Die Aktion war voi fürn Hugo!!!

Die erste Aktion der neuen AktivistInnengruppe in Salzburg:

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Am 12. März veröffentlichte Hugo Boss seinen Unternehmenserfolg. In vielen Fabriken (in Bulgarien, Rumänien und Türkei) in denen Hugo Boss seine Kleidung fertigen lässt und in denen vorwiegend Frauen arbeiten, reichen die Löhne meist kaum für das Überleben aus. Die ArbeiterInnen arbeiten den ganzen Tag und haben doch nicht genug Geld für das Notwendigste.

Im Zuge der Clean Clothes Kampagne haben wir in Salzburg vor dem Hugo Boss Store in der Innenstadt erfolgreich unsere erste Aktion durchgeführt :-)
HURRA !!!!!

Die Salzburger Nachrichten berichtete auf ihrer Website.

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Rund die Hälfte der gesamten Hugo Boss Produkte werden in osteuropäischen und türkischen Fabriken hergestellt. Der CCK-Bericht „Im Stich gelassen“ (2014) zeigt, dass in der gesamten Region die Differenz zwischen dem ausbezahlten Lohn und einem Existenzlohn extrem groß ist. Auch bei Hugo Boss Lieferanten wurde diese Rechercheanalyse bestätigt. Die meisten ArbeiterInnen verdienen Löhne unter der nationalen Armutsgrenze. Für den Bericht wurden TextilarbeiterInnen bei einem Hugo Boss Lieferanten in der Türkei interviewt. Sie verdienten zum Zeitpunkt der Recherche durchschnittlich 326 Euro pro Monat – Überstunden und Zuschläge inbegriffen. Die nationale Armutsgrenze lag zu diesem Zeitpunkt bei 401 Euro pro Monat, ein minimaler Existenzlohn bei 890 Euro pro Monat.

Bettina Musiolek von der Clean Clothes Campaign Deutschland betont: „‚Made in Europe‘ sollte dafür stehen, dass Arbeiterinnen und Arbeiter der Armut entkommen können und keine Angst haben müssen, einer Gewerkschaft beizutreten. Doch das Gegenteil ist der Fall“, und sie fordert weiter: „Vom ‚Erfolgskurs‘ von Hugo Boss sollen auch die Arbeiterinnen und Arbeiter profitieren, immerhin ist existenzsichernder Lohn ein Menschenrecht, das den Näherinnen und Nähern von Hugo Boss-Bekleidung verwehrt wird.“

Hintergrundinformationen:

 

Weitere Fotos von der Aktion:

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Essen.isst.Global – Südwind Academy 2014

Mit dem Thema „Essen.isst.Global“ startete heuer die Südwind Academy in Koppl bei Salzburg. Vom 18. bis 21. September gab es unter anderem Inputs von Johannes Haas (FH Johanneum Graz), Thomas Mohrs (Gastrosoph, PH Linz) und viele angeregte Diskussionen rund um das Thema Ernährung

–> Ausführlicher Artikel über die Süwind Academy 2014

In Kooperation mit FS 1 (Freies Fernsehen Salzburg) hat es auf der Academy einen Videoworkshop gegeben, bei dem alle Teilnehmer selbst Videos gedreht und geschnitten haben.

Folgendes Video zeigt Ergebnisse des Videoworkshops

 

Wer bestimmt, was wir essen? – Vortrag mit Diskussion

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Vortragsabend am 10. 11. 2014 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Graz Nord

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint, als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungssouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen. Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert.

Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Montag, 10. November 2014, 19 Uhr
Stadtbibliothek Graz Nord
Theodor-Körner-Str. 59, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei!
Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Informationen der Stadtbibliothek Graz

Ludwig Rumetshofer ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv und seit 2013 Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg). Mehr unter www.viacampesina.at

Aktivismusbericht 2013 online

Der erste umfassende Bericht über Aktivismus bei Südwind ist verfügbar!

Die Zusammenschau wurde von AktivistInnen in den Regionen gemeinsam erstellt und beschreibt die Aktivitäten und zentrale Themen für den Zeitraum Herbst 2012 bis Ende 2013. Insgesamt wurden unglaubliche 41 Aktionen im öffentlichen Raum und 30 weitere regionale und überregionale Treffen durchgeführt, sowie 7 weitere Aktivitäten umgesetzt!
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