Let´s Change our Shoes – GrazerInnen sammeln Schritte

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Wie ihr fleißigen Blog-LeserInnen ja schon wisst, gibt es im Zuge der Clean Cl0thes Kampagne eine ziemlich coole App, um die Change Your Shoes Initiative zu unterstützen (http://www.cleanclothes.at/schuhe/) – mit Hilfe dieser App können Schritte gesammelt werden, um gemeinsam einen virtuellen Marsch nach Brüssel zu bestreiten! Es bietet einen einfachen Weg, um der Forderung nach mehr Information über die Produktionsbedingungen der in Österreich verkauften Schuhe, Ausdruck zu verleihen.

Eine kleine feine Truppe von Grazer Aktivistinnen und Aktivisten machte sich somit voller Tatendrang auf den Weg, um schon mal ein paar Schritte zu sammeln. Hier ein Erfahrungsbericht:

„Unsere kleine (sportliche) Gruppe fuhr am Sonntag, 27.09.2015 mit dem Fahrrad nach Mariatrost bei Graz. Bevor unser Rundgang durch die Rettenbachklamm startete, sprachen wir über die Hauptprobleme in der Schuhindustrie. „Darüber wissen wir eigentlich nicht viel“ war unsere einstimmige Meinung. Dann erkannten wir allerdings einige Parallelen zu den prekären Arbeitsbedingungen in der der Bekleidungsindustrie. Zusätzlich spielt die Lederverarbeitung eine zentrale Rolle in der Schuhproduktion. Während wir uns dann auf den Weg durch die Klamm machten, tauschten wir uns darüber aus wo man fair produzierte Schuhe in Graz bekommt und wo man sich informieren kann. Gleichzeitig hatten wir die App „Change Your Shoes“ eingeschalten und sammelten Schritte für den Virtual March nach Brüssel. Weiter ging’s dann Richtung Einkehr und Stärkung – Essen, zu Fuß gehen und frische Luft, das verträgt sich sehr gut!“

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Wer selbst ein Smartphone besitzt, am Besten gleich mal runterladen und natürlich befreundeten, bekannten und verwandten SmartphonebesitzerInnen empfehlen ;)

–> http://changeyourshoes.cantat.com/

Let´s Change our Shoes!!!

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Clean Clothes Kampagne – Engagement wirkt!

Die Clean Clothes Kampagne mit allen UnterstützerInnen (von ProjektmitarbeiterInnen, AktivistInnen bis hin zu den PassantInnen, die Petitionen unterschrieben haben) hat erreicht, dass der Rana Plaza Entschädigungsfonds 30 Mio. USD schwer ist. Die vollständige Entschädigung der Hinterbliebenen und Verletzten ist damit sichergestellt. Ein riesiger Erfolg!

Im Rahmen der Kampagne sind gemeinsam einige Aktionen gemacht worden, um den Druck auf die verantworlichen Firmen aufzubauen:
– ein Video gedreht (https://www.youtube.com/watch?v=5pl18ytAsTs),
– schwarze T-Shirts auf die Straße geklebt (http://www.cleanclothes.at/de/presse/fashion-revolution-day-wir-gedenken-der-opfer-von-rana-plaza/)
– und z.B. von Benetton mit grün bemalten Händen „Give them Five“ gefordert (http://www.cleanclothes.at/de/presse/rana-plaza-fabrikeinsturz-modemarken-bringen-entschadigungsfonds-notlage/)
Weitere Details:

Photo vom Werksgelände Rana Plaza nach dem verherenden Einsturz
Photo vom Werksgelände Rana Plaza nach dem verherenden Einsturz

Das Engagement hat sich bezahlt gemacht. 30 Mio. USD stehen für die Entschädigung der Opfer von

„Clean Clothes Kampagne – Engagement wirkt!“ weiterlesen

Aktion in Graz: Make Chocolate Fair! – Schoko selber machen!

Immer mehr Menschen entdecken die Kunst des Selbermachens wieder für sich. Wie es für unsere Großeltern noch normaler alltäglicher Gebrauch war, ist es heute vielen schon fremd geworden. Doch durch wachsendes Bewusstsein, Unverträglichkeiten, reinem Spaß oder sonstigen Gründen werden immer mehr Lebensmittel und Güter wieder selbst hergestellt. Selber machen ist wieder modern. Säfte werden gebraut, Seifen gesiedet und jetzt wird auch die Schokolade selbst gekocht! So ließen also auch wir uns von der „Selber Machen“-Welle inspirieren.

Am Dienstag, dem 2. Juni, traf sich das Südwind-Team mit Interessierten aus den unterschiedlichsten Bereichen im Spektral in Graz, um verschiedene Schokoladerezepte auszuprobieren. Nach einer kleinen Koch-Generalprobe einige Tage zuvor konnten die wichtigsten Zutaten und Vorgangsweisen präsentiert werden, was zu einem gelungenen Abend führte. Einfach das Kokosfett erhitzen und mit Kakao, Zucker, Mandeln und Rosinen würzen. Danach in Keksformen gießen und ab in den Kühlschrank. Nach etwa 20 Minuten ist die Schokolade hart und auch schon fertig zum Genießen.

Auch die Schokoladekochpausen konnten gut genutzt werden: Es gab eine FAIR-TRADE-Schokoladenverkostung und aktuelle Infos zur „make chocolate fair!“-Kampagne, Factsheets und spannende Hintergrundinformationen für die interessierten TeilnehmerInnen. So konnten wir durch den Zugang des Selbermachens den/die eineN oder andereN motivieren, das nächste Mal wenn der Heißhunger kommt, vielleicht nicht zu den herkömmlichen Schokomarken im Supermarkt zu greifen. Denn nur kontrollierte Sozialstandards (wie z.B. durch das FAIR TRADE-Siegel) können garantieren, dass Kakaobohnen unter menschenwürdigen Bedingungen angebaut und geernted werden! Die Forderung nach fairer und nachhaltiger Schokolade kann auch online unterzeichnet werden: http://at.makechocolatefair.org

(Jana Westreicher)

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Bericht vom European Youth Summit for Ethical Consumption in Bonn

„What is ethical consumption?“  – Rund um diese Frage haben sich von 19. bis 21. Juni knapp 100 Jugendliche aus Deutschland, Österreich, Polen und Malta in der Geburtsstadt von Beethoven (ja, er ist nicht Österreicher!) getroffen.

Antworten auf diese Frage wurden dank einer Panel Discussion mit FachexpertInnen, verschiedenen Workshops (Urban Gardening, „Campaining basics“, „Elaboration of political demands“, „Public action“, Stadtspaziergang mit den Greenwalkers) und einer bunten Straßenaktion vor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universitäts Hauptgebäude gegeben.

Österreich wurde nicht nur ganz gut durch engagierte Mitglieder aus
verschiedenen Vereinen vertreten (der größte Anteil waren Südwind AktivistInnen!), sondern hat sogar zwei erste Preise beim Best Practice
Award nach Hause mitgebracht! Herzliche Gratulation an Leila aus Wien (die „Schwester“-Initiative des Grazer Allerleihladen) und Open Space (Graz) mit der Zero Waste Challenge.

Außerdem haben das vegetarisches Barbecue, das Clothing Swap und die
Silent Disco im Rahmenprogramm den TeilnehmerInnen geholfen, sich zu
vernetzen und neue Gesichtspunkte kennenzulernen.

Veranstalter von der Initiative waren: Südwind (Österreich), BDKJ und
Christliche Initiative Romero (Deutschland), nstytut Globalnej
Odpowiedzialności (Polen), Koperattiva Kummerċ Ġust (Malta).

Zum Schluss spezielle interkulturelle Grüße für Südwind:
Bądź zdrów i życzę Ci wszystkiego najlepszego!
(Be healthy and I wish you all the best)

Ixtri bl-attenzjani u aghtzel bis-sens!
(Buy with care, choose what’s fair)

Weitere Infos: http://www.ishopfair.net/summit2015

(Francesca Amone)

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Ein süßer Abend – Schokolade selber machen

Am 2. Juni gestalten die Südwind AktivistInnen in Graz einen süßen Abend zum Thema Kakao: Gemeinsam mit allen Interessierten wird Schokolade selbst hergestellt und anschließend verkostet.

Dabei werden auch die Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau und in der Schokoproduktion thematisiert und Alternativen aufgezeigt. Fehlende Sozialstandard, ausbeuterische Kinderarbeit und massiver Einsatz von Pestiziden sind verbreitete Probleme in den wichtigsten Anbauländern des Kakaos. Mit dem Themenabend wird auch die Forderung der aktuellen Südwind-Kampagne „Make Chocolate Fair!“ unterstützt: Umweltstandards und Menschenrechte müssen eingehalten werden, auch wenn es um unsere süßen Gaumenfreuden geht!

Wir freuen uns über Naschkatzen, Interessierte und Neugierige!

https://www.facebook.com/events/1392517327744709/

und auch: http://www.nachhaltigesoesterreich.at/?post_type=aktion&p=4727

oder:  http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=260635

Nachhaltigkeitsflagge_Online-Verwendung

Südwind wirbelt am Lend mit der Frage „Wie viel Blut klebt an mir?“

Im Rahmen des Lendwirbel Graz machten die Südwind AktivistInnen auf Missstände in der Produktion von IT-Gütern aufmerksam. Aus Elektroschrott, den die Firma Compuritas zur Verfügung stellte, schufen die Grazer AktivistInnen eine Skulptur, die am Lenbwirbel neben dem Haus der Architektur zu sehen sein war. Dort verkündete die wütende Schottdame mit Kabelsalathaaren, Modemherz und Festplattenaugen via Sprechblase „Wieviel Blut klebt an mir?“ Um sich an die Antwort anzunähern konnte man Teile ihrer „inneren Organe“ rausnehmen, wo Informationen über die entsetzliche Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie zu lesen waren.

Missstände in der IT-Industrie sind ein Thema, mit dem die Grazer AktivistInnen sich schon seit längerem beschäftigen. Immer wieder wurde auch die Kampagne Clean-IT unterstützt (siehe http://www.clean-it.at/).100_7742

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Faire Ostern – frohe Hasen

Passend zu Ostern starten die AktivistInnen in der Steiermark eine weitere Aktion zu “Make-Chocolate-Fair!”, um öffentlich darauf aufmerksam zu machen, wie viel Nachholbedarf es in puncto “faire Schoko und faire Schokohasen” noch gibt und um mit vielen weiteren Unterschriften die aktuelle Petition zu unterstützen. Wir fordern dabei:

  • Faire Bezahlung von Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren ArbeiterInnen
  • Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette und Ablehnung ausbeuterischer Kinderarbeit
  • Anwendung eines unabhängigen Zertifizierungs- und Kontrollsystems
  • Unterstützung von Kakaobauern und -bäuerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft

Gemeinsam wird am Samstag, dem 28. März 2015, ab 12:30 vom Tummelplatz über die Herrengasse bis zum Südtirolerplatz ein aktivistischer Umzug passend zum Thema Ostern gestartet!

Also: Hinkommen und Mitmachen!! ;)

Online-Petition und Infos zur Kampagne: at.makechocolatefair.org/.
Veranstaltung auf Facebook.

Ein gemeinsamer Erfolg: EU-Saatgutverordnung gestoppt

Sich zu engagieren, aufzustehen und die Meinung zu sagen, macht den Unterschied. Das große Engangement vieler NGO, der breiten Öffentlichkeit und auch vieler Aktivist_innen auf den Straßen war erfolgreich. Die EU-Kommission zieht ihren Vorschlag formell zurück.

Die EU-Saatgutverordnung hätte seltene Pflanzenarten gefährdet und die Souveränität von Kleinbauern in Bedrängnis gebracht. Große Unternehmen, die sich die Eintragung von Pflanzen leisten könnten, wäre klar bevorzugt gewesen. Anstatt einer breiten Vielfalt an Lebensmittel, wäre es zu einer EU-weiten Pflanzen- und Lebensmittelarmut gekommen. Die Reglementierung hätte nur mehr wenige, teuer registrierte Saatgutvarianten erlaubt.

Die Dominanz von Wenigen gefährdet das Leben von Vielen

Im Gemüseanbau etwa dominiert das Unternehmen Monsanto 24 Prozent des Saatgutmarktes. Bei Tomaten liefern Monsanto, Syngenta, Limagrain, Bayer und Rijkzwaan 45 Prozent des Saatguts. Beim Mais sind es ebenfalls nur fünf große Saatgutkonzerne, darunter der deutsche Anbieter KWS, die gut die Hälfte der Aussaat verkaufen. „Die unausgegorenen Vorschläge zur EU-Saatgutverordnung haben nicht nur die Vielfalt auf Äckern und im Gartenbeet bedroht, sondern auch die Vielfalt der Saatzuchtbetriebe“, sagte Häusling.“ (Quelle: Frankfurter Rundschau GmbH – http://www.fr-online.de/wirtschaft/saatgutverordnung-eu-parlament-rettet-artenvielfalt,1472780,26528816.html; Achtung: nicht Manfred Häusling wie von der Frankfurter Rundschau berichtet, sondern Martin Häusling http://www.martin-haeusling.eu/component/tags/tag/7-oekolandbau-und-laendliche-raeume.html)

Engagement für Lebensvielfalt und Artenschutz ist wichtig und führte zum Erfolg

Iga NiznikReferentin bei ARCHE NOAH, dem Verein für die Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt und Heidemarie Porstner, Agrarsprecherin der österreichischen Umweltorganisation GLOBAL 2000 sprechen vom Erfolg der Arbeit gegen die geplante EU-Verordnung: „Das ist ein großer Tag für die Vielfalt und ein gemeinsamer Erfolg von Hunderttausenden EuropäerInnen, die sich aktiv für die Vielfalt eingesetzt haben„.

EU-weit sollen rund 900.000 Bürger gegen die Verordnung unterschrieben haben – allein in Österreich waren es ca.  500.000, welche die Petition „Freiheit für die Vielfalt“, die auch von der Kronen Zeitung und Spar namhaft mitgetragen wurde, unterschrieben haben. (Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150305_OTS0184/eu-saatgutverordnung-der-eu-kommission-nun-final-ad-acta-gelegt)

 „Without our own seeds, there can be no agroecology. Without agroeoclogy, we cannot build food sovereignty.“

So weist Elizabeth Mpofu, General Coordinator of La Via Campesina, schon 2014 auf die Bedeutung der Samenvielfalt und die Eigenständigkeit von Bauern hin. (Quelle: http://www.iss.nl/fileadmin/ASSETS/iss/Documents/Conference_presentations/ElizabethMpofu-ISS-25_January_2014.pdf)

Aktiv sein ist wichtig: informierte, engagierte und kritische Bürger_innen sind wir alle! Nehmen wir uns immer wieder Zeit diesen Teil von uns zu stärken

Es gibt immer wieder Meldungen, die bedrücken. Wir sehen viel Leid und sind mit den Opfern von Gewalt konfrontiert. Auch die Saatgutverordnung hätte zu Opfern geführt und die Gewalt der Verordnung wäre vernichtend gewesen: zuerst für viele Bauern und Bäuerinnen und ihre Familien, dann für die Konsumenten, welchen Lebensmittel vorenthalten worden wären, dann für die Natur, deren Artenvielfalt reduziert worden wäre. Es ist daher wichtig sich einzusetzen und hinzuschauen.

Wir alle teilen uns einen Planeten, wir haben nur diesen einen und nur diese eine Chance, auf der Erde mit der Natur zu leben. Passen wir auf! Unser Engagement ist gefragt und macht den Unterschied, täglich bei kleinen und großen Entscheidungen: bei der Wahl des Supermarkets oder eines Direkvermarkters, bei der Wahl unserer Lebensmittel, bei Petitionen, im Gespräch mit Freunden und Bekannten.

TTIP – ein nächster Anschlag auf die Souveränität und die Demokratie in Europa: EU-weite Demonstrationen am 18. April 2015

Im April rufen viele NGO und Bürger und Bürger_innen wieder lautstark „TTIP stoppen.“ Die Seite http://www.ttip-stoppen.at/ informiert über Demonstrationen und beteiligte Organisationen. Auch die Südwind Aktivist_innen werden österreichweit aktiv sein. Wenn du dich beteiligen willst, so melde dich bei einer der Südwind Gruppen. Wir freuen uns auf dich. Die e-Mail Adressen der regionalen Gruppe findest du hier https://suedwindaktivistinnen.wordpress.com/about/ und auf bald bei einer Aktion!

 

Hintergrundinfos:

Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung: https://www.arche-noah.at/

Global 2000: https://www.global2000.at/news/saatgutverordnung-der-eu-kommission-zur%C3%BCckgezogen

Greenpeace-Seite zu TTIP: http://freihandelsabkommen.at/index.php

Kampagne für Saatgut-Souveränität: http://www.saatgutkampagne.org/

Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. : http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/

Rücknahme des Vorschlags: http://www.saatgutkampagne.org/PDF/150307_ruecknahmen_kommissionsvorschlaege.pdf

 

Palmöl: Wo kommst du her?

Palmöl befindet sich in vielen Lebensmitteln und es ist zum meistverwendeten Pflanzenöl aufgestiegen. Aber woher kommt das viele Palmöl? Einen Spot, der aufwecken und animieren soll, bewusster Kaufentscheidungen zu treffen ist dieser hier:

Hintergrundinfos zur Palmöl-Produktion: http://www.greenpeace.org/austria/de/marktcheck/themen/essen/probleme/palmoel/

Das Palmöl ist nur ein Bestandteil unserer Lebensmittel. Es lohnt sich bei allen genauer hinzuschauen und für sich und die Umwelt Entscheidungen zu treffen.

 

Jahresrückblick einer Südwind-Aktivistin: ganz und gar ERNÄHRUNGSSOUVERÄN!!

„Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“ (Deklaration des weltweiten Forums für Ernährungssouveränität, die 2007 im Rahmen des Nyéléni-Forums in Mali verabschiedet wurde.)

Das Jahr 2014 war für mich eindeutig das Jahr der Ernärungs-souveräntiät. Als ich im Jänner 2014 anfing gleich ein paar meiner Neujahrsvorsätze umzusetzen – einerseits „dem Supermarkt den Rücken zuzukehren und stattdessen meine Lebensmittel über eine FoodCoop und solidarische Landwirtschaft (CSA) zu beziehen“, und andererseits „mal etwas veganer zu werden“ – war ich schnell und ohne es wirklich zu merken ziemlich tief drinn im Nyéléni Prozess. Dieser erreichte im April mit dem „Jahresrückblick einer Südwind-Aktivistin: ganz und gar ERNÄHRUNGSSOUVERÄN!!“ weiterlesen

Wer bestimmt, was wir essen? – Vortrag mit Diskussion

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Vortragsabend am 10. 11. 2014 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Graz Nord

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint, als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungssouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen. Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert.

Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Montag, 10. November 2014, 19 Uhr
Stadtbibliothek Graz Nord
Theodor-Körner-Str. 59, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei!
Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Informationen der Stadtbibliothek Graz

Ludwig Rumetshofer ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv und seit 2013 Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg). Mehr unter www.viacampesina.at

Aufgepasst – das ELEVATE geht in die 10. Runde!

ELEVATE #10

DO 23.10. – SO 26.10. 2014 / Graz

Das Elevate Festival feiert seine 10. Festivalausgabe!Viele spannende Veranstaltungen stehen auf dem Programm.Alle Vorträge,
Diskussionen, Workshops und Filmscreenings sind kostenfrei zu besuchen!

Ob um Demokratie oder Zivilgesellschaft, um die Krise oder die Apokalypse
– immer ging es beim Elevate Festival darum, aktuelle gesellschaftliche,
ökonomische und ökologische Entwicklungen zu analysieren und Alternativen
zu präsentieren. Alternativen, die zu einer lebenswerten Zukunft beitragen
können, die im Hier und Jetzt ansetzen und an denen sich alle beteiligen
können.

Die Betonung der kollektiven Selbstermächtigung, die Überzeugung, dass es
für die Schaffung einer zukunftsfähigen Gesellschaft auf jede und jeden
Einzelnen und deren solidarisches Zusammenwirken ankommt, sind für Elevate
zentral und ziehen sich als roter Faden durch alle Festivalausgaben.

10 Jahre Elevate – 10 Jahre Musik, Kunst und Diskurs rund um den Grazer
Schlossberg. Was bleibt davon? Was wurde bewirkt? Wie kann es weitergehen?
Das Diskursprogramm der Jubiläumsausgabe 2014 bietet eine Kombination von
nostalgiefreien Rückblicken, intelligenten Gegenwartsanalysen und
spannenden Zukunftsperspektiven.

Teilnehmer*innen:
Amy Goodman (US), John Holloway (MX), Kate Tempest (UK), Bill McKibben
(US), Pat Mooney (CA), Micah Lee (US), Ulrich Brand (DE), Shoshana Zuboff
(US), Silke Helfrich (DE), Irmi Salzer (AT), Nafeez Ahmed (UK), Erich
Moechel (AT), Michel Bauwens (BE), Miriam Rasch (NL), Felix Stalder (CH),
Antonino D’Ambrosio (US), Joana Varon (BR), Friederike Habermann (DE),
Susanne Jordan (DE), Tsvetan Usunov (BG), Ulli Klein (AT), Markus
Sabadello (AT), Jan Suhr (DE), Claudia Garád (AT), Regina Joschika (AT)
u.v.m.

+ Videobotschaft: Vandana Shiva (IN)

Hier gehts direkt zum Diskurs- und Aktivismus-Programm:
http://2014.elevate.at/festival/diskurs-film/

http://elevate.at

Es geht um mehr als Fußball: Nosso Jogo – Unser Spiel!

copa das copas?
Die Fußball-WM in Brasilien war lange Zeit vor dem ersten Anpfiff bereits in den Medien, nachdem die brasilianische Zivilgesellschaft 2013 beim Confederations Cup ihrem Unmut wegen der Fahrpreiserhöhungen Luft machte. Sportgroßereignisse wie die WM bringen neben einem großen Prestigegewinn für das Gastgeberland, auch viele Nachteile. Beinahe alle Bauarbeiten und Umstrukturierungsmaßnahmen wurden aus der öffentlichen Hand finanziert, während gleichzeitig die Gewinne von FIFA und Sponsoren privatisiert werden. Diese Gelder werden weit dringender im Bildungs-, Gesundheits- und Transportwesen gebraucht, so die Haltung der Demonstrierenden. Mit der Sondergesetzgebung, die sich die FIFA zum Schutz der eigenen Marken und der Verkaufsrechte über die brasilianische Regierung zusichern ließ, wurden StraßenhändlerInnen, die ein wichtiger Teil der nationalen Ökonomie sind, die Subsistenzgrundlage entzogen. Zusätzlich zu den rund 250.000 von Zwangsräumung betroffenen Personen v.a. aus den Favelas und den neun Arbeitern, die beim Bau der Stadien umgekommen sind, zeigen diese Ereignisse ein klares soziales Ungleichgewicht, das von der ärmeren Bevölkerungsschicht getragen werden muss. Der in Basilien so heiß geliebte Fußball, wird so immer mehr zu einem Elitesport.

Nosso Jogo!
Das österreichische Projekt „Nosso Jogo – Initiative für globales Fair Play“,Portugiesisch für „Unser Spiel“, hat es sich zum Ziel gesetzt, diese politischen und sozialen Ereignisse auch hierzulande zum Thema zu machen. Dazu wurden viele Veranstaltungen organisiert, mit dem Arena Brasil Festival von 6.-8. Juni am Karlsplatz als kulturelles Highlight. Dabei gaben brasilianische KünstlerInnen, nicht nur ein breit gefächertes Musik- und Literaturprogramm zum Besten, sondern lud das Publikum auch bei Workshops ein, selbst verschiedene Tänze wie Capoeira oder Frevo zu probieren. Fotos vom Arena Brasil Festival findet ihr hier; einen Videoclip zu Nosso Jogo gibt’s da.

Aktiv werden!
Nosso Jogo hat eine Petition gestartet, die u.a. an die FIFA, das IOC, und die brasilianische Regierung gerichtet ist und bindende Menschenrechtsstandards bei Sportgroßereignissen fordert. Sie wurde mit VertreterInnen der Comites Populares und der brasilianischen Gewerkschaft ausgearbeitet und läuft noch bis Herbst 2014.
Hier unterzeichnen!

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Nosso Jogo wird von VIDC, Südwind, Lateinamerikainstitut, Frauensolidarität, Globalista und Jugend Eine Welt getragen und kooperiert mit rund 80 weiten Organisationen. Mehr unter www.nossojogo.at.

 

Impulstag Soziokratie – AktionsAkademie 2014

Die AktionsAkademie 2014 in Steyr ist vorbei, doch die Eindrücke und Gedanken halten noch an.

Bei den spannenden und umfangreichen Seminaren und Workshops, welche geboten wurden, mussten dennoch Entscheidungen getroffen werden und so fiel meine Wahl auf den „Impulstag Soziokratie“  mit Barbara Strauch vom Soziokratie Zentrum Österreich.

Soziokratie ist ein partizipatives Organisationsmodell und basisdemoraktisches Entscheidungsfindungstool. Es bietet interessante Möglichkeiten für Organisationen, für gemeinsame Entscheidungsfindung und eventuell auch für AktivistInnen-Gruppen.

Neben einer sehr respektvollen und gleichberechtigten Gesprächsführung zählte für mich auch die offene Wahl zu den spannendsten Bereicherungen dieses Seminares.

Hier nun ein paar Links und die Mitschrift dieses Impulstages:

Menschenrechte oder InvestorInnenrechte?

Das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) ist ein Handelsabkommen, das die Europäische Kommission im Auftrag der Mitgliedsländer seit 2013 mit den USA verhandelt. Die politisch Verantwortlichen meinen, damit würden Wachstum und Arbeitsplätze geschaffen.  Abgesehen von der Gefahr der Absenkung von Standards (Stichwort Chlorhühner) und des Demokratiedefizits der Verhandlungen, ist für mich vor allem die Aufwertung der Rechte der Investoren ein heikles Thema. Konzerne könnten demnach Staaten verklagen, wenn diese neue Sozial- und Umweltschutzgesetze einführen, die die Konzern-Profite einschränken. SÜDWIND fordert eine verbindliche Verantwortung von Unternehmen. Es geht uns nicht um die Stärkung von Privilegien für Investoren und Konzerne, sondern diese müssen für Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen Arbeitsrechte zur Verantwortung gezogen werden können!

A propos Freihandel: Die Zölle sind ja bereits sehr niedrig, da sind nicht-tarifäre Handelshemmnisse wie Umwelt-, Sicherheits- oder Qualitätsstandards schon bedeutsamer für die Verhandler auf beiden Seiten des Atlantiks. Doch TTIP geht darüber hinaus: es um die Neuverhandlung von Regeln für grenzüberschreitende Investitionen, Wettbewerbspolitik, geistiges Eigentum und viele Normen und Standards. Die Errichtung einer transatlantischen Freihandelszone will so ein neues Regelwerk der Weltwirtschaft formulieren. Und dies abseits der multilateralen Verhandlungen in der WTO, wo diese Themen am Widerstand der „Entwicklungs“länder gescheitert sind.

Mag. Elfriede Schachner, SÜDWIND-Geschäftsführerin                                                Wien, 4. März 2014

Links: Petition, Hintergrund-Artikel

Sumangali: Lohnsklaverei in indischen Textilspinnereien

Während viele Menschen von den Schicksalen der Näherinnen in Bangladesch, China oder Kambodscha bereits erfahren haben, ist das Schicksal von den Spinnerinnen vor allem in Südindien noch kaum bekannt. Geschätzte 150.000 Frauen sind im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu im „Sumangali“-System gefangen.

Die jungen Frauen erleiden das Schicksal des „Sumangali“- Systems. Dies gehört zu den schlimmsten Formen der Ausbeutung und ist eigentliche eine Form der (Lohn-)Sklaverei. Durch die drückende Armut und die gesellschaftliche Rolle der Frau ist eine Heirat oft der einzige Ausweg für viele junge Frauen. „Sumangali“ bedeutet übersetzt: glücklich verheiratete Frau.  Doch die Heirat erfordert eine Mitgift. Fabrikbesitzer werben junge Mädchen an, damit sie sich die Mitgift in Form einer Prämie erarbeiten können. So sollen sie in einem Zeitraum zwischen 3-5 Jahren in den Spinnereien für eine glückliche Zukunft arbeiten.

Doch die Wahrheit sieht allerdings ganz anders aus: Die Arbeitszeiten sind zwischen 12-16 Stunden pro Tag. Meistens gibt es nur einen freien Tag im Monat, und wenn die Mädchen hinaus dürfen, dann werden sie von einem Aufpasser begleitet. Dazu gehören auch permanente Überwachung und ebenso wird eine ständige Verfügbarkeit für die Arbeit verlangt. Wenn ein Arzt benötigt wird, muss er von den jungen Frauen selbst bezahlt werden. Das Problem allerdings ist, dass sie nur zwischen €15 und €40 pro Monat verdienen und Ärzte teuer sind. Häufig kommt es vor, dass die jungen Frauen am Vertragsende noch Zusatzleistungen erbringen müssen oder sie werden einfach um ihre Prämie gebracht. Häufig beenden sie auch selbst die Arbeit in den Spinnereien, weil sie körperlich nicht dazu in der Lage sind. Jahrelange, erzwungene Arbeit für einen kaum nennenswerten Lohn ohne Auszahlung der erhofften Prämie ist das Resultat.

Die kfb (katholische Frauenbewegung) unterstützt eine Partnerorganisation in Südindien (Vaan Muhil), die gegen das Sumangali-System kämpft. Die Südwind-AktivistInnen haben beschlossen das Thema aufzugreifen und mit der kfb gemeinsame Aktionen durchzuführen. Wir unterstützen damit eine Petition, die ein Verbot des Sumangali-Systems fordert und den Verantwortlichen in Südindien die internationale Aufmerksamkeit für Menschenrechtsverstöße deutlich macht!

Mehr: kfb-Kampagne, Clean Clothes Kampagne zu Sumangali

unterzeichne den Aufruf: Mattel muss die Ausbeutung in den Zulieferfabriken beenden!

Weihnachten ist für viele Menschen die Zeit der Geschenke und Viele möchten anderen eine Freude machen. Wenig zu feiern haben allerdings die ausgebeuteten ProduktionsarbeiterInnen in den globalisierten Industrien. Spielzeuge sind eines der verbeitesten Geschenke im globalen Norden – der meiste Umsatz wird in der Vorweihnachtszeit gemacht und deswegen kommt es gerade in den Monaten davor zu den schlimmsten Arbeitsrechts-verletzungen und Missständen in den Fertigungsbetrieben. Markenunternehmen, wie Mattel, Hasbro oder Disney setzen ihre Zulieferer unter massiven Preis- und Termindruck. In den Fabriken sind es wieder die ArbeiterInnen, die darunter leiden müssen. Sehr verbreitet finden wir:

  • blockierte Fluchtwege
  • Schlafräume, die so heiß sind, dass es nur Erleichterung bringt, auf dem Fußboden zu schlafen
  • Unrechtmäßig einbehaltene Löhne
  • überlange Arbeitsschichten (12 – 14 Stunden/Tag) und exzessive Überstunden (auch wochenlang ohne freien Tag)
  • keine Sichheitsschulungen bei gefährlicher Arbeit mit Chemikalien
  • Diskriminierung bei der Stellenvergabe, u.v.m.

China Labor Watch hat sechs Fabriken untersucht, die für Mattel Spielzeug produzieren und festgestellt, dass die ArbeiterInnen dort um bis zu 11 Millionen Dollar an Löhnen betrogen wurden! Mattel muss diese und andere widerrechtliche oder menschunwürdige Praktiken beenden!

Fordert mit uns faire Arbeitsbedingung und unterstützt den Aufruf an Mattel!

Mehr zum Thema gibt’s unter www.spielsachen-fair-machen.at und auf Facebook.

Südwind-AktivistInnen Steiermark proudly co-presenting: „Canning Paradise“

Mehr, mehr, mehr – egal was es koste…
Woher rührt das dramatische Ungleichgewicht in unsrer globalisierten Welt her? Es gibt einige Beispiele durch die sichtbar wird, warum es eine wachsende Kluft gibt zwischen denen, die kaufen und denen, die produzieren – zwischen denen, die profitieren und denen, die darunter leiden. Zum steigenden Konsum im Norden, gehört der Süden, wo Vieles davon herkommt. Bekleidungsindustrie, Nahrungsmittel, Handyherstellung … Überall ist das Thema die übermäßige Gier der reichen Industrieländer, die den Menschen in den Ländern des Südens die Lebensgrundlage entzieht.

Papua-Neuguinea. Auf vielen Fotos sieht es dort aus, wie im Paradies. Dies war es auch einmal. Als die Menschen noch im Einklang mit der Natur und ihrer Lebensweise sein und arbeiten konnten. Durch Fischfang, Jagd und die lokale Landwirtschaft war die Lebensgrundlage gesichert. Zunächst war der Thunfisch ein Schatz und hat zur Anbindung an den internationalen Markt verholfen – doch heute ist die Ressource am Schwinden. Seit 1950 hat sich die Fangmenge enorm erhöht. Überfischung! Multinationale Konzerne bringen das ökologische Gleichgewicht durch die großen Mengen, die an Land gezogen werden, durcheinander. Und die EU mischt eifrig mit.

Tunfisch aus der Dose -wo kommt er her? Der Film „Canning Paradise“ (2012) von Oliver Pollet gibt Antwort darauf. Wie sieht es aus in der sogenannten Thunfisch-Hauptstadt der Welt und der ersten “Special Economic Zone” des Landes? Wie gehen die Menschen mit diesem Wandel in ihrem vormals paradiesischen Land um? Prostitution, Flucht, Proteste, Verzweiflung sind die Folge…

Wer Lust hat, sich auf dieses Thema näher einzulassen, ist herzlich willkommen: Der Film wird im Rahmen des Crossroads Festivals für Dokumentarfilm und Diskurs im Forum Stadtpark in englischer Originalfassung zu sehen sein, ko-präsentiert von den Südwind-AktivistInnen Steiermark.

„Canning Paradise”“
11. 6. 2013, 20:30 Uhr
AUS, 2012, 90 min, English OV
Regie: Olivier Pollet

Dirt! – Lebenselixier Erde

8112889Am 14.03.2013 luden die Sustainers Graz zum Filmabend, bei freiem Eintritt und gratis Popcorn. Am Programm stand Dirt! The Movie – ein Film der in jeder Hinsicht sehenswert ist.

Wenn wir in Zeiten wie diesen über eine nachhaltige Ressourcennutzung sprechen, werden Boden und Erde manches Mal etwas hinten angestellt – dabei sind sie vielleicht die wichtigsten Ressourcen. Wir stehen, schlafen, spielen darauf – ohne Boden, wo wären wir da? Vermutlich nirgendwo. Er ist die Lebensgrundlage von Mensch, Tier, Pflanze, etc. Allzu oft wird das vergessen und vom Erdenmensch „mit Füßen getreten“.

Im Film werden globale Zusammenhänge aufgezeigt, wie menschliche Eingriffe in das Ökosystem und den Boden mit- oder hauptverantwortlich sind für das Fortschreiten des Klimawandels, Überflutungen und sogar Kriege. Es ist erschreckend, wie das Lebenselixier Erde von Menschenhand zerstört wird, sei es durch den großflächigen Einsatz von Pestiziden in einer industrialisierten Landwirtschaft, Flächenversiegelungen oder die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Neben den ökologischen Auswirkungen sind es auch die menschlichen Schicksale die betroffen machen: Menschen die nur mehr den Selbstmord als Ausweg kennen, wenn sie durch die Abhängigkeit von Pestiziden von Großkonzernen an den finanziellen Ruin getrieben werden.

Der Film zeigt aber auch, dass es engagierte Menschen gibt, die die Ressource Erde nachhaltig nutzen, die Biodiversität fördern und die Wichtigkeit des Bodens aufzeigen. Die Beispiele reichen vom natürlichen Baumaterial Erde bis zu Schulgärten und Renaturierungsprojekten.

Vielen Dank für einen spannenden und kurzweiligen Filmabend. Unsere Empfehlung: anschauen!

Links:

http://sustainers-graz.weebly.com/

http://www.thedirtmovie.org/

Radiointerview nachhören

Freies Radio Innsbruck - FREIRAD

Gestern waren Claudia und Maria bei Radio Freirad in Innsbruck bei Vanessa Schatzer und Michael Gams zu Gast. Ihr könnt den Radiobeitrag unter dem folgenden Link herunterladen und nachhören.

Link zur Audiodatei: Radiobeitrag 2013-02-04

Infos zum Programm: http://www.freirad.at/?page_id=25&sendung=285&termin=1073&datum=2013-02-04

Liebe Grüße und vielleicht sehen wir uns nächste Woche Montag, 11. 02. 2013, in Innsbruck beim nächsten Netzwerktreffen.