Der trojanische Schuh ist auf Reisen…

und es ging nach Linz!

Von 6. bis 8. Oktober fand in Linz in der Tabakfabrik die Wear Fair +mehr statt. Natürlich waren sowohl Südwind als auch das Südwind-Magazin vor Ort anzutreffen.

und wo Südwind ist, dürfen auch AktivistInnen nicht fehlen!

In den letzten Wochen haben wir uns mit der Change your Shoes-Kampagne beschäftigt. Diese fordert in der aktuellen Petition Schuhmarken und -ketten zu mehr Transparenz in der Produktion auf, um so auch bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Nähere Infos findet ihr auf der Change your Shoes-Homepage.

Recht spontan schafften wir es eine überregionale Aktion zu organisieren:

Die Wiener AktivistInnen haben Schuhschachteln gestaltet, die Informationen zur Kampagne enthielten, Tipps zum Reparieren der Schuhe oder auch Ratschläge für den Schuhkauf.

Die AktivistInnen aus Graz haben den Trojanischen Schuh gebastelt, in dem sich so manches versteckt hat – Schuhe, Schuhschachteln, Petitionslisten…vielleicht sogar eine Arbeiterin?? wer weiß…

Mit Unterstützung aus Salzburg sind wir dann gemeinsam vom Linzer Hauptbahnhof über die Landstraße zur Tabakfabrik gewandert – durch den Schuh haben wir viel Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Zwischen den verschiedensten WahlkämpferInnen haben wir die PassantInnen auf die WearFair eingeladen und sie über die Schuhproduktion informiert.

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Im Anschluss haben wir in der Tabakfabrik weitere Südwinde getroffen und gemeinsam einen netten Nachmittag auf der WearFair verbracht.

Eine Aktion mit AktivistInnen aus mehreren Regionen an einem Ort war ein sehr schönes Erlebnis und werden wir sicherlich wiederholen.
(An der Aktionsvorbereitung waren außerdem viel mehr beteiligt, als auf den Fotos zu sehen sind, jedoch hat eine Krankheitswelle um sich geschlagen – sonst wäre ein noch stärkerer Südwind durch Linz geweht!)

Falls wir euch nicht auf der WearFair oder auf der Landstraße angesprochen haben und ihr trotzdem gerne unterschreiben möchtet, könnt ihr das – hier –  auch online tun.
Helft mit, damit es in eine gute Richtung geht!22256796_1535207963225187_1668409458343457303_o.jpg

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Schuhe, bitte erzählt mir aus eurem Leben.

Schuhkauf: fair produziert und gehandelte Schuhe gesucht

Kennt ihr das? – Ihr braucht mal wieder neue Schuhe und macht euch auf die Suche. Schön sollen sie sein, die richtige Größe haben und natürlich sollten die Schuhe auch fair produziert und gehandelt worden sein. Ihr wisst um die leider oft schrecklichen Produktionsbedingungen in vielen Ländern Bescheid und habt bereits gelesen, dass die manchmal gesundheitsgefährliche Arbeit von unterbezahlten ArbeiterInnen verrichtet wird. Euer nächstes Paar soll daher ein faires sein. Nur, wie kommt ihr zum gesuchten Paar?

Im Zuge der Kampagne Change your Shoes galt die Aufmerksamkeit den täglichen Beschützern unserer Füße – unseren Schuhen:

KonsumentInnen haben das Recht zu wissen, ob Ausbeutung und Gift an ihren Schuhen kleben. Am Schuh oder auf der Schuhverpackung ist die Suche nach diesen Informationen vergeblich. Dieser Mangel an Transparenz macht es schwierig, sich als KonsumentIn bewusst für Schuhe zu entschieden, die fair und nachhaltig produziert wurden. (Quelle: https://www.suedwind.at/handeln/shopping-guides/)

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Es gilt beim Kauf viele Kriterien zu berücksichtigen:

  • Welches Material wird verwendet?
  • Wie werden die Materialien erzeugt?
  • Wie werden Materialien verarbeitet?
  • Ist der Schuh reparierbar?
  • Wie lange halten die Schuhe?
  • Wie kann der Schuh gepflegt werden?
  • … und klarerweise: zu welchen Anlässen tragbar, mit welchen Kleidungsstücken kombinierbar
  • … ihr kennt die Liste

Die nachfolgenden Links helfen euch hoffentlich dabei die richtigen Schuhe zu finden und geben euch Auskunft über die vielen Ergebnisse der Change Your Shoes Kampagne.

 

 

Bei allen Hinweise und Tipps am Blog gilt wie immer: nach bestem Wissen und Gewissen. Haltet euch am Laufenden und erkundigt euch im Internet, in eurem Umfeld und im Fachhandel über die Produktionsbedingungen.

Liebe Grüße und viel Freude mit euren Schuhen!
die Wiener Südwind AktivistInnen

Die Kleidertauschparty von SCNCC und den Südwind-Aktivistinnen – Ein voller Erfolg

Am 18. März war es wieder so weit.

Die steirischen Südwindaktivistinnen veranstalteten im Spektral erneut eine Kleidertauschparty – allerdings dieses Mal mit Unterstützung von den Aktivistinnen von System Change not Climate Change!

Im Vorfeld wurde gebastelte, getüftelt und gedumpstert – diese Lebensmittel wurden dann gemeinsam zu einem sehr umfassenden veganen Buffet verkocht – von Eintopf, Spaghetti, Salaten und veganen Kuchen war für alle Gäste was dabei!

Die Kleidertauschparty selbst war super besucht, zwischen 300 und 400 tauschwütige Gäste konnten sich an den Teilen anderer erfreuen und sich neu einkleiden (ohne dabei Ressourcen zu verschwenden)- das Angebot war bei so vielen Gästen natürlich riesig – dieses Mal kamen auch Männer und Kinder nicht zu kurz.

Auch SUSY – die Botschafterin für Solidarisches Wirtschaften – fand die Zeit, uns in Graz kurz zu besuchen – bei ihrem straffen Terminkalender natürlich eine große Freude. ;)

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Das Wenige, das übrigblieb ging an Offline-Retail und an den Flüchtlingskonvoi.

Wir danken unseren Gästen und den Leuten von SCNCC für den tollen Nachmittag und freuen uns weitere coole Aktionen !!

Change your shoes

Am 5. Oktober war es endlich wieder so weit, die SüdwindAktivistinnen tauchten aus der Sommerpause wieder auf. Thema war die Schuhproduktion und die entstandene App: Change your shoes. Diese App ist mit einem Schrittzähler versehen. Mit den gesammelten Schritten soll die Distanz zwischen Wien und Brüssel zurückgelegt werden. Diese Gehleistung soll dann zeigen, wie wichtig den Menschen die Schuhproduktion und ihre Bedingungen sind. Um hier Unterstützung zu zeigen, wird eine Infostand und eine kleine Wanderung am 17.10. stattfinden. Der Infostand wird vom „ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund)“ organisiert und Treffpunkt für die Wanderung ist 11:30 bei der Annasäule.

P.S.: Link zur App: http://changeyourshoes.cantat.com/

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Let´s Change our Shoes – GrazerInnen sammeln Schritte

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Wie ihr fleißigen Blog-LeserInnen ja schon wisst, gibt es im Zuge der Clean Cl0thes Kampagne eine ziemlich coole App, um die Change Your Shoes Initiative zu unterstützen (http://www.cleanclothes.at/schuhe/) – mit Hilfe dieser App können Schritte gesammelt werden, um gemeinsam einen virtuellen Marsch nach Brüssel zu bestreiten! Es bietet einen einfachen Weg, um der Forderung nach mehr Information über die Produktionsbedingungen der in Österreich verkauften Schuhe, Ausdruck zu verleihen.

Eine kleine feine Truppe von Grazer Aktivistinnen und Aktivisten machte sich somit voller Tatendrang auf den Weg, um schon mal ein paar Schritte zu sammeln. Hier ein Erfahrungsbericht:

„Unsere kleine (sportliche) Gruppe fuhr am Sonntag, 27.09.2015 mit dem Fahrrad nach Mariatrost bei Graz. Bevor unser Rundgang durch die Rettenbachklamm startete, sprachen wir über die Hauptprobleme in der Schuhindustrie. „Darüber wissen wir eigentlich nicht viel“ war unsere einstimmige Meinung. Dann erkannten wir allerdings einige Parallelen zu den prekären Arbeitsbedingungen in der der Bekleidungsindustrie. Zusätzlich spielt die Lederverarbeitung eine zentrale Rolle in der Schuhproduktion. Während wir uns dann auf den Weg durch die Klamm machten, tauschten wir uns darüber aus wo man fair produzierte Schuhe in Graz bekommt und wo man sich informieren kann. Gleichzeitig hatten wir die App „Change Your Shoes“ eingeschalten und sammelten Schritte für den Virtual March nach Brüssel. Weiter ging’s dann Richtung Einkehr und Stärkung – Essen, zu Fuß gehen und frische Luft, das verträgt sich sehr gut!“

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Wer selbst ein Smartphone besitzt, am Besten gleich mal runterladen und natürlich befreundeten, bekannten und verwandten SmartphonebesitzerInnen empfehlen ;)

–> http://changeyourshoes.cantat.com/

Let´s Change our Shoes!!!

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Die Aktion war voi fürn Hugo!!!

Die erste Aktion der neuen AktivistInnengruppe in Salzburg:

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Am 12. März veröffentlichte Hugo Boss seinen Unternehmenserfolg. In vielen Fabriken (in Bulgarien, Rumänien und Türkei) in denen Hugo Boss seine Kleidung fertigen lässt und in denen vorwiegend Frauen arbeiten, reichen die Löhne meist kaum für das Überleben aus. Die ArbeiterInnen arbeiten den ganzen Tag und haben doch nicht genug Geld für das Notwendigste.

Im Zuge der Clean Clothes Kampagne haben wir in Salzburg vor dem Hugo Boss Store in der Innenstadt erfolgreich unsere erste Aktion durchgeführt :-)
HURRA !!!!!

Die Salzburger Nachrichten berichtete auf ihrer Website.

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Rund die Hälfte der gesamten Hugo Boss Produkte werden in osteuropäischen und türkischen Fabriken hergestellt. Der CCK-Bericht „Im Stich gelassen“ (2014) zeigt, dass in der gesamten Region die Differenz zwischen dem ausbezahlten Lohn und einem Existenzlohn extrem groß ist. Auch bei Hugo Boss Lieferanten wurde diese Rechercheanalyse bestätigt. Die meisten ArbeiterInnen verdienen Löhne unter der nationalen Armutsgrenze. Für den Bericht wurden TextilarbeiterInnen bei einem Hugo Boss Lieferanten in der Türkei interviewt. Sie verdienten zum Zeitpunkt der Recherche durchschnittlich 326 Euro pro Monat – Überstunden und Zuschläge inbegriffen. Die nationale Armutsgrenze lag zu diesem Zeitpunkt bei 401 Euro pro Monat, ein minimaler Existenzlohn bei 890 Euro pro Monat.

Bettina Musiolek von der Clean Clothes Campaign Deutschland betont: „‚Made in Europe‘ sollte dafür stehen, dass Arbeiterinnen und Arbeiter der Armut entkommen können und keine Angst haben müssen, einer Gewerkschaft beizutreten. Doch das Gegenteil ist der Fall“, und sie fordert weiter: „Vom ‚Erfolgskurs‘ von Hugo Boss sollen auch die Arbeiterinnen und Arbeiter profitieren, immerhin ist existenzsichernder Lohn ein Menschenrecht, das den Näherinnen und Nähern von Hugo Boss-Bekleidung verwehrt wird.“

Hintergrundinformationen:

 

Weitere Fotos von der Aktion:

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Südwind am MOVE-Festival in Graz

Bereits zum 6. Mal fand Anfang Juli in Graz das „MOVE Festival – Das Festival für Ethik, Diskurs, Kunst & Musik“ im und ums Forum Statdtpark statt.

Neben zahlreichen musikalischen und kulturellen Angeboten (Konzerte, Vorträge, Vorfühungen Workshops)  fanden sich auch viele interessante NGO´s im Park ein, welche dort mit den interessierten und offenen Festivalbesucherinnen in Kontakt traten.

Auch Südwind war dabei und konnte bei gutem Wetter und entspannter Stimmung zahlreiche Unterschriften für die Clean Clothes und  die Make Chocolate Fair!-Kampagnen, aber auch für die Initiative „Nosso Jogo“ gewinnen und viele Menschen zu diesen Themen sensibilisieren.

Viele interessante Unterhaltungen (warum auch Veganerinnen für eine faire Kakaoproduktion eintreten –  es geht ja doch um die Arbeitsbedingungen für die Bauern!) und eine Diskussion zum TTIP mit Manu Wutte von Südwind, sowie die gemütliche Atmosphäre und das tolle Rahmenprogramm trugen zu einer seiner guten Möglichkeit bei, Südwind in der Öffentlichkeit zu präsentieren, wenn möglich, wollen wir auch im nächsten Jahr bei diesem gelungenen und offenen Fest dabei sein!

 

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Mehr zum MOVE-Festival auf:

http://www.move-festival.org/

 

 

Straßenaktion in Innsbruck zum Thema „Existenzlohn“

Am 23. Oktober haben die AktivistInnen in Innsbruck eine Straßenaktion zu der Aktionswoche „Living Wage“ gemacht.
Gefordert wird ein Existenzlohn in Asien, der die lebensnotwendigen Ausgaben eines_einer TextilarbeiterIn, sichert. Jede_r der_die arbeitet muss in der Lage sein, sich und seine_ihre Familie zu versorgen.

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Die weißen Schilder, die die AktivistInnen getragen haben, haben darauf hingewiesen, dass nur ca. 1% des Kaufpreises eines Kleidungsstücks an die NäherInnen geht.
Insgesamt wurde für die Petition der Clean Clothes Campaign (http://www.cleanclothes.at/de/urgent-actions/existenzlohn/) über 50 Unterschriften gesammelt und die Innsbrucker Bevölkerung für das Thema sensibilisiert.

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Mahnwache in Linz

Mahnwache in Linz

Auch in Linz wurde ein Zeichen gesetzt um auf den Fabriksbrand in Bangladesh, bei dem 112 ArbeiterInnen ums Leben kamen, aufmerksam zu machen. Am 10. Dezember 2012, dem internationalen Tag der Menschenrechte, versammelten sich AktivistInnen vor dem C&A in der Mozartstraße. Kerzen wurden in der Form der Zahl 112 aufgestellt um der Opfer zu gedenken und PassantInnen an den Vorfall zu erinnern, der zeigt, dass wieder einmal ArbeiterInnen den Preis für unsere billige Kleidung bezahlen mussten.

Hier der Link zu den Oberösterreichischen Nachrichten, die erfreulicherweise die Aktion mitverfolgten und filmten:

http://www.nachrichten.at/nachrichten/videos/Mahnwache-fuer-verbrannte-Naeherinnen%3bsts11308%2c3888

Überregionales Treffen in Schöder bei Murau

Überregionales Aktivsten und Aktivistinnen Treffen in Schöder bei Murau

Vom 23. bis zum 25. November haben wir uns in Schöder bei Murau getroffen. Wir haben uns vernetzt, neue Personen kennengelernt und uns auch über vergangene und geplante Aktivitäten in den verschiedenen Bundesländern informiert. Schwerpunktthema der Veranstaltungstage waren die fürchterlichen Brände und Hunderten Toten in mehreren asiatischen Bekleidungsfabriken. Südwind ist aktuell vorallem im Rahmen der Clean Cloth Kampagne aktiv und fordert von den Verursachern der Katastrophen Verantwortung und Wiedergutmachung ein.

Hier ein Link zu einer Urgent Action zu dem Thema: http://www.cleanclothes.at/de/urgent-actions/

Hintergrundinfos:

Es wird wieder überregionale Treffen geben. Wenn du Lust hast, beim nächsten Mal dabei zu sein, dann wende dich an deine Regionalgruppe. Wir freuen uns auf dein Interesse.

Liebe Grüße

Südwind Aktivisten und Aktivistinnen