Saisonarbeit: Wie ist die Lage in Österreich? Wer steht hier am Feld?

Sie schmecken gut, die Erdbeeren. Auch die Tomaten. Der Wein.

Bevor die Kostbarkeiten bei uns am Tisch landen, gehen sie durch viele Hände – stärkere und schwächere. Das Sezionieri-Team schaut genau hin und wird am 28. Mai in Wien einen Infoabend für Leute, die in / um Wien Sezionieri unterstützen wollen organisieren.

Wir, die Südwind AktivistInnen sind morgen Samstag am Südwind Straßenfest und sind auch wieder aktiv und werden zu Projekte, Kampagnen und nächsten Aktionen informieren.

Bis bald,

die Wiener Südwind AktivistInnen

 

 

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Arbeitskampf im Erdbeerland: Willkommen bei der Sezonieri-Kampagne!

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Spargel stechen, Erdbeeren pflücken, Trauben lesen: Bezahlung weit unter Kollektivvertrag, unfassbar lange Arbeitszeiten, inadäquate Unterkünfte stehen auf der Tagesordnung. Und ob es in der Folgesaison den Job wieder gibt, ist ungewiss. Doch (temporäre) Migrant*innen aus Süd- und Osteuropa, mit und ohne EU-Pass, sind vielfach auf diese Jobs angewiesen.

Was tun?
Arbeitskämpfe unterstützen, Wissen über Arbeitsrechte verbreiten: Aktiv werden bei der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntehelfer*innen! Du willst bei Feldaktionen mitmachen, gewerkschaftliche Arbeit kennenlernen? Dann sei dabei! Wir gehen auf Felder, verteilen Folder in verschiedenen Sprachen … und stolpern auch mal über unsere Sprachendefizite.

Was wir dabei lernen und 2018 planen, erzählen wir beim Infoabend. Wie und wann du gleich mal mitmachen kannst, weißt du anschließend auch.

Infoabend:
+ Feldaktionen – Ablauf, Do’s & Don’ts und Mitmachmöglichkeiten
+ Basics zu den Rechten von Erntearbeiter*innen
+ die üblichen Rechteverletzungen und Arbeitsbedingungen
+ was die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) tut und tun kann, was Aktivist*innen in der Sezonieri-Kampagne machen (können)

Mehr Infos:
Amerlinghaus:
http://www.amerlinghaus.at/OeffentlicheVeranstaltungen.htm#28052018
Sezonieri-Kampagne: www.sezonieri.at

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Wann: Montag, 28. Mai 2018 ab 19:00 Uhr
Wo: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (Raum: Galerie)
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ÜRAT 2017 in Vöcklabruck – gegessen wird um 18:00 Uhr!

Meine erste wirkliche Berührung mit den Südwind AktivistInnen fand gleich sehr intensiv am heurigen ÜRAT (Überregionalen AktivistInnen Treffen) in Vöcklabruck statt. Über eine Freundin habe ich von dem Wochenende erfahren und wollte es mir nicht entgehen lassen. Am Programm standen die Aktionswerkstatt, Vernetzung und Erfahrungsaustausch, ein fundierter Input zu der Make Fruits Fair Kampagne von Südwind und ein Reisebericht zum Thema Palmöl.

Freitag zu Mittag kamen wir im Seminarhaus an und aßen zugleich alle gemeinsam erst einmal Mittag. Sehr schnell wurde uns bewusst, dass die Essenszeiten für die Angestellten sehr sehr wichtig waren und sehr sehr genau eingehalten werden mussten – eine irritierendes und doch verbindendes Nebenthema, das uns die nächsten zwei Tage begleiten sollte. Wichtiger als die Essenszeiten, obgleich auch die Pausen und die tollen Gespräche am Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch für uns eine Bereicherung waren, war uns als ÜRAT TeilnehmerInnen jedoch der Inhalt des Treffens an sich. Am Freitag starteten wir gleich noch mit dem Kennenlernen durch, bekamen einen Einblick in die Machenschaften der AktivistInnengruppen in Wien, der Steiermark und Oberösterreich und Vertieften uns in unseren eigenen Erfahrungen mit dem Südwind Aktivismus. Die TeilnehmerInnengruppe war ein bunter Haufen aus langjährigen AktivistInnen, hauptamtlichen Südwind Angestellten, Neu-AktivistInnen und Interessierten. Jede/r war willkommen und jede/r brachte seinen ganz besonderen Input für das arbeitsreiche Wochenende mit.

In den folgenden zwei Tagen (Samstag und Sonntag) wurde getüftelt wie man neue Leute für Aktivismus begeistern kann, es wurden Aktionsthemen gesucht die uns fesseln, Aktionen geplant, Planungen ausgearbeitet, es wurde über Faire Früchte und Fair Trade diskutiert, Palmöl durch die verbale Presse genommen, es wurde gelacht und gequatscht, Kaffee getrunken und – nicht zu vergessen – um 18 Uhr wurde gegessen! (Außerdem wurden Kärtchen aussortiert … aber das nur so am Rande). Kurz gesagt, wir waren produktiv, tauschten uns aus, bereicherten uns gegenseitig und lernten dazu.

Die Abende verbrachten wir in einer angenehmen Runde miteinander, für den Samstag reservierten wir uns einen Tisch im Ort, um gemeinsam, abseits des Arbeitsklima, miteinander zu feiern.

Es war mein erstes Wochenende, an dem ich mich so richtig mit der Arbeit und den Aktionen der Südwind AktivistInnen auseinandergesetzt habe und ich denke, es hätte nicht besser sein können. Abgesehen von den Essenszeiten, wofür von uns keiner was konnte, waren die knappen drei Tage super durchgeplant, sehr offen gestalten, demokratisch umgesetzt, frei verlebt. Und der Spaß kam nicht zu kurz! Danke an dieser Stelle auch an David, der mit seiner scheinbar unerschütterlichen Ruhe und strukturierten Gelassenheit  für uns alle einen Rahmen geschaffen und organisiert hat, in dem das heurige ÜRAT zum Erfolg für uns alle werden konnte.

 

 

Südwind Themenabend und Aktivismus Stammtisch: wir basteln gemeinsam

Die Wiener Südwind Aktivistinnen und Aktivisten laden zum „Guerilla-Bastel-Abend“ ein.

eine erfolgreiche Straßenaktion :)
Südwind Aktivistinnen und Aktivisten bei einer Straßenaktion im Herbst 2016

 

Südwind AktivistInnen basteln eine gerechte Welt!

Datum: Montag, 13. Februar um 19:30
Ort: im Südwind-Büro, 8. Bezirk, Laudongasse 40, Wien

 

Die Einladung geht an alle, die wissen wollen, was es da draußen alles für guerilla-aktionsmäßige Möglichkeiten gibt und wir wollen gemeinsam ins Tun (Basteln) kommen.

Alle dürfen sich ihre Kunstwerk mit nach Hause nehmen. Wir werden eine „Spielwiese“ an Materialien (Taschen, ev. T-Shirts, Kartons, Scheren, Stifte, Stofffarben etc.) zur Verfügung stelllen.

Anregung: Nimm dein (altes) T-Shirt mit und gestalte es mit uns neu!

Damit wir uns gut vorbereiten können, bitten wir um kurze Anmeldung „Ich bin dabei!“ an aktivismus.wien@suedwind.at. Für alle Schnellentschlossenen – es wird Platz für alle geben.

Liebe Grüße und auf bald
die Wiener Südwind Aktivistinnen und Aktivisten

Live von der Academy: Tag 1 – Wie alles begann

Die TeilnehmerInnen der Südwind Academy 2016 halten euch mit täglichen Berichten aus dem Yspertal am Laufenden! Diesmal: René Neuberger.

„Nächster Halt Ybbs an der Donau“, ertönte es aus den Lautsprechern des Regionalzuges in Richtung Amstetten. Momente später fanden sich bereits neun Personen auf der Bushaltestelle vor dem Bahnhof wieder, welche sich gegenseitig begrüßten (weil sie sich schon von früheren Aktionen kannten) oder vorsichtige die Sätze „geht´s ihr/du auch zu der Südwind Academy….“ formulierten. Nach einer lustigen Busfahrt und einer beinahe verschlafenen Haltestelle ging es auch schon nach Ysper ins Landhotel weiter. Kurzes zimmerbeziehen et voila stand man/frau bereits im Seminarraum und wurde von den SüdwindmitarbeiterInnen herzlich willkommen geheißen.
Als dann alle versammelt waren startete das Seminar auch schon mit einer kurzen organisatorischen Erklärung und der Einführung in die Strukturen und „Machenschaften ;) “ des Südwinds.

Organisatorisches und Administratives erfordert natürlich einen Ausgleich mit Spaß und daher wurde postwendend mit einer spielerischen Vorstellungsrunde und allerhand lustiger Spiele (Einschätzung der Weltbevölkerung und der globalen Verteilung von Kapital auf die Kontinente) entgegengesteuert.
Viel Spaß macht hungrig und müde. Da kommt natürlich eine Kaffeepause mit Kuchen und Obst genau richtig. Zum Glück fand sie darauf auch statt.
Gesättigt und gestärkt brauchte es dann noch ein Aktivierungsspiel bei der wir alle das Wort „Bitte“ mal wieder so richtig zu schätzen lernten.
Anhand eines Kartenspiels wurde unser Horizont ordentlich auf die Probe gestellt und erweitert. Man sollte am besten immer alles hinterfragen was man sieht, insbesondere Mercatorprojektionen…  Zum Glück hilft einem da ja eine Petersche Karte aus und rückt einem/r die Welt wieder ins Lot. Sollte mich mal jemand fragen wie globales Lernen funktioniert, dann würde ich mit „genau so“ antworten.  Nun blicke ich einem köstlichem Abendmahl sowie einem interessantem Spiel namens Barnga entgegen, ich bin hungrig und gespannt. Man liest sich wieder morgen. Mahlzeit.

CETA stoppen: Aktion am Ballhausplatz

Am Dienstag, den 31. Mai 2016, haben sich am Vormittag vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien Aktivist*innen vom Bündnis TTIP Stoppen versammelt.

Das Bündnis wird von Attac, Global 2000, ÖBV-Via Campesina-Austria, Pro-Ge und Südwind getragen und hat am Ballhausplatz seinen Widerstand gegen das neoliberale Handelsabkommen CETA artikuliert. Die Teilnehmer*innen haben über die negativen Aspekte des Abkommens informiert. In naher Zukunft wird sich die österreichische Bundesregierung über die österreichische Positionierung auf EU-Ebene im Bezug zu den TTIP- und CETA-Verhandlungen aussprechen.

CETA Stoppen
CETA Stoppen: https://www.global2000.at/ceta-wollen-wir-nicht

Wenn ihr mehr Informationen wollt oder den Widerstand unterstützen möchtet, schaut auf: http://www.ttip-stoppen.at/ und https://www.global2000.at/ceta-wollen-wir-nicht

 

CETA Aktion gestern … Make Fruit Fair Aktion morgen …

Die Wiener Aktivist*innen haben die Südwind Flagge am Ballhausplatz hochgehalten. Wenn du auch einmal bei einer Aktion dabei sein willst, so melde dich bei uns oder schau einfach zum nächsten Stammtisch. Der nächste Stammtisch in Wien findet bereits am 13. Juni um 19 Uhr im Südwind Büro in der Laudongasse 40 statt. Weiter unten siehst du die Ankündigung mit einer Beschreibung, was dich am 13. Juni erwarten wird.

Liebe Grüße und vielleicht auf bald bei einem unserer Stammtische
(Kontaktadressen aus allen Regionen: https://suedwindaktivistinnen.org/kontakt/)

 


Ort: Südwind Wien, Laudongasse 40, 1080 Wien
Zeit: Montag, 13. Juni 2016, 19.00 Uhr

Wir haben die spontane und besondere Gelegenheit genutzt und drei AktivistInnen der Bananengewerkschaft ASTAC aus Ecuador zu unserem Stammtisch eingeladen. Das Schöne daran ist, dass wir nicht nur interessante und hautnahe Einblicke in die Arbeit der AktivistInnen in den Bananenplantagen in Ecuador bekommen, sondern uns auch gleich daran machen können, uns zu solidarisieren und das Gehörte in eine Aktion umzusetzen.

Den 2. Teil des Abends werden wir daher der Akionsplanung widmen. Wir haben ja schon im Rahmen der Make Fruit Fair Kampagne eine Fotoaktion entwickelt, die wir noch ausbauen können.  Es wird auch der Raum dafür da sein, neue Ideen einzubringen!

 

Südwind Straßenfast 2016 und Make Fruit Fair

„Feiern wir gemeinsam den vielfältigen Einsatz aller Menschen, die sich für eine bessere Welt engagieren!“ – Am Samstag, den 21. Mai 2016, fand bei Sonnenschein und ausgezeichneter Stimmung das Südwind Straßenfest statt.

Seit 32 Jahren feiert Südwind einmal im Jahr gemeinsam mit einer Vielzahl entwicklungspolitischer Organisationen in Wien das Straßenfest. Ein vielfältiges Musikprogramm von Blasmusik über Latin bis Hiphop, Kulinarik und Kunsthandwerk aus aller Welt, Infos zu Upcycling, Straßenkunst, Capoeira und vieles mehr war auch heuer wieder zu erleben und genießen. Die Grundwerte  Weltoffenheit, Nachhaltigkeit und Fairness werden gelebt und gefeiert.

Make Fruit Fair! – Frag die Banane!

Die Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen nahmen heuer wieder mit einem Crepe-Stand und einer Info-Aktion am Straßenfest teil. Dieses Jahr haben wir die Südwind Kampagne „Make Fruit Fair“ unterstützt und an unserem Crepe-Stand Schoko-Bananen-Crepe und Marmelade-Crepe angeboten, über die Kampagne informiert als auch Unterschriften für „Make Fruit Fair“ gesammelt. Ihr könnt auch unter http://makefruitfair.org/de/ an online-Petitionen teilnehmen – und seid euch sicher: jede Unterstützungserklärung ist wichtig und hilft.

Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Blick aus dem Crepe-Stand hinaus in die Reihen der Straßenfest Standler und Standlerinnen und die Besucher und Besucherinnen des Fests

An unserem Crepe-Stand haben wir mit dem nachfolgenden Plakat ein paar Eckpunkte der Recherchen der „Make Fruit Fair“-Kampagne herausgenommen und präsentiert. Hättest du gewusst, dass 909 Kilogramm Bananen gesammelt werden müssen, damit eine Person 100€ Lohn erhält?

Make Fruit Fair - Informationen zum Bananenanbau
Make Fruit Fair – Informationen zum Bananenanbau
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

Weitere Photos vom Straßenfest findet ihr zum Beispiel auf der Facebook-Seite des Straßenfests unter https://www.facebook.com/suedwindstrassenfest.

Südwind Straßenfest 2016
Musik am Südwind Straßenfest 2016

Es war ein tolles Fest und wir bedanken uns bei euch, den vielen Besuchern und Besucherinnen, beim Organisationsteam für die sehr gute Unterstützung, bei den vielen Freiwilligen, die das Straßenfest erst ermöglichen, beim Cafe Gagarin (http://cafegagarin.at) für die Crepe-Platten, bei Fairtrade für Essen und Bananenkostüm (https://www.fairtrade.at/), beim Wetter für den Sonnenschein und bei allen für die gute Stimmung. Es war ein wunderbares Fest.

Liebe Grüße von den Südwind Aktivistinnen

PS: Wir treffen uns am 13. Juni 2016 um 19:00 Uhr in Wien wieder zum Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen Stammtisch im Südwind Büro in der Laudongasse 40 im 8. Bezirk. Schau vorbei, wenn du Zeit und Lust hast.

 

Panama Leaks: Mehr als nur Daten. Ein Überblick über Ereignisse der letzten Monate.

Dieses Mal war es Panama. Zuvor war es Luxemburg. – Was folgte auf die Veröffentlichung der Daten des Unternehmens Mossack Fonseca? Wer war und ist involviert? Wer wusste Bescheid?

Die Auswirkungen der Publikationen der Daten eines Unternehmens mit Sitz in Panama waren und sind weltweiterhin zu spüren. Die letzten Wochen und Monate sind fast täglich Neuigkeiten über Unternehmen und Privatpersonen in Bezug auf Panama Leaks veröffentlicht worden. Einen guten Überblick über Hauptereignisse gibt diese Seite, welche die globale Tragweite der Rechercheergebnisse vor Augen führt: http://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56d6c8af595105a203b58bb3/.

Where LuxLeaks put the heat mainly on multinational companies, the Panama Papers have revealed the tax avoidance strategies of individuals — and across Europe, the public seems increasingly intolerant of such strategies.

Regierungsmitglieder sind zurückgetreten (z.B. in Spanien – http://www.politico.eu/article/spanish-minister-quits-over-panama-papers-leaks-jose-manuel-soria-pp/), Steuerbescheide werden veröffentlicht (z.B. Hr. Cameron – https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/515399/PM_Tax_Schedule_9_04_2016.pdf) Neuwahlen sind ausgerufen worden (Island) und auch in hierzulande, in Östrreich, sind Kooperationen mit dem Unternehmen in Panama publiziert und diskutiert worden. Es folgt z.B. der Rücktritt eines Bank-Chefs (http://derstandard.at/2000034343204/Hypo-Chef-Michael-Grahammer-tritt-zurueck) und auch frühere erfolglose Prüfverfahren wurden jetzt wieder aufgenommen. (http://derstandard.at/2000034173424/Oesterreicher-im-Panama-Kanal).

Journalisten des ORF und des FALTERS (https://cms.falter.at/falter/kategorie/themen/panama-papers/) waren auf österreichischer Seite an den Recherchen beteiligt. Zugespielt wurden die Daten zuerst von einer anonymen Quelle (Jon Dow) der Süddeutschen Zeitung, wie Journalist Bastian Obermayer ( @b_obermayer ) twittert:

Hello. This is John Doe. Interested in data? I’m happy to share- this is how it started more than a year ago

Intensive und internationale Kooperation waren auf Seiten der Journalisten nötig, um die riesige Menge an Daten zu sichten, zu prüfen und aufzubereiten. Das investigative Journalistennetzwerk (ICIJ · The International Consortium of Investigative Journalists) hat vor kurzem auch eine Liste von Personen veröffentlicht, die in den ersten, gesichteten und analysierten Dokumenten vorkommen (https://panamapapers.icij.org/the_power_players/). In den nächsten Jahren werden weitere Veröffentlichungen folgen, so Journalisten des Netzwerks.

Mehr als nur ein Problem eines Landes.

Der Präsident Panamas, dessen Land dem Fall den Namen gibt, hat u.a. in der NY Times Stellung bezogen und darauf hingewiesen, dass Steuervermeidung (Es wird auch von Steuerflucht, Steuervermeidung und aggressiver Steueroptimierung im dt. Diskurs gesprochen.) ein globales Problem ist: „But the problem of tax evasion is a global one. Panama does not deserve to be singled out on an issue that plagues many countries.“ (Quelle: http://www.nytimes.com/2016/04/11/opinion/dont-blame-panama-tax-evasion-is-a-global-problem.html?_r=0). Es ist nicht nur ein globales Problem, sondern vielmehr ein globales Geschäftsmodell mit zahlreichen Involvierten und einigen wenigen Begünstigten.

OXFAM sieht das Thema nicht nur als isoliertes globales Steuer-Phänomen, sondern verknüpft das Thema auch mit der globalen Verteilung von Reichtung und dem Entstehen von Armut. Die NGO ruft aktuell mit einer Petition (https://www.evenitup.org/) zum Schließen des Steuerhimmels (Tax Haven) auf.

end the era of tax havens If we’re going to end extreme inequality and poverty, it’s time to end the era of tax havens.

Jon Doe, die Person, welche die Daten weitergespielt hat, hat einstweilen ein Manifest veröffentlicht und ergänzt die Dokumente um seine / ihre Sicht auf das Entstehen und die Bedeutung der veröffentlichten Daten. Er / Sie startet mit dem Hinweis auf die globale Bedeutung der Daten und die Auswirkungen von Steuerflucht und Korruption auf die globale Gesellschaft.

Income inequality is one of the defining issues of our time. It affects all of us, the world over.

Was werden wir noch zu lesen bekommen? Was hat sich in der Gesellschaft bewegt? Wieso machen unsere Regierungen und die EU-Kommission so wenig gegen Steuerflucht? Was wurde bisher getan? Warum wird Vermögen in Österreich praktisch nicht besteuert? Wer profitiert? Was ist mit uns als Bürgern und Bürgerinnen passiert?

Wer hat nicht schon einmal die Frage vernommen? – „Brauchen’S a Rechnung?“

Panama Leaks und Lux Leaks sind zwei Elemente unserer Gesellschaft, eines Teils unserer Gesellschaft, ein Ergebnis bestimmter Wertvorstellungen und eines Zeitgeists (seit wann?). Waren es immer nur die anderen? Wer hat weggeschaut? Wer hat nicht nachgefragt? Wer wollte es wahrhaben? Wer nicht? Wer hat tägliche soviele andere Sorgen, dass keine Zeit und Energie für Unmut und Empörung bleibt? Wer hat bereits resigniert? Wessen Vorteil ist die Resignation? Wessen Nachteil?

Panama Leaks-Daten sind weit mehr als nur Geschäftsfälle, es sind Gesellschaftsfälle, Wirtschaftsfälle, Korruptionsfälle und Kulturfälle. Sie sollten auch Anlass sein, uns intensiver mit uns, unser Gesellschaft und allen globalen(!) Mitgliedern zu beschäftigen. Es hängt alles zusammen.

Panama Leaks hat auch, wie wir bei LuxLeaks mitverfolgen (Gerichtsverfahren: http://www.theguardian.com/world/2016/apr/26/luxleaks-trial-tax-whistleblowers-begins-luxembourg) und in Jon Does Manifest lesen können, eine rechtliche Dimension. Wie gehen wir mit Personen um, die Daten veröffentlichen – es als öffentliches Interesse ansehen, Daten der breiten Öffentlichkeit zukommen zulassen? Welche Rolle haben Edward Snowden, Julian Assange oder das Netzwerk WikiLeaks erhalten – und von wem? Und warum? Wer schützt wen? Wer wird nicht geschützt? Warum?

Panama Leaks ist auch ein starkes Statement für Qualitäts-Journalismus. Riesige Datenmengen waren und sind weiterhin zu untersuchen, globale Zusammenhänge sind zu verstehen, Geschäftsfälle sind monatelang auseinanderzunehmen und dabei ist immer abzuwiegen, wo öffentliches Interesse beginnt und wo es endet.

Wer bin ich? Wer sind wir? Was tun wir? Was tun wir nicht? Wer verliert? Wer gewinnt?

Schauen auch wir genauer hin! Prüfen wir, was um uns geschieht! Überprüfen wir, was mit uns geschieht! Fragen wir nach! Forschen wir! – Täglich. Täglich. Täglich.

 


Links zum Weiterlesen.

ÜRAT in Pinggau: 26.2.-28.2.2016

Dieses Jahr hat es die AktivistInnen für das Überregionale Treffen in die Steiermark verschlagen.

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Freitag:
Als wir am Freitag in Pinggau am Michaelihof angekommen sind, waren wir sofort begeistert. Wir wurden sogleich mit einem leckeren Essen begrüßt. Bevor es dann inhaltlich losging, haben wir die Möglichkeiten des Michaelihofs genutzt und haben die ersten Kennenlernspiele ins Freie verlegt. Wieder in unserem ausgebauten Dachboden tauschten wir aktuelles aus den verschiedenen Regionen sowie aus den aktuellen Südwind-Themen aus, bevor wir uns schließlich voll und ganz dem Klimawandel widmeten. Dazu erzählte Iris Frey von Finance and Trade-Watch über die aktuelle Bewegung System Change not Climate Change und regte uns an, uns Gedanken dazu zu machen, wie wir uns einbringen können, was getan werden muss.

Nach dem Abendessen ging es schon über zum nächsten Themenschwerpunkt Früchte und wir sahen uns gemeinsam die Doku „Billig. Billiger. Banane“ an und konnten uns somit schon die ersten Gedanken für den nächsten Tag und nächsten Input machen.
Nach einem anstrengenden aber schönen ersten Tag rollten wir schließlich unsere Iso-Matten und Schlafsäcke aus, beheizten noch mal den Holzofen und lockten somit auch eine der Hofkatzen zu uns ins Matratzenlager.

Samstag:
Mehr oder weniger ausgeschlafen, aber gut gestärkt durch ein leckeres Frühstück, widmeten wir uns gleich am Vormittag Früchten. Konrad Rehling von der Make Fruits Fair-Kampagne versorgte uns mit Hintergrundinfos zu Bananen, erzählte von der Kampagnenreise nach Ecuador und gab uns einen Überblick über die Kampagnenarbeit. Dies allein reichte schon den Wunsch in uns zu wecken, Aktionen dazu zu planen. Glücklicherweise war der nächste Programmpunkt das Ausprobieren einer Kreativitätstechnik – der Walt-Disney-Methode. Johannes leitete uns dabei durch die verschiedenen Räume, in denen wir zunächst die Rolle des Träumers, des Realisten und am Ende des Kritikers einnehmen sollten. Der erste Versuch sollte unser Abendprogramm regeln, der zweite widmete sich schon der konkreten Ideenfindung für Bananen-Aktionen, die wir vielleicht schon in den nächsten Monaten in den verschiedenen Regionen umsetzen werden.

 

Das Abendprogramm war schließlich weniger durchgeplant, als wir das in unserer Realitätsphase zusammengefasst haben, da wir schließlich gemeinsam kochten (manche sagen, es war eine Suppe, manche sprachen von einem Eintopf – wirklich wissen kann man’s nicht…), Billard spielten und unsere Liebe zum Spiel Avalon entdeckten (wir nahmen die Mission wirklich ernst, und schlussendlich konnte auch das Gute siegen).

Sonntag:
Nach einer durch den Ofen in unserem Dachboden-Raum etwas verräucherten Nacht, freuten wir uns zunächst über etwas zeitliche Flexibilität hinsichtlich Frühstück und Programmbeginn (auch wenn es nur wenige bis zum „Kaffee im Bett“ aushalten konnten) und dann umso mehr über frische Luft bei unseren Rückblick auf das Wochenende.

Nachdem wir unsere Aktionsideen weiter ausgeführt haben, wurde uns noch Raclette aufgetischt. Die ersten haben sich schon recht bald Richtung Bahnhof verabschiedet, während sich die übrigen – frei nach dem Avalon-Spiel am Abend davor – auf die gemeinschaftliche Mission machten, die Gegend noch etwas zu erkunden.

Schließlich mussten wir uns doch alle vom ÜRAT verabschieden und fuhren mit vielen Ideen und Motivation zurück in die verschiedenen Bundesländer, wo die nächsten Treffen und Aktionen auch schon auf uns warten…

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„ÜRAT in Pinggau: 26.2.-28.2.2016“ weiterlesen

Zum Ende der Klimakonferenz in Paris gabs eine flashige Aktion von System Change, not Climate Change in Graz!

Weils uns alle betrifft und der eine oder die andere SüdwindIn Teil des kreativen Flashmobs zum Ender des UNO Klimagipfels war, bekommt die System Change, not Climate Change Aktion vom 12.12.15 wieder einen Platz auf dem AktivistInnen Blog.

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„The Paris Agreement is a death sentence for many people. A world with temperature increases more than 3 degrees Celsius is a world where not everyone will survive.“ – Pablo Solón (Ehemaliger Bolivianischer UN Botschafter und Umwelt-Aktivist)

So sehen es auch die Grazer AktivistInnen und haben Merkel, Obama, Faymann und Xi Jinping zu uns geholt, um der Welt das „Geschenk“ Klimaabkommen zu überreichen. Sobald dieses die Erde berührt, brechen viele Aktivisten wie tot zusammen.

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12316358_10204486453392311_8753862426620208811_nFotos © Richard Griletz

 

Das von allen Staaten unterzeichnete Abkommen beinhaltet die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu minimieren (1.5 Grad anzustreben), der Plan das zu hinzubekommen ist NICHT EXISTENT, der Weg zum Plan ist ZU LANGSAM, die REDUKTION von KOHLEKRAFT zu WENIG, und die MENSCHENRECHTE von indigenen Bevölkerungen weder vollends geschützt noch unterstützt.

 1.5 to stay alive

 

Um dort hin zu gelangen, müssen wir aufstehen! Vernetzt auch mit der Initiative System Change, not Climate Change in eurer Stadt: http://systemchange-not-climatechange.at

Und zu gut der Letzt noch ein tolles Video zur Aktion in Graz:

System Change, not Climate Change Demo Graz – Es war ein wunderbar buntes Treiben

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Die Bewegung für Systemwandel „System Change, not Climate Change“ muss nach dem tollen Aktionstag in Graz  nun auch einen Platz  auf der Südwind AktivistInnen Seite bekommen:  SteirerInnen sind heute für einen Systemwandel und Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

Hier ein Einblick in das Geschehen:

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11223632_1056614004359106_6924417973582618238_nPhotos by M. Normand

Als Teil des GLOBAL CLIMATE MARCH haben in Australien gestern 60 000 Menschen demonstriert, heute um die 1500 in Graz und morgen wird Wien das noch topen  :)  2300 Demos und Aktionen in über 150 Ländern werden folgen!

GEMEINSAM können wir eine Klimabewegung erschaffen, die eine grundlegende Kritik an den bestehenden Verhältnissen pflegt und Druck auf unsere RepräsentantInnen im Parlament ausübt.

Wir sind systemrelevant! Power to the people!

Tragt euch für neue Events und Aktionen in den Newsletter ein:
www.eepurl.com/bygetr

Infos am Rande: 

Was passiert, wenn Paris scheitert –> http://science.orf.at/stories/1764942

Der UNO-Gipfel wird LEIDER zu einer einzigen großen Greenwash-Show! Die Eliten reden von vielversprechenden Verhandlungen und wahrscheinlichen Erfolgen (Bsp: http://www.theguardian.com/…/paris-climate-talks-past-failu… )

Abschlussaktion zu „Make Chocolate Fair“ in Graz

Am Samstag den 7.11 ist die letzte Straßenaktion zur bald auslaufenden Kampagne „Make Chocolate Fair“ in Graz über die Bühne gegangen. Ziel war es noch mal einen Schwung Unterschriften für die Petition zu ergattern, über die Missstände in der Schokoladen-Industrie zu informieren und zu sensibilisieren – Challenge completed!

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Leider nicht alle am Aktionstag mitwirkenden Südwinde am Foto vertreten – manche müssen ja die Arbeit machen ;)

Mit Hilfe von einem performativen Element, nämlich  Riesen-Ausgaben von bekannten Printmedien, natürlich ausschließlich mit Infos rund um Schokolade, und einer Menge Engagement haben sich über neun Südwinde am Färberplatz von 14 – 17 Uhr ins Zeug geworfen.

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Inklusive Wirtschaftsteil on the Inside ;)

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Südwind-AktivistInnen informieren!

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Nach vollbrachter Aktion haben wir wahrscheinlich um die 115 Unterschriften gesammelt, konnten viele Informationen geben und interessante Gespräche führen.

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Bevor wird uns mit Infomaterial und Equipment auf unseren Lastenrädern wieder auf den Weg machten,  konnten wir bei der Nachbesprechung feststellen, dass viele Menschen Interesse bekunden, sich bestimmter Ungerechtigkeiten in dieser Industrie bewusst sind und das auch ändern wollen. Allem in allem war es ein erfolgreicher und lustiger Nachtmittag :)

Abschlussaktion in Graz – Make Chocolate Fair

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten :)

Es ist soweit, die Abschlussaktion zur „Make Chocolate Fair“-Kampagne findet noch dieses Wochenende statt.

„Am Samstag, 7.11. werden wir wieder eine Schokoaktion mit Riesenzeitungen in Graz machen. Die Kampagne ist in der Zielgerade und die Unterschriften werden bald an die ProduzentInnen übergeben – wir möchten zum Abschluss noch einmal viele Menschen in Graz erreichen und laden Euch alle ein mitzumachen!“

Link: http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=261234

Nachdem beim vorherigen Stammtisch aus der Idee einer letzten Schokoaktion eine fixierte Aktion wurde, haben sich gestern noch ein paar AktivistInnen zusammengesetzt, um alles vorzubereiten; es wurde noch mal fleißig gebrainstormt, Facts zur Kakao-Produktion besprochen und die wichtigste Aufgaben  für den Aktionstag aufgeteilt.

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Subtext: KOMMT DOCH AM SAMSTAG VORBEI :) Ab 14 Uhr werden wir am Färberplatz in Graz sein. Jede/r ist Willkommen!

 

Let´s Change our Shoes – GrazerInnen sammeln Schritte

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Wie ihr fleißigen Blog-LeserInnen ja schon wisst, gibt es im Zuge der Clean Cl0thes Kampagne eine ziemlich coole App, um die Change Your Shoes Initiative zu unterstützen (http://www.cleanclothes.at/schuhe/) – mit Hilfe dieser App können Schritte gesammelt werden, um gemeinsam einen virtuellen Marsch nach Brüssel zu bestreiten! Es bietet einen einfachen Weg, um der Forderung nach mehr Information über die Produktionsbedingungen der in Österreich verkauften Schuhe, Ausdruck zu verleihen.

Eine kleine feine Truppe von Grazer Aktivistinnen und Aktivisten machte sich somit voller Tatendrang auf den Weg, um schon mal ein paar Schritte zu sammeln. Hier ein Erfahrungsbericht:

„Unsere kleine (sportliche) Gruppe fuhr am Sonntag, 27.09.2015 mit dem Fahrrad nach Mariatrost bei Graz. Bevor unser Rundgang durch die Rettenbachklamm startete, sprachen wir über die Hauptprobleme in der Schuhindustrie. „Darüber wissen wir eigentlich nicht viel“ war unsere einstimmige Meinung. Dann erkannten wir allerdings einige Parallelen zu den prekären Arbeitsbedingungen in der der Bekleidungsindustrie. Zusätzlich spielt die Lederverarbeitung eine zentrale Rolle in der Schuhproduktion. Während wir uns dann auf den Weg durch die Klamm machten, tauschten wir uns darüber aus wo man fair produzierte Schuhe in Graz bekommt und wo man sich informieren kann. Gleichzeitig hatten wir die App „Change Your Shoes“ eingeschalten und sammelten Schritte für den Virtual March nach Brüssel. Weiter ging’s dann Richtung Einkehr und Stärkung – Essen, zu Fuß gehen und frische Luft, das verträgt sich sehr gut!“

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Wer selbst ein Smartphone besitzt, am Besten gleich mal runterladen und natürlich befreundeten, bekannten und verwandten SmartphonebesitzerInnen empfehlen ;)

–> http://changeyourshoes.cantat.com/

Let´s Change our Shoes!!!

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Ein süßer Abend – Schokolade selber machen

Am 2. Juni gestalten die Südwind AktivistInnen in Graz einen süßen Abend zum Thema Kakao: Gemeinsam mit allen Interessierten wird Schokolade selbst hergestellt und anschließend verkostet.

Dabei werden auch die Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau und in der Schokoproduktion thematisiert und Alternativen aufgezeigt. Fehlende Sozialstandard, ausbeuterische Kinderarbeit und massiver Einsatz von Pestiziden sind verbreitete Probleme in den wichtigsten Anbauländern des Kakaos. Mit dem Themenabend wird auch die Forderung der aktuellen Südwind-Kampagne „Make Chocolate Fair!“ unterstützt: Umweltstandards und Menschenrechte müssen eingehalten werden, auch wenn es um unsere süßen Gaumenfreuden geht!

Wir freuen uns über Naschkatzen, Interessierte und Neugierige!

https://www.facebook.com/events/1392517327744709/

und auch: http://www.nachhaltigesoesterreich.at/?post_type=aktion&p=4727

oder:  http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=260635

Nachhaltigkeitsflagge_Online-Verwendung

Südwind wirbelt am Lend mit der Frage „Wie viel Blut klebt an mir?“

Im Rahmen des Lendwirbel Graz machten die Südwind AktivistInnen auf Missstände in der Produktion von IT-Gütern aufmerksam. Aus Elektroschrott, den die Firma Compuritas zur Verfügung stellte, schufen die Grazer AktivistInnen eine Skulptur, die am Lenbwirbel neben dem Haus der Architektur zu sehen sein war. Dort verkündete die wütende Schottdame mit Kabelsalathaaren, Modemherz und Festplattenaugen via Sprechblase „Wieviel Blut klebt an mir?“ Um sich an die Antwort anzunähern konnte man Teile ihrer „inneren Organe“ rausnehmen, wo Informationen über die entsetzliche Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie zu lesen waren.

Missstände in der IT-Industrie sind ein Thema, mit dem die Grazer AktivistInnen sich schon seit längerem beschäftigen. Immer wieder wurde auch die Kampagne Clean-IT unterstützt (siehe http://www.clean-it.at/).100_7742

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Faire Ostern – frohe Hasen

Passend zu Ostern starten die AktivistInnen in der Steiermark eine weitere Aktion zu “Make-Chocolate-Fair!”, um öffentlich darauf aufmerksam zu machen, wie viel Nachholbedarf es in puncto “faire Schoko und faire Schokohasen” noch gibt und um mit vielen weiteren Unterschriften die aktuelle Petition zu unterstützen. Wir fordern dabei:

  • Faire Bezahlung von Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren ArbeiterInnen
  • Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette und Ablehnung ausbeuterischer Kinderarbeit
  • Anwendung eines unabhängigen Zertifizierungs- und Kontrollsystems
  • Unterstützung von Kakaobauern und -bäuerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft

Gemeinsam wird am Samstag, dem 28. März 2015, ab 12:30 vom Tummelplatz über die Herrengasse bis zum Südtirolerplatz ein aktivistischer Umzug passend zum Thema Ostern gestartet!

Also: Hinkommen und Mitmachen!! ;)

Online-Petition und Infos zur Kampagne: at.makechocolatefair.org/.
Veranstaltung auf Facebook.

Die Aktion war voi fürn Hugo!!!

Die erste Aktion der neuen AktivistInnengruppe in Salzburg:

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Am 12. März veröffentlichte Hugo Boss seinen Unternehmenserfolg. In vielen Fabriken (in Bulgarien, Rumänien und Türkei) in denen Hugo Boss seine Kleidung fertigen lässt und in denen vorwiegend Frauen arbeiten, reichen die Löhne meist kaum für das Überleben aus. Die ArbeiterInnen arbeiten den ganzen Tag und haben doch nicht genug Geld für das Notwendigste.

Im Zuge der Clean Clothes Kampagne haben wir in Salzburg vor dem Hugo Boss Store in der Innenstadt erfolgreich unsere erste Aktion durchgeführt :-)
HURRA !!!!!

Die Salzburger Nachrichten berichtete auf ihrer Website.

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Rund die Hälfte der gesamten Hugo Boss Produkte werden in osteuropäischen und türkischen Fabriken hergestellt. Der CCK-Bericht „Im Stich gelassen“ (2014) zeigt, dass in der gesamten Region die Differenz zwischen dem ausbezahlten Lohn und einem Existenzlohn extrem groß ist. Auch bei Hugo Boss Lieferanten wurde diese Rechercheanalyse bestätigt. Die meisten ArbeiterInnen verdienen Löhne unter der nationalen Armutsgrenze. Für den Bericht wurden TextilarbeiterInnen bei einem Hugo Boss Lieferanten in der Türkei interviewt. Sie verdienten zum Zeitpunkt der Recherche durchschnittlich 326 Euro pro Monat – Überstunden und Zuschläge inbegriffen. Die nationale Armutsgrenze lag zu diesem Zeitpunkt bei 401 Euro pro Monat, ein minimaler Existenzlohn bei 890 Euro pro Monat.

Bettina Musiolek von der Clean Clothes Campaign Deutschland betont: „‚Made in Europe‘ sollte dafür stehen, dass Arbeiterinnen und Arbeiter der Armut entkommen können und keine Angst haben müssen, einer Gewerkschaft beizutreten. Doch das Gegenteil ist der Fall“, und sie fordert weiter: „Vom ‚Erfolgskurs‘ von Hugo Boss sollen auch die Arbeiterinnen und Arbeiter profitieren, immerhin ist existenzsichernder Lohn ein Menschenrecht, das den Näherinnen und Nähern von Hugo Boss-Bekleidung verwehrt wird.“

Hintergrundinformationen:

 

Weitere Fotos von der Aktion:

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Essen.isst.Global – Südwind Academy 2014

Mit dem Thema „Essen.isst.Global“ startete heuer die Südwind Academy in Koppl bei Salzburg. Vom 18. bis 21. September gab es unter anderem Inputs von Johannes Haas (FH Johanneum Graz), Thomas Mohrs (Gastrosoph, PH Linz) und viele angeregte Diskussionen rund um das Thema Ernährung

–> Ausführlicher Artikel über die Süwind Academy 2014

In Kooperation mit FS 1 (Freies Fernsehen Salzburg) hat es auf der Academy einen Videoworkshop gegeben, bei dem alle Teilnehmer selbst Videos gedreht und geschnitten haben.

Folgendes Video zeigt Ergebnisse des Videoworkshops

 

Wer bestimmt, was wir essen? – Vortrag mit Diskussion

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Vortragsabend am 10. 11. 2014 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Graz Nord

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint, als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungssouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen. Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert.

Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Montag, 10. November 2014, 19 Uhr
Stadtbibliothek Graz Nord
Theodor-Körner-Str. 59, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei!
Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Informationen der Stadtbibliothek Graz

Ludwig Rumetshofer ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv und seit 2013 Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg). Mehr unter www.viacampesina.at

Aktivismusbericht 2013 online

Der erste umfassende Bericht über Aktivismus bei Südwind ist verfügbar!

Die Zusammenschau wurde von AktivistInnen in den Regionen gemeinsam erstellt und beschreibt die Aktivitäten und zentrale Themen für den Zeitraum Herbst 2012 bis Ende 2013. Insgesamt wurden unglaubliche 41 Aktionen im öffentlichen Raum und 30 weitere regionale und überregionale Treffen durchgeführt, sowie 7 weitere Aktivitäten umgesetzt!
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