesina.at

Tomaten-Vielfalts-Fest

Verkostung, Vortrag, Austausch:
Samstag 14.09.2013
FORUM STADTPARK, Graz

Wir zelebrieren die Vielfalt samenfester (= sortenrein nachbaubarer) Paradeiser in allen Farben, Größen und Formen. Gemeinsamer Genuss steht an diesem Abend im Vordergrund, doch auch angesichts aktueller rechtlicher Veränderungen auf EU-Ebene betreffend der Möglichkeiten zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Kulturpflanzenvielfalt geht es ebenso um ein Eintreten für Ernährungssouveränität und für ein solidarisches Landwirtschaften und Gärtnern.

Herzlich eingeladen sind alle Tomatenliebhaber_innen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Eintritt frei! Freiwillige Unkostenbeiträge sehr willkommen!

18:00 Vortrag & Gespräch 
über die Kulturgeschichte der Paradeiser sowie über aktuelle Herausforderungen bei der Erhaltung alter „Tomaten-Vielfalts-Fest“ weiterlesen

In der Unterzahl und doch überlegen: Biodiversität besiegt die Monokultur in Graz!

Bei der Straßenaktion am Sa., den 4. Mai, mit der wir den Weltladen-Tag unterstützen, gab es Gegenwind, aber auch viel Rückenwind, später zunehmend Aufwind und natürlich: eine Menge Südwind! Insgesamt war es ein bunter Umzug, der auf die Bedrohung durch Monokultur und Gentechnik aufmerksam machte und ein deutliches Zeichen für mehr Biodiversität setzte.

Wir starteten unsere Aktion in Graz beim Kaiser-Josef-Markt, unterstützt von den großartigen Vento Sul. Dort begannen wir PassantInnen über die Bedeutung von Biodiversität zu informieren und Unterschriften gegen Patente auf Tiere und Pflanzen und gegen gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft zu sammeln. Unsere Aktion fand im Rahmen der Weltladen-Kampagne „öko&fair ernährt mehr“ statt, aber viele BürgerInnen hatten von diesen Themen schon durch die aktuelle Petition von Global2000 und arche noah gehört. So gab es meist eine große Bereitschaft, unsere Forderungen zu unterstüzen. Nur manche PassantInnen und StandlerInnen waren unserem Anliegen, dem Tanz und den Sambarhythmen so sehr aufgeschlossen, dass sie uns gleich wieder wegschicken wollten. Wir mussten aber ohnehin weiter, zum Weltladen Mandellstraße. Danach ging es weiter über den Jakominiplatz, durch die Herrengasse und zum Hauptplatz. Die Monokultur war die ganze Zeit über in der deutlichen Überzahl und bedrohte die Artenvielfalt unablässig. Glücklicherweise konnten die vielfältigeren, gesunderen, widerstandsfähigen, bunteren und lustigeren Pflanzen die gefährlichen Monokulturen im Abschlusstanz bezwingen! Durch ihre 100%ige Gleichheit sind diese einfach anfälliger für alle Arten von Umweltgefahren. Sie sind auch geschwächt, weil durch enormen Pestizid- und Düngemitteleinsatz die Böden langfristig zerstört werden.

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Insgesamt gab es wirklich viel Unterstützung und Begeisterung für unser Anliegen. Vielen Menschen sind Probleme der industriellen Landwirtschaft und die Bedrohung der Saatgutsouveränität durch Patente schon bewusst – wir müssen nur aktiv werden!

Danke an alle, die die Aktion unterstützt haben!