Was wir so getan haben…

Südwind AktivistInnen

Ihr seid neugierig was wir die letzten Monate in den verschiedenen Regionen gemacht haben? Welche Themen uns beschäftigt haben, wie wir uns verkleidet haben?
Perfekt, denn das könnt ihr alles im Jahresbericht der AktivistInnen nachlesen!

Entweder ihr schaut auf Downloads oder ihr klickt gleich hier um euch durch die verschiedensten Aktionen des letzten Jahres zu blättern.

Falls ihr euch selbst engagieren wollt, schaut doch bei den Treffen in den verschiedenen Regionen vorbei! Infos dazu gibt es hier und/oder bei den regionalen Kommunikationskanälen (Mailinglisten, Facebook) :) – kommt vorbei, gestaltet mit uns das nächste aktivistische Jahr!

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Südwind Academy 2017 – der Abschluss

 

Mutige vor! Der dritte Tag der Südwind Academy stand ganz im Zeichen des Aktivismus – und dafür mussten einige TeilnehmerInnen schon gleich am morgen so manche Grenze überwinden. Nach dem Frühstück ging es direkt nach draußen in den Klettergarten. Nach der Sicherheitseinführung konnten sich die TeilnehmerInnen im Aufstieg, Balancieren, Abseilen und Klettern erproben – und dabei im wahrsten Sinne des Wortes so manche Hürde überwinden.

Aber was hat diese Outdoor-Aktion mit Aktivismus zu tun? Diese Frage wurde anschließend gemeinsam im Seminarraum besprochen. Und nach einer kurzen Verschnaufpause war allen der Zusammenhang ziemlich schnell klar: Auf dem Kletterparcour ging es darum Mut zu zeigen, eigene Grenzen zu überwinden, im Team zu arbeiten, einander zu vertrauen und überlegt anstatt überstürzt an neue Aufgaben heranzugehen – genau wie bei der Planung und Umsetzung einer Aktion.

Nach einem Brainstorming diskutierten die TeilnehmerInnen dann, welche unterschiedlichen Formen der Aktion möglich sind, welche Rollen und Funktionen dafür benötigt werden und was dazu führt, dass eine Aktion gelingt oder eben nicht. Um die zahlreichen Möglichkeiten nicht nur in der Theorie zu besprechen, sondern auch praktisch zu erproben, sollten die TeilnehmerInnen dann in kleinen Gruppen zu einem ausgewähltem Thema ihre eigene Aktion planen und anschließend präsentieren. Das Fazit: Wer eine gute Idee hat, kann in relativ kurzer Zeit mit wenig Mitteln wirksam auf ein Thema Aufmerksam machen.

Am Nachmittag ging es dann entspannter zu – die Teilnehmer schauten sich in gemütlicher Atmosphäre die Dokumentation Die Zukunft ist besser als ihr Ruf an. Der Film portraitiert sechs Menschen, die sich auf unterschiedlichste Weise engagieren, um etwas zu bewegen.

Nach dem Abendessen gab es dann ein “Speed-Dating“, bei dem die TeilnehmerInnen in kurzen routierenden Zweier-Interviews die Chance hatten, die vielen Initiativen kennenzulernen, in denen sich die anderen TeilnehmerInnen engagieren. Am Ende stand eine lange Liste mit spannenden Projekten, die die vielfältigen Möglichkeiten für das eigene Engagement aufzeigt und Lust auf neue Projekte macht.

Am Abend ließen die TeilnehmerInnen den spannenden Tag mit einem gemütlichen Lagerfeuer und Stockbrot ausklingen.

 


 

Am Samstag und letzten Tag der Academy ging es gemeinsam im Zug nach Graz.
Nach einem konsumkritischen Stadtspaziergang haben wir im Spektral die Academy offiziell ausklingen lassen und gemeinsam gegessen, danach besuchten wir noch einen spannenden Workshop beim Nyéléni Herbsttreffen, zum Beispiel zum DIY – Demokratie Repaircafé.

So fand ein informatives, lustiges, lehrreiches, buntes Wochenende seinen Ausklang und voller Energie, Motivation und Ideen zerstreuten sich die AktivistInnen wieder in alle Himmelsrichtungen.

Südwind Academy 2017 – der erste Tag

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Während die einen am Staatsfeiertag die Fahnen geschwungen haben, haben wir uns am ersten Tag der Südwind Academy mit anderen Themen befasst. Facts rund um Südwind, die Säulen (Informieren – Bilden – Handeln), Ziele bzw. Themen von Südwind (gerechte Globalisierung – faire Arbeitsbedingungen weltweit – Menschenrechte) und die unverzichtbare Rolle der AktivistInnen waren der Einstieg in diesen Feiertag.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns dann beim Welthandelsspiel mit den Mechanismen der Wirtschaft auseinander gesetzt. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto sind wir ins aktuelle Kampagnenthema eingestiegen: Fairer  Kaffee. Mit Quiz,  Ausstellung und  Kaffee-Sackhüpfen haben wir neue Einblicke in die Herkunft, den Handel und den Konsum der „bittersüßen Bohne“ gewonnen.

Nach einem kurzen Input zum Thema „Fairer Handel und Migration“ stand das Kamingespräch mit  Florian Ablöscher von Fairtrade auf dem Programm. Themen, die wir vorab schon beim Thema „Kaffee“ gestreift haben, konnten wir jetzt vertiefen und einen Einblick in die Vorteile, aber auch die Herausforderungen des fairen Handels gewinnen.

Nachdem wir den ganzen Tag viel geredet, gelacht und diskutiert haben, stand zum Abschluss dieses ersten Tages noch ein musikalischer Ausflug in den Irak am Plan. Hedi vom Verein KAMA hat uns mit viel Geduld und Enthusiasmus Tänze aus dem kurdischen Norden näher gebracht und unser Rhythmusgefühl auf die Probe gestellt.

Als Einstimmung auf den zweiten Tag haben wir uns Videos von vergangenen Südwind-Aktionen angesehen und den Tag in der Taverne bei ein paar Gläschen und Gitarrenklängen ausklingen lassen.

Hier gibts noch ein kurzes Video mit den Impressionen des ersten Tages!

Südwind Academy 2017…ein erster Abend

 

Zusammenkommen. Ein Zusammenkommen von Menschen aus Österreich. Aus Deutschland. Aus der Welt. Und ein Ankommen. Miteinander sind wir angekommen. Mit der Bahn. Mit einem Taxi. Mit dem Auto. Zum Essen sind wir zusammen gekommen und in den Zimmern sind wir zusammen angekommen. Wir sind angekommen und aufgenommen. Wir haben auch viel aufgenommen. Viele neue Gesichter, viele neue Namen und die ersten Blicke auf die Welt. Die Weltkarte und das Weltspiel. Viele Informationen haben wir aufgenommen am ersten Tag. Beim ersten Aufeinandertreffen. Beim ersten gemeinsamen Blick auf die unterschiedlichen Blickrichtungen auf die Welt.

Short facts

60% der Weltbevölkerung lebt in Asien (davon in Russland 2%)

jeweils ca. 30% des BIP wird in der EU, in Nordamerika und in Asien produziert

5% haben Zugang zu Internet (Tendenz steigend)

24% zu Fernsehen

52% sind weiblich

48% männlich

1% hat einen Hochschulabschluss

Zahlen der Welt. Zahlen der Weltbevölkerung. Zahlen von Menschen über Menschen. Zahlen und Kategorien und wie grenzen wir die Kategorien ab? Über welche sprechen wir und über welche nicht? Über Geschlecht sprechen wir, über Hautfarbe nicht. Beides äußert sich in Erscheinungsformen, beide sind genetisch veranlagt. Beide ohne eindeutige Grenzen, beides Eigenschaften der Menschen. Nur lassen sie sich unterschiedlich leicht in Zahlen übertragen. Einfach erzählbar wie die Bevölkerungszahl sind sie nicht.

 

Bericht zum Themenabend Palmöl

In beinahe jedem zweiten Lebensmittel findet man es, auf einem großen Teil der Erde wird es angebaut. Sehr viele Menschen sind davon betroffen. Ob es der Lebensraum, die Arbeitswelt oder der Verzehr ist. Palmöl trifft die Erde wie ein Krater. Von der Dimension etwas galaktisch und trotzdem nicht weit verfehlt.

Es beginnt beim Kleinsten 

Wie überall wird beim schwächsten Glied begonnen. Wenn wir von Palmöl sprechen, sind das schwächste Glied die Kleinbauern. Dabei ist es wichtig die Bedeutung des Wortes zu verstehen. Unter Kleinbauern versteht man Menschen, die oft im Zuge der Familie ihr Handwerk von klein auf lernen und später dann auch zum Beruf machen. Durch dieses Erlenen eines solchen Handwerks ist meistens wenig Platz für anderes. Schule? Bildung? Worte ohne persönlichen Bezug. Die Folge dessen ist, dass ohne Bildung, der Horizont kleinkariert bleibt. Keine Weitsicht und auch keinen Einblick. Das Ergebnis kann nur sein, Gutmenschen, die arbeiten um zu leben und das tun was verlangt wird.

Der Staat bin ich

Wenn etwas groß wirkt, reicht es oftmals. Beim Thema Palmöl ist das der Fall. Das Ackerland in Süd-Ost Asien, ist ein Paradebeispiel. Große Investoren aus Riesenkonzernen machen sich beim Staat interessant und hebeln das Gesetz aus in dem sie den Gesetzgeber kaufen. Das ist nicht nur ein moralischer Handschlag mit dem Teufel, sondern auch ein Spiel mit der Existenz vieler Menschen. Und dabei geht es noch nicht einmal um das Eigentliche.

Unser tägliches Öl gib uns Palmen

Große Konzerne bedeutet große Anbauflächen. Große Flächen ziehen auch viele ArbeiterInnen mit sich. Und dazu passt dann auch das altbekannte Sprichwort: Hohe Quantität, wenig Qualität. Aus Natürlicher Vielfalt und Urwald  entsteht eine durchstrukturierte Monokultur, bei der nicht die Natur im Vordergrund steht, sondern das Geld. Unter dem Motto, „Mehr Pflanzen, mehr Geld“, wird das Konzept verfasst und Aufgaben verteilt. Wenn man so eine Aufgabenliste betrachten würde, wird man auf die Punkte Rodungen und Vertreibung nicht herumlesen können. Die Bäume verlassen ihren Ursprung und die Bewohner ihr Haus. Das alles wird mit Feuer verewigt und somit beginnt der Hexenkessel zu brodeln.

Das Spektral als Treffpunkt

Diese komplexe Angelegenheit wurde am 15.März im Spektral in Graz zum Thema gemacht. Durch eine Filmvorführung von Landraub und einer anschließender Diskussion mit dem erfahrenen Ansprechpartner David Horvath von Südwind Steiermark, wurde ein breites Spektrum geboten. Eine Sicht auf ein Thema, das die Welt verändert, die Zukunft gestaltet und jeden einzelnen betrifft. Diese Wichtigkeit wurde von vielen erkannt. Dafür ist man auch gerne zusammengerückt und hat jeden freien Stuhl genutzt. Für des Leibes Wohl sorgten einige AktivistInnen mit einer Dumpster Aktion, aber auch Food-Sharing blieb nicht ungenutzt und so wurden alle Interessierten kulinarisch bestens versorgt und haben zu dem auch noch Lebensmittel gerettet. Doppelt hält besser! Doch das war nicht das einzig positive an diesem Abend, den während der Filmpräsentation wurden auch Unterschriftenlisten für Gerechtigkeit von Keksen durchgereicht und diese sind auch zahlreich unterschrieben worden. Damit die Ausbeutung der von der Umwelt angefangen bis hin zu einem Kleinbauern nicht länger unterstützt und die Welt wieder ein Stück gerechter gemacht wird!
Insgesamt muss man ein großes Lob an alle Teilnehmer für die lange Konzentrationsausdauer aussprechen, dabei sollte man nicht vergessen wer diesen Abend möglich gemacht hat. Angefangen bei der neuen Südwind-AktivistInnenkoordinatorin Lisa Weichsler, dem erfahrenen Diskussionspartner David Horvath, so wie auch den vielen KooperationspartnerInnen, Supply Change, Grüne Akademie Steiermark, System Change not Climate Change, ÖH-Uni Graz, Greenpeace und zuletzt noch Attac Graz.

Danke für diesen sehr gelungenen Abend!

Ein letztes Fazit: „Besonders wird etwas nicht durch den Gebrauch in jedem Moment, sondern durch den Moment im Gebrauch!“

 


Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier der Link zur Petition:
http://www.supplychainge.org/mach-mit-at1/petition-palmoel-gerechtigkeit-fuer-meine-kekse/

Ein unmoralisches Angebot…

Achtung, satirischer Inhalt!

MitarbeiterInnen für innovatives Start-up in Ernährungswirtschaft gesucht!

Wer wir sind: 
Wir, ein junges Team von StudienabgängerInnen der Wirtschaftswissenschaften aus verschiedenen Ländern Europas und den USA, wollen etwas verändern! Wir wollen nicht länger zusehen, wie südamerikanische Kleinbauern den Profit einheimsen. Auch wir wollen Menschen aus unseren Breitengraden die Möglichkeit geben, ein Teil der Bananenindustrie zu werden. Wir suchen Menschen, die bereit sind, ihr eigenes Leben aufzugeben, um ein neues Leben dort zu starten, wo der ewige Sommer Realität ist.

Wir bieten:
-eine sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit grünem Daumen
-überdurchschnittlich hohe Entlohnung im Vergleich zu sonst üblichen Tarifen innerhalb der Bananenindustrie. Wir zahlen 6% des Gesamtpreises einer Banane an Sie!
-Anstellungsmöglichkeiten für Ihre Kinder (so können sie bereits in frühen Jahren Joberfahrung gewinnen, das verschafft Arbeitsmarktvorteile!)
-selbstbestimmtes Arbeiten, wir bestimmen die Menge und den Preis, Sie den Rest!
-Datenschutz und Geheimhaltung wird bei uns ganz groß geschrieben: sie müssen nichts über ihr Betriebsgeheimnis preisgeben, das interessiert uns nicht, wir vertrauen Ihnen
-Betriebsmittel wie Pflanzenschutzmittel und Unkrautbekämpfungsmittel zu besonders günstigen Preisen
-Sie werden schwanger? Kein Problem, bei uns müssen Sie nie wieder arbeiten
-wir übernehmen den Verkauf im Lebensmitteleinzelhandel für Sie sehr gerne!
-keine Lust sich mit den Kollegen auseinander zusetzen,ständige BetriebsrätInnensitzungen rauben Ihnen den letzten Nerv..? Kein Problem, denn wir  fördern Einzelkämpfer ganz besonders
– wir halten Ihnen den Rücken frei, Sie müssen sich nicht mit der Umweltpolizei oder MenschenrechtsaktivistInnen abgeben

Sie bieten
-einen gesundheitlich einwandfreien Zustand
-die Bereitschaft, sich stets unter vollem Einsatz der eigenen Gesundheit für ein gutes und makelloses Wachstum der Banane einzusetzen
-wenn möglich einen eigenen LKW und eigene landwirtschaftliche Fläche in Ecuador, Costa Rica, oder Kolumbien
-Verschwiegenheit. Wir wollen doch unsere guten Geschäftsbeziehung nicht beeinträchtigen.

Bevorzugt werden BewerberInnen mit Migrationshintergrund und Mütter mit Kindern
Bewerbungsunterlagen bitte per Mail an: total_bananas@corporation.com
Oder per Post:
Industrial way 1
Georgetown -KY1-1100
Cayman Islands- UK


Natürlich ist dieses Jobangebot nicht echt. Natürlich sind gewisse Forderungen überzeichnet. Dennoch entspricht vieles, wenn die überspitzte Formulierung und die satirischen „Effekte“ ausgeblendet werden, leider der Realität.

Damit solche Jobanzeigen nicht Realität werden, muss sich einiges an den Handelspraktiken sowie den Produktionsbedingungen ändern. Was du dazu beitragen kannst? Informiere dich und kaufe fair :)

Infos gibt es hier:
https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/
http://makefruitfair.org/de/

 

ÜRAT 2017 – jetzt mitmachen!

Der Südwind-ÜRAT (überregionales AktivistInnen-Treffen) findet dieses Jahr von 3. bis 5. März in Vöcklabruck statt. Wie inzwischen schon Tradition starten wir am Freitag Nachmittag und üraten bis Sonntag nach dem Mittagessen.

Weitere Details zu Ort und Anreise und Programm gibts hier: einladung_urat2017.
Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (gegen Vorlage der Tickets) übernimmt Südwind.

Die Programmpunkte sind:

  • Make Fruits Fair: Updates aus der Kampagne. Fokus: was haben wir mit unseren Aktionen 2016 bewirkt?
  • Aktionswerkstatt: Aktionsideen für aktuelle Kampagnen sammeln und Werkzeuge kennen lernen
  • Vernetzung und Erfahungsaustausch: wie können wir neue Interessierte für Aktivismus begeistern?
  • Reisebericht Indonesien zum Thema Palmöl

Wie jedes Jahr soll daneben auch noch Zeit sein, wichtige organisatorische Fragen zum AktivistInnen-Netzwerk zu besprechen, uns wieder einmal persönlich zu treffen und Inspiration und Motivation weiterzugeben! :-)

Rückblicke gibts hier: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_urat  und hier eine Info, was das überhaupt ist: https://suedwindaktivistinnen.org/treffen.

Anmeldung ab sofort bis 23. 2. mit einem formlosen Mail an: aktivismus@suedwind.at.

Make Fruit Fair – Straßenaktion

Die Wiener AktivistInnen haben sich dazu entschlossen als Bananen, Bäuerinnen und Bauern sowie als Konzernmächte auf die schlimmen Arbeitsbedingungen im Bananenanbau aufmerksam zu machen.
Am 8. Oktober 2016 wollten wir somit gleich in die europaweite Aktionswoche zu Make Fruit Fair einsteigen!

Der perfekte Ort dazu wurde auch schnell gefunden – vor der Lidl-Filiale in der Meidlinger Hauptstraße. Lidl, einer der größten Diskonter in Europa, hat großen Einfluss darauf, welche Bananen dann wirklich im Geschäft landen.

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Viele Bauern und Bäuerinnen würden jedoch auch gerne die Bananen auf natürlichem Weg, ohne großen Pestizideinsatz anbauen und ernten – dieser schadet nicht nur Natur sondern auch den ArbeiterInnen.
Dabei verdienen vor allem die großen Konzerne und die ArbeiterInnen bleiben auf der Strecke.

In einem Straßentheater mit Infotisch haben wir auf diese Missstände aufmerksam gemacht und Unterschriften gesammelt.

 

die letzten Vorbereitungen
die letzten Vorbereitungen

Unsere Managerin will die Bananen „billig und gelb“, alles andere ist ihr egal, dafür wird natürlich Geld in Pestizide und Herbizide investiert.

Obwohl unsere Bananen von den Bäuerinnen und Bauern umarmt werden, ist unklar, was wirklich dahinter steckt? Sind sie fair?img_5792

sind das faire Früchte?
sind das faire Bananen?

Doch in unserem Straßentheater geht alles gut aus: Bananen und PlantagenarbeiterInnen gewinnen den Kampf um die fairen Produktionsbedingungen!

Bananen und ArbeiterInnen gewinnen
Das Blatt hat sich gewendet.

Jetzt muss das auch noch in der Wirklichkeit geschehen -du kannst auch einen Teil dazu beitragen, indem du die Petition unterschreibst, falls du das noch nicht getan hast: https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/

Lassen wir die Früchte und PlantagenarbeiterInnen gewinnen!

eine erfolgreiche Straßenaktion :)
eine erfolgreiche Straßenaktion :)

Schuhe, bitte erzählt mir aus eurem Leben.

Schuhkauf: fair produziert und gehandelte Schuhe gesucht

Kennt ihr das? – Ihr braucht mal wieder neue Schuhe und macht euch auf die Suche. Schön sollen sie sein, die richtige Größe haben und natürlich sollten die Schuhe auch fair produziert und gehandelt worden sein. Ihr wisst um die leider oft schrecklichen Produktionsbedingungen in vielen Ländern Bescheid und habt bereits gelesen, dass die manchmal gesundheitsgefährliche Arbeit von unterbezahlten ArbeiterInnen verrichtet wird. Euer nächstes Paar soll daher ein faires sein. Nur, wie kommt ihr zum gesuchten Paar?

Im Zuge der Kampagne Change your Shoes galt die Aufmerksamkeit den täglichen Beschützern unserer Füße – unseren Schuhen:

KonsumentInnen haben das Recht zu wissen, ob Ausbeutung und Gift an ihren Schuhen kleben. Am Schuh oder auf der Schuhverpackung ist die Suche nach diesen Informationen vergeblich. Dieser Mangel an Transparenz macht es schwierig, sich als KonsumentIn bewusst für Schuhe zu entschieden, die fair und nachhaltig produziert wurden. (Quelle: https://www.suedwind.at/handeln/shopping-guides/)

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Es gilt beim Kauf viele Kriterien zu berücksichtigen:

  • Welches Material wird verwendet?
  • Wie werden die Materialien erzeugt?
  • Wie werden Materialien verarbeitet?
  • Ist der Schuh reparierbar?
  • Wie lange halten die Schuhe?
  • Wie kann der Schuh gepflegt werden?
  • … und klarerweise: zu welchen Anlässen tragbar, mit welchen Kleidungsstücken kombinierbar
  • … ihr kennt die Liste

Die nachfolgenden Links helfen euch hoffentlich dabei die richtigen Schuhe zu finden und geben euch Auskunft über die vielen Ergebnisse der Change Your Shoes Kampagne.

 

 

Bei allen Hinweise und Tipps am Blog gilt wie immer: nach bestem Wissen und Gewissen. Haltet euch am Laufenden und erkundigt euch im Internet, in eurem Umfeld und im Fachhandel über die Produktionsbedingungen.

Liebe Grüße und viel Freude mit euren Schuhen!
die Wiener Südwind AktivistInnen

Südwind Academy 2016: jetzt anmelden!

Yeeeh, sie ist wieder da! Unter dem Motto „Alternativen für eine gerechte Welt von morgen“ widmet sich die diesjährige Academy von 22. bis 25. September der solidarischen Ökonomie und dem Thema Ernährung global. Dabei werden die vorgetretenen Pfade der kapitalistischen Wirtschaft hinterfragt und Alternativen aufgezeigt, die dem Kauf am freien Markt, also üblichem Weg der Güter- und Dienstleistungsversorgung, entgegentreten und SINNvolles schaffen, anstatt ausschließlich Profit.

Es sind alle herzlich eingeladen daran teilzunehmen, denen globale Themen ein Anliegen sind, die selbst MultiplikatorInnen sein möchten, die mit Freiwilligen arbeiten, die dazu aktiv werden möchten oder es schon sind.

Die Anmeldung ist bis 15. Juli 2016 möglich (begrenzte TeilnehmerInnenzahl!).

Alle Infos (Ort, Programminfos, Anmeldung, Teilnahmegebühr, …) findet ihr unter www.suedwind.at/academy. Für Fragen wendet euch bitte an academy[at]suedwind.at. Was in den letzten Jahren dazu passiert ist, findet ihr ja gesammelt da: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_sudwind-academy/

Make Supermarkets Fair!

Supermärkte setzen in den vergangenen Jahren verstärkt auf Eigenmarken, wie „Zurück zum Ursprung“ (Hofer), „Clever“ (REWE Group) oder „S-Budget“ (Spar). Zwei Drittel aller KundInnen kaufen ganz bewusst regelmäßig Eigenmarken, vor allem weil sie preiswerter sind als das entsprechende Markenprodukt. Der Umsatz im Einzelhandel mit Eigenmarken kletterte so europaweit auf etwa 40 Prozent. Wenn diese Eigenmarken nachhaltiger produziert würden, hätte dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des globalen Südens. Doch die Realität ist eine andere: Ausbeutung zum Dumpingpreis ist in den Fabriken und auf den Plantagen Alltag. Das versuchen wir mit unserer Kampagne „Supply Cha!nge“ zu verändern. Auch du kannst uns dabei helfen – hast du schon unseren Videoclip gesehen? Klick mal rein: https://www.youtube.com/watch?v=tFXwr8L9nI4.

Aktuell gibt es 2 Petitionen, die sich an die Supermarktketten richten:

Auf der Website http://www.supplychainge.org findest du außerdem umfassende Hintergrundinfos zu Supermärkten und zu den unterschiedlichen Produken.

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Leckereien der Natur: der Holunder

Vor kurzem haben wir einen Markt vorgestellt, den Viktor-Adler-Markt in Wien. Wenn wir jetzt noch mehr über unsere Nahrungsmittel, ihre Verarbeitung, den Verkauf und ihren den Ursprung wissen wollen, dann müssen wir noch etwas weiter gehen – dieses Mal hinaus in die Natur und hinauf auf die Hügel rund um Wien.

Im Frühling blüht unter anderem der Holunder (Wikipedia: Holdunderblüten) und die weißen Blüten sind gut von weitem zu sehen und zu riechen. Augen und Nasen auf!

Der Holunderstrauch beginnt jetzt, im Mai in vielen Teilen Österreichs zu blühen oder steht bereits in Blüte. Ein paar Rezepte, was ihr mit den Blüten machen könnt, haben wir hier gesammelt. Kurz in eine Suchmaschine getippt oder Freunde und Familie befragt, kommt ihr sicher auf weitere Ideen.

Natur - Holunder
Blick auf einen Holunderstrauch im Vorder- und Wien im Hintergrund

Wir wünschen euch schöne Frühlingstage und gutes Gelingen beim Verarbeiten der Holunderblüten. Achja – klärt auch zuvor ab, ob die Blüten auch gepflückt werden können oder der von euch anvisierte Strauch auf einem privaten Grundstück steht – Nachfragen zahlt sich aus und vielleicht gibt es auch einen guten Deal: Zugang zu Blüten vs. Marmelade. Und ihr lernt neue Leute in eurem Umfeld kennen.

Liebe Grüße von den Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

Panama Leaks: Mehr als nur Daten. Ein Überblick über Ereignisse der letzten Monate.

Dieses Mal war es Panama. Zuvor war es Luxemburg. – Was folgte auf die Veröffentlichung der Daten des Unternehmens Mossack Fonseca? Wer war und ist involviert? Wer wusste Bescheid?

Die Auswirkungen der Publikationen der Daten eines Unternehmens mit Sitz in Panama waren und sind weltweiterhin zu spüren. Die letzten Wochen und Monate sind fast täglich Neuigkeiten über Unternehmen und Privatpersonen in Bezug auf Panama Leaks veröffentlicht worden. Einen guten Überblick über Hauptereignisse gibt diese Seite, welche die globale Tragweite der Rechercheergebnisse vor Augen führt: http://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56d6c8af595105a203b58bb3/.

Where LuxLeaks put the heat mainly on multinational companies, the Panama Papers have revealed the tax avoidance strategies of individuals — and across Europe, the public seems increasingly intolerant of such strategies.

Regierungsmitglieder sind zurückgetreten (z.B. in Spanien – http://www.politico.eu/article/spanish-minister-quits-over-panama-papers-leaks-jose-manuel-soria-pp/), Steuerbescheide werden veröffentlicht (z.B. Hr. Cameron – https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/515399/PM_Tax_Schedule_9_04_2016.pdf) Neuwahlen sind ausgerufen worden (Island) und auch in hierzulande, in Östrreich, sind Kooperationen mit dem Unternehmen in Panama publiziert und diskutiert worden. Es folgt z.B. der Rücktritt eines Bank-Chefs (http://derstandard.at/2000034343204/Hypo-Chef-Michael-Grahammer-tritt-zurueck) und auch frühere erfolglose Prüfverfahren wurden jetzt wieder aufgenommen. (http://derstandard.at/2000034173424/Oesterreicher-im-Panama-Kanal).

Journalisten des ORF und des FALTERS (https://cms.falter.at/falter/kategorie/themen/panama-papers/) waren auf österreichischer Seite an den Recherchen beteiligt. Zugespielt wurden die Daten zuerst von einer anonymen Quelle (Jon Dow) der Süddeutschen Zeitung, wie Journalist Bastian Obermayer ( @b_obermayer ) twittert:

Hello. This is John Doe. Interested in data? I’m happy to share- this is how it started more than a year ago

Intensive und internationale Kooperation waren auf Seiten der Journalisten nötig, um die riesige Menge an Daten zu sichten, zu prüfen und aufzubereiten. Das investigative Journalistennetzwerk (ICIJ · The International Consortium of Investigative Journalists) hat vor kurzem auch eine Liste von Personen veröffentlicht, die in den ersten, gesichteten und analysierten Dokumenten vorkommen (https://panamapapers.icij.org/the_power_players/). In den nächsten Jahren werden weitere Veröffentlichungen folgen, so Journalisten des Netzwerks.

Mehr als nur ein Problem eines Landes.

Der Präsident Panamas, dessen Land dem Fall den Namen gibt, hat u.a. in der NY Times Stellung bezogen und darauf hingewiesen, dass Steuervermeidung (Es wird auch von Steuerflucht, Steuervermeidung und aggressiver Steueroptimierung im dt. Diskurs gesprochen.) ein globales Problem ist: „But the problem of tax evasion is a global one. Panama does not deserve to be singled out on an issue that plagues many countries.“ (Quelle: http://www.nytimes.com/2016/04/11/opinion/dont-blame-panama-tax-evasion-is-a-global-problem.html?_r=0). Es ist nicht nur ein globales Problem, sondern vielmehr ein globales Geschäftsmodell mit zahlreichen Involvierten und einigen wenigen Begünstigten.

OXFAM sieht das Thema nicht nur als isoliertes globales Steuer-Phänomen, sondern verknüpft das Thema auch mit der globalen Verteilung von Reichtung und dem Entstehen von Armut. Die NGO ruft aktuell mit einer Petition (https://www.evenitup.org/) zum Schließen des Steuerhimmels (Tax Haven) auf.

end the era of tax havens If we’re going to end extreme inequality and poverty, it’s time to end the era of tax havens.

Jon Doe, die Person, welche die Daten weitergespielt hat, hat einstweilen ein Manifest veröffentlicht und ergänzt die Dokumente um seine / ihre Sicht auf das Entstehen und die Bedeutung der veröffentlichten Daten. Er / Sie startet mit dem Hinweis auf die globale Bedeutung der Daten und die Auswirkungen von Steuerflucht und Korruption auf die globale Gesellschaft.

Income inequality is one of the defining issues of our time. It affects all of us, the world over.

Was werden wir noch zu lesen bekommen? Was hat sich in der Gesellschaft bewegt? Wieso machen unsere Regierungen und die EU-Kommission so wenig gegen Steuerflucht? Was wurde bisher getan? Warum wird Vermögen in Österreich praktisch nicht besteuert? Wer profitiert? Was ist mit uns als Bürgern und Bürgerinnen passiert?

Wer hat nicht schon einmal die Frage vernommen? – „Brauchen’S a Rechnung?“

Panama Leaks und Lux Leaks sind zwei Elemente unserer Gesellschaft, eines Teils unserer Gesellschaft, ein Ergebnis bestimmter Wertvorstellungen und eines Zeitgeists (seit wann?). Waren es immer nur die anderen? Wer hat weggeschaut? Wer hat nicht nachgefragt? Wer wollte es wahrhaben? Wer nicht? Wer hat tägliche soviele andere Sorgen, dass keine Zeit und Energie für Unmut und Empörung bleibt? Wer hat bereits resigniert? Wessen Vorteil ist die Resignation? Wessen Nachteil?

Panama Leaks-Daten sind weit mehr als nur Geschäftsfälle, es sind Gesellschaftsfälle, Wirtschaftsfälle, Korruptionsfälle und Kulturfälle. Sie sollten auch Anlass sein, uns intensiver mit uns, unser Gesellschaft und allen globalen(!) Mitgliedern zu beschäftigen. Es hängt alles zusammen.

Panama Leaks hat auch, wie wir bei LuxLeaks mitverfolgen (Gerichtsverfahren: http://www.theguardian.com/world/2016/apr/26/luxleaks-trial-tax-whistleblowers-begins-luxembourg) und in Jon Does Manifest lesen können, eine rechtliche Dimension. Wie gehen wir mit Personen um, die Daten veröffentlichen – es als öffentliches Interesse ansehen, Daten der breiten Öffentlichkeit zukommen zulassen? Welche Rolle haben Edward Snowden, Julian Assange oder das Netzwerk WikiLeaks erhalten – und von wem? Und warum? Wer schützt wen? Wer wird nicht geschützt? Warum?

Panama Leaks ist auch ein starkes Statement für Qualitäts-Journalismus. Riesige Datenmengen waren und sind weiterhin zu untersuchen, globale Zusammenhänge sind zu verstehen, Geschäftsfälle sind monatelang auseinanderzunehmen und dabei ist immer abzuwiegen, wo öffentliches Interesse beginnt und wo es endet.

Wer bin ich? Wer sind wir? Was tun wir? Was tun wir nicht? Wer verliert? Wer gewinnt?

Schauen auch wir genauer hin! Prüfen wir, was um uns geschieht! Überprüfen wir, was mit uns geschieht! Fragen wir nach! Forschen wir! – Täglich. Täglich. Täglich.

 


Links zum Weiterlesen.

Einkaufen in der Stadt: Ein Besuch am Wiener Viktor-Adler-Markt

Woher kommt unser Gemüse? Wer ist aller an der Aussaat, der Pflege, der Ernte, der Lieferung und dem Verkauf beteiligt?

Immer wieder greifen Südwind Aktivist_innen das Thema Ernährung auf und informieren anhand von tropischen Früchten (siehe Make Fruit Fair Kampagne), Schokolade (Make Chocolate Fair) und zum Beispiel Freihandelsabkommen (TTIP Stoppen, Future Farmer – Aktion) Zusammenhänge zu Fragen der Landwirtschaft, Ernährung und Handel.

Dieses Mal gibt es am Blog praktische Informationen zu Einkaufsmöglichkeiten in Wien. Die Stadt Wien betreut unter dem Titel Wiener Märkte zahlreiche größere Märkte in Wien. Es gibt auch eine App (für iOS und Android), welche über Öffnungszeiten und Marktangebote informiert. Hier kommst du zur Website der Stadt Wien.

Wiener Märkte - App der Stadt Wien
Wiener Märkte – App der Stadt Wien

Ein Photo vom Viktor-Adler Markt im 10. Wiener Gemeindebezirk gibt es von uns als Vorgeschmack dazu.

Wiener Märkte - Viktor-Adler-Markt
Wiener Märkte – Viktor-Adler-Markt

Es gibt aber nicht nur jene Märkte, die unter dem Titel Wiener Märkte zusammengefasst sind, sondern zahlreiche kleinere und größe Märkte. Auf Wikipedia gibt es eine Liste an Märkten in Wien. So zum Beispiel gibt es seit wenigen Jahren den BioMarkt Lange Gasse mit seiner Facebook Seite „BioMarkt-LangeGasse“.

Wo befindet sich dein Lieblingsmarkt? Kommentiere den Eintrag und teile mit uns Infos zu deinen Lieblingsmarkt.

Weiterführende Links:

 

Summer School on Food Systems

Im aktuellen Südwind-Projekt „May your Meal“ wird dieses Jahr eine Summer School stattfinden, an der 30 junge Menschen aus Europa und dem Globalen Süden teilnehmen können. Sie wird im Yspertal stattfinden und sich mit Fragen rund um das „global food system“ beschäftigen.

Alle Infos gibts hier.
Deadline für Bewerbungen ist der 10. April.

Petition: Kein Patent auf Leben.

Letztes Jahr hat der internationale Protest die Saatgutverordnung gekippt. Ein wichtiger Schritt nach vorne, aber es gilt weiterhin aufzupassen, denn es steht viel am Spiel: Ernährungssouveränität, Saatgutvielfalt und ein intaktes Ökosystem sind Grundlage für ein gutes Leben. Es gilt sie zu bewahren.

Entscheidungen des Europäischen Patentamts der letzten Monate zeigen die Gefahr von Patentierungen im Lebensmittelbereich auf (http://derstandard.at/2000031359012/Patente-auf-Leben-werden-in-der-EU-Realitaet, http://kurier.at/wirtschaft/marktplatz/konzerne-sichern-sich-pflanzen-ngos-laufen-mit-petition-sturm/181.761.576) und veranschaulichen gut, welche Vorteile für große Saatgutkonzerne entstehen und welche Nachteile auf die regionalen Akteure der Landwirtschaft zukommen – und in letzter Konsequenz auf alle Konsumentinnen und Konsumenten.

Die Gier weniger gefährdet die Lebensgrundlage aller.

Tagtäglich engagieren sich Privatpersonen und Organisationen für eine für alle (Menschen und Tiere und Pflanzen) lebensnotwendige Nahrungsmittelvielfalt. Aktuell fordert eine Plattform bestehend aus Bio AustriaArche NoahPRO-GE, ATTAC, FIAN, ÖBV, Global 2000Arge Schöpfungsverantwortung, UmweltberatungDemeterBAFWelthaus und Globale Verantwortung mit einer Petition zum Mitmachen im Schutz der Artenvielfalt auf (http://www.keinpatentaufleben.at/). Die Initiatoren und Unterstützer wollen sich mit den Unterstützungserklärungen einbringen, wenn die Niederlande, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat, im ersten Halbjahr 2016 das Thema „Patente auf Pflanzen“ gemeinsam mit anderen EU-Ländern behandeln will.

Folgende Forderungen (in Langform hier nachzulesen: http://www.keinpatentaufleben.at/) werden erhoben:

  • Überarbeitung des Europäischen Patentübereinkommens und der EU-Biopatentrichtlinie 98/44/EG. Patente auf Pflanzen und Tiere müssen unmissverständlich verboten werden und das Europäische Patentamt darf keine solchen Patente mehr erteilen.
  • Da das einige Jahre dauern kann, muss als sofortige Notmaßnahme das Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere in der Ausführungsordnung des Europäischen Patentübereinkommens verankert werden.
  • Um das Verbot zu beschleunigen, fordern wir wie das Europäische Parlament, dass die Europäische Kommission unverzüglich eine rechtliche Interpretation der EU-Biopatentrichtlinie 98/44 vorlegt. Dadurch muss eindeutig klargestellt werden, dass Patente auf Pflanzen und Tiere, wie sie derzeit vom Europäischen Patentamt erteilt werden, unzulässig sind und sie darf auch keinen Auslegungsspielraum mehr erlauben. Eine solche Interpretation würde die Auslegung der Patentgesetze in den EU-Mitgliedsländern und auch die Praxis des Europäischen Patentamtes beeinflussen.
  • Darüber hinaus fordern wir die Zuständigen auf, alle Möglichkeiten zu prüfen und zu ergreifen, um der Patentierung von Pflanzen und Tieren Einhalt zu gebieten.

Wenn du mehr zur Petition lesen und unterschreiben willst, so besuche http://www.keinpatentaufleben.at/ .

Liebe Grüße von den Südwind Aktivistinnen und Aktivisten


 

Infos zu den Patenten und zu Saatgutverordnung:

http://www.bio-austria.at/drohende-patent-lawine-auf-pflanzen-und-tiere-abwenden-18-02-2016/

http://www.proge.at/servlet/ContentServer?pagename=P01/Page/Index&n=P01_0.a&cid=1455764423548

http://www.fairtrade-deutschland.de/nc/top/nachricht/article/saatgutverordnung-gekippt/

http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/vorschlag-gekippt-klares-nein-zur-saatgutverordnung/55.431.611

Zum Ende der Klimakonferenz in Paris gabs eine flashige Aktion von System Change, not Climate Change in Graz!

Weils uns alle betrifft und der eine oder die andere SüdwindIn Teil des kreativen Flashmobs zum Ender des UNO Klimagipfels war, bekommt die System Change, not Climate Change Aktion vom 12.12.15 wieder einen Platz auf dem AktivistInnen Blog.

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„The Paris Agreement is a death sentence for many people. A world with temperature increases more than 3 degrees Celsius is a world where not everyone will survive.“ – Pablo Solón (Ehemaliger Bolivianischer UN Botschafter und Umwelt-Aktivist)

So sehen es auch die Grazer AktivistInnen und haben Merkel, Obama, Faymann und Xi Jinping zu uns geholt, um der Welt das „Geschenk“ Klimaabkommen zu überreichen. Sobald dieses die Erde berührt, brechen viele Aktivisten wie tot zusammen.

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12316358_10204486453392311_8753862426620208811_nFotos © Richard Griletz

 

Das von allen Staaten unterzeichnete Abkommen beinhaltet die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu minimieren (1.5 Grad anzustreben), der Plan das zu hinzubekommen ist NICHT EXISTENT, der Weg zum Plan ist ZU LANGSAM, die REDUKTION von KOHLEKRAFT zu WENIG, und die MENSCHENRECHTE von indigenen Bevölkerungen weder vollends geschützt noch unterstützt.

 1.5 to stay alive

 

Um dort hin zu gelangen, müssen wir aufstehen! Vernetzt auch mit der Initiative System Change, not Climate Change in eurer Stadt: http://systemchange-not-climatechange.at

Und zu gut der Letzt noch ein tolles Video zur Aktion in Graz:

System Change, not Climate Change Demo Graz – Es war ein wunderbar buntes Treiben

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Die Bewegung für Systemwandel „System Change, not Climate Change“ muss nach dem tollen Aktionstag in Graz  nun auch einen Platz  auf der Südwind AktivistInnen Seite bekommen:  SteirerInnen sind heute für einen Systemwandel und Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

Hier ein Einblick in das Geschehen:

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11223632_1056614004359106_6924417973582618238_nPhotos by M. Normand

Als Teil des GLOBAL CLIMATE MARCH haben in Australien gestern 60 000 Menschen demonstriert, heute um die 1500 in Graz und morgen wird Wien das noch topen  :)  2300 Demos und Aktionen in über 150 Ländern werden folgen!

GEMEINSAM können wir eine Klimabewegung erschaffen, die eine grundlegende Kritik an den bestehenden Verhältnissen pflegt und Druck auf unsere RepräsentantInnen im Parlament ausübt.

Wir sind systemrelevant! Power to the people!

Tragt euch für neue Events und Aktionen in den Newsletter ein:
www.eepurl.com/bygetr

Infos am Rande: 

Was passiert, wenn Paris scheitert –> http://science.orf.at/stories/1764942

Der UNO-Gipfel wird LEIDER zu einer einzigen großen Greenwash-Show! Die Eliten reden von vielversprechenden Verhandlungen und wahrscheinlichen Erfolgen (Bsp: http://www.theguardian.com/…/paris-climate-talks-past-failu… )

Let´s Change our Shoes – GrazerInnen sammeln Schritte

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Wie ihr fleißigen Blog-LeserInnen ja schon wisst, gibt es im Zuge der Clean Cl0thes Kampagne eine ziemlich coole App, um die Change Your Shoes Initiative zu unterstützen (http://www.cleanclothes.at/schuhe/) – mit Hilfe dieser App können Schritte gesammelt werden, um gemeinsam einen virtuellen Marsch nach Brüssel zu bestreiten! Es bietet einen einfachen Weg, um der Forderung nach mehr Information über die Produktionsbedingungen der in Österreich verkauften Schuhe, Ausdruck zu verleihen.

Eine kleine feine Truppe von Grazer Aktivistinnen und Aktivisten machte sich somit voller Tatendrang auf den Weg, um schon mal ein paar Schritte zu sammeln. Hier ein Erfahrungsbericht:

„Unsere kleine (sportliche) Gruppe fuhr am Sonntag, 27.09.2015 mit dem Fahrrad nach Mariatrost bei Graz. Bevor unser Rundgang durch die Rettenbachklamm startete, sprachen wir über die Hauptprobleme in der Schuhindustrie. „Darüber wissen wir eigentlich nicht viel“ war unsere einstimmige Meinung. Dann erkannten wir allerdings einige Parallelen zu den prekären Arbeitsbedingungen in der der Bekleidungsindustrie. Zusätzlich spielt die Lederverarbeitung eine zentrale Rolle in der Schuhproduktion. Während wir uns dann auf den Weg durch die Klamm machten, tauschten wir uns darüber aus wo man fair produzierte Schuhe in Graz bekommt und wo man sich informieren kann. Gleichzeitig hatten wir die App „Change Your Shoes“ eingeschalten und sammelten Schritte für den Virtual March nach Brüssel. Weiter ging’s dann Richtung Einkehr und Stärkung – Essen, zu Fuß gehen und frische Luft, das verträgt sich sehr gut!“

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Wer selbst ein Smartphone besitzt, am Besten gleich mal runterladen und natürlich befreundeten, bekannten und verwandten SmartphonebesitzerInnen empfehlen ;)

–> http://changeyourshoes.cantat.com/

Let´s Change our Shoes!!!

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Clean Clothes Kampagne – Engagement wirkt!

Die Clean Clothes Kampagne mit allen UnterstützerInnen (von ProjektmitarbeiterInnen, AktivistInnen bis hin zu den PassantInnen, die Petitionen unterschrieben haben) hat erreicht, dass der Rana Plaza Entschädigungsfonds 30 Mio. USD schwer ist. Die vollständige Entschädigung der Hinterbliebenen und Verletzten ist damit sichergestellt. Ein riesiger Erfolg!

Im Rahmen der Kampagne sind gemeinsam einige Aktionen gemacht worden, um den Druck auf die verantworlichen Firmen aufzubauen:
– ein Video gedreht (https://www.youtube.com/watch?v=5pl18ytAsTs),
– schwarze T-Shirts auf die Straße geklebt (http://www.cleanclothes.at/de/presse/fashion-revolution-day-wir-gedenken-der-opfer-von-rana-plaza/)
– und z.B. von Benetton mit grün bemalten Händen „Give them Five“ gefordert (http://www.cleanclothes.at/de/presse/rana-plaza-fabrikeinsturz-modemarken-bringen-entschadigungsfonds-notlage/)
Weitere Details:

Photo vom Werksgelände Rana Plaza nach dem verherenden Einsturz
Photo vom Werksgelände Rana Plaza nach dem verherenden Einsturz

Das Engagement hat sich bezahlt gemacht. 30 Mio. USD stehen für die Entschädigung der Opfer von

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