Filmtipp: Bauer unser

Wir beschäftigen uns immer wieder mit den Themen Ernährungssouveränität, Agrarsystemen und (regionalem und globalem) Handel. Vor kurzem ist Bauer unser in den Kinos angelaufen. Robert Schabus (http://www.filmers.at/fs/biographie.html) führte Regie und er beschäftigte sich mit seinem Team mit dem Agrarsystem, industriellen Produktionsmantras und somit auch uns, als Gesellschaft. Ihr findet hier den Trailer zum Film:

 

Liebe Grüße von den Wiener Südwind AktivistInnen

 


Zum Film

Der Dokumentarfilm zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.
Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel.
BAUER UNSER ist ein sehenswerter Film, der zeigt, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Es sind keine rosigen Bilder, und doch gibt es Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Vorarlberger Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Weinviertler Bio-Schafzüchterin Maria Vogt händisch Schafe melkt und frohlockt, Hey, es geht ja auch ganz anders!
BAUER UNSER ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

Regie: Robert Schabus / Drehbuch: Robert Schabus / Kamera: Lukas Gnaiger / Schnitt: Paul Michael Sedlacek, Robert Schabus / Musik: Andreas Frei / Ton: Bernhard Maisch, Andreas Frei, Bertram Knappitsch / Produktion: Allegro Film / Produzenten: Helmut Grasser

Österreich/Belgien/Frankreich 2016 / 92 Minuten

(Quelle: https://www.filmladen.at/bauer.unser#zumfilm)

 


Links zum Film:

 

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System Change, not Climate Change Demo Graz – Es war ein wunderbar buntes Treiben

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Die Bewegung für Systemwandel „System Change, not Climate Change“ muss nach dem tollen Aktionstag in Graz  nun auch einen Platz  auf der Südwind AktivistInnen Seite bekommen:  SteirerInnen sind heute für einen Systemwandel und Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

Hier ein Einblick in das Geschehen:

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11223632_1056614004359106_6924417973582618238_nPhotos by M. Normand

Als Teil des GLOBAL CLIMATE MARCH haben in Australien gestern 60 000 Menschen demonstriert, heute um die 1500 in Graz und morgen wird Wien das noch topen  :)  2300 Demos und Aktionen in über 150 Ländern werden folgen!

GEMEINSAM können wir eine Klimabewegung erschaffen, die eine grundlegende Kritik an den bestehenden Verhältnissen pflegt und Druck auf unsere RepräsentantInnen im Parlament ausübt.

Wir sind systemrelevant! Power to the people!

Tragt euch für neue Events und Aktionen in den Newsletter ein:
www.eepurl.com/bygetr

Infos am Rande: 

Was passiert, wenn Paris scheitert –> http://science.orf.at/stories/1764942

Der UNO-Gipfel wird LEIDER zu einer einzigen großen Greenwash-Show! Die Eliten reden von vielversprechenden Verhandlungen und wahrscheinlichen Erfolgen (Bsp: http://www.theguardian.com/…/paris-climate-talks-past-failu… )

Wer bestimmt, was wir essen? – Vortrag mit Diskussion

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Vortragsabend am 10. 11. 2014 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Graz Nord

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint, als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungssouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen. Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert.

Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Montag, 10. November 2014, 19 Uhr
Stadtbibliothek Graz Nord
Theodor-Körner-Str. 59, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei!
Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Informationen der Stadtbibliothek Graz

Ludwig Rumetshofer ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv und seit 2013 Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg). Mehr unter www.viacampesina.at

In der Unterzahl und doch überlegen: Biodiversität besiegt die Monokultur in Graz!

Bei der Straßenaktion am Sa., den 4. Mai, mit der wir den Weltladen-Tag unterstützen, gab es Gegenwind, aber auch viel Rückenwind, später zunehmend Aufwind und natürlich: eine Menge Südwind! Insgesamt war es ein bunter Umzug, der auf die Bedrohung durch Monokultur und Gentechnik aufmerksam machte und ein deutliches Zeichen für mehr Biodiversität setzte.

Wir starteten unsere Aktion in Graz beim Kaiser-Josef-Markt, unterstützt von den großartigen Vento Sul. Dort begannen wir PassantInnen über die Bedeutung von Biodiversität zu informieren und Unterschriften gegen Patente auf Tiere und Pflanzen und gegen gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft zu sammeln. Unsere Aktion fand im Rahmen der Weltladen-Kampagne „öko&fair ernährt mehr“ statt, aber viele BürgerInnen hatten von diesen Themen schon durch die aktuelle Petition von Global2000 und arche noah gehört. So gab es meist eine große Bereitschaft, unsere Forderungen zu unterstüzen. Nur manche PassantInnen und StandlerInnen waren unserem Anliegen, dem Tanz und den Sambarhythmen so sehr aufgeschlossen, dass sie uns gleich wieder wegschicken wollten. Wir mussten aber ohnehin weiter, zum Weltladen Mandellstraße. Danach ging es weiter über den Jakominiplatz, durch die Herrengasse und zum Hauptplatz. Die Monokultur war die ganze Zeit über in der deutlichen Überzahl und bedrohte die Artenvielfalt unablässig. Glücklicherweise konnten die vielfältigeren, gesunderen, widerstandsfähigen, bunteren und lustigeren Pflanzen die gefährlichen Monokulturen im Abschlusstanz bezwingen! Durch ihre 100%ige Gleichheit sind diese einfach anfälliger für alle Arten von Umweltgefahren. Sie sind auch geschwächt, weil durch enormen Pestizid- und Düngemitteleinsatz die Böden langfristig zerstört werden.

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Insgesamt gab es wirklich viel Unterstützung und Begeisterung für unser Anliegen. Vielen Menschen sind Probleme der industriellen Landwirtschaft und die Bedrohung der Saatgutsouveränität durch Patente schon bewusst – wir müssen nur aktiv werden!

Danke an alle, die die Aktion unterstützt haben!