ÜRAT 2017 – jetzt mitmachen!

Der Südwind-ÜRAT (überregionales AktivistInnen-Treffen) findet dieses Jahr von 3. bis 5. März in Vöcklabruck statt. Wie inzwischen schon Tradition starten wir am Freitag Nachmittag und üraten bis Sonntag nach dem Mittagessen.

Weitere Details zu Ort und Anreise und Programm gibts hier: einladung_urat2017.
Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (gegen Vorlage der Tickets) übernimmt Südwind.

Die Programmpunkte sind:

  • Make Fruits Fair: Updates aus der Kampagne. Fokus: was haben wir mit unseren Aktionen 2016 bewirkt?
  • Aktionswerkstatt: Aktionsideen für aktuelle Kampagnen sammeln und Werkzeuge kennen lernen
  • Vernetzung und Erfahungsaustausch: wie können wir neue Interessierte für Aktivismus begeistern?
  • Reisebericht Indonesien zum Thema Palmöl

Wie jedes Jahr soll daneben auch noch Zeit sein, wichtige organisatorische Fragen zum AktivistInnen-Netzwerk zu besprechen, uns wieder einmal persönlich zu treffen und Inspiration und Motivation weiterzugeben! :-)

Rückblicke gibts hier: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_urat  und hier eine Info, was das überhaupt ist: https://suedwindaktivistinnen.org/treffen.

Anmeldung ab sofort bis 23. 2. mit einem formlosen Mail an: aktivismus@suedwind.at.

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Summer School on Food Systems

Im aktuellen Südwind-Projekt „May your Meal“ wird dieses Jahr eine Summer School stattfinden, an der 30 junge Menschen aus Europa und dem Globalen Süden teilnehmen können. Sie wird im Yspertal stattfinden und sich mit Fragen rund um das „global food system“ beschäftigen.

Alle Infos gibts hier.
Deadline für Bewerbungen ist der 10. April.

4. Überregionales AktivistInnen-Treffen: jetzt anmelden!

Das ÜRAT findet von 26. bis 28. Februar in Pinggau in der Steiermark statt. Dieses Jahr inkludiert: Kreativitätstechniken zur Aktionsideengenerierung, viel informelle Zeit und ein Schlafsaal für alle! :-)

Die Schwerpunkte dieses Jahr sind:

  • Tropische Früchte und die Kampagne Make Fruit Fair! Welche Problematiken gibt es bei deren Anbau und Handel? Welche Rolle spielen Importunternehmen und Supermärkte?
  • System Change not Climate Change, eine Bewegung für Klimagerechtigkeit, stellt sich vor. Wie können wir das Klima retten und was hat der Kapitalismus damit zu tun?
  • Methodisch geht’s viel um Kreativitätstechniken: Wie komme ich zu richtig guten (Aktions-)Ideen?

Alle Details dazu (inkl. Anmeldung und Detailprogramm) findest ihr da: http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=261537

Neu erschienen: Der Jahresbericht der Südwind AktivistInnen 2014 – 2015!

Juuuhu – er ist da! :-)

Eine ereignisreiches Jahr liegt wieder hinter uns und über die Sommermonate war Zeit, Texte und Fotos zusammezutragen und vor allem auch dem Jahresbericht (nunmehr die dritte Ausgabe!) auch ein neues Layout zu verpassen. So freuen wir uns besonders auf diese farbenfrohe und brandaktuelle Zusammenstellung ausgewählter Aktionen und Veranstaltungen der sechs Regionalgruppen.

Sie ist vollgepackt mit Infos zu den regelmäßigen Treffen, Rückblicke auf die überregionalen Veranstaltungen, Kontaktadressen, Links und Berichten und Fotos von über 30 Aktivitäten der Südwind AktivistInnen aus ganz Österreich. Hol dir den aktuellen Jahresbericht beim nächsten Stammtisch, im Südwind Büro in deiner Region oder hier zum dowload!

Download Aktivismusbericht 2014-2015 (pdf)

Das war das dritte überregionale AktivistInnen Treffen!

Was passiert, wenn sich Südwind-AktivistInnen aus fünf Regionen für ein Wochenende zusammen finden? Beim ÜRAT 2015 in Linz konnten wir uns nicht nur austauschen und vernetzen, sondern lernten beim ersten Österreichischen Jugendkonsumgipfel auch wie man an besseres Deo und mehr Street Credibility gelangt. Ein Bericht.

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Freitag, 6. 2. 2015
Unser Treffpunkt: das Carijnhaus in Linz. Während hier schon alles für den Jugendkonsumgipfel am Samstag vorbereitet wird, stoßen wir gleich nach unserer Ankunft auf eine niemals versiegende Nahrungsquelle: Kuchen! Wir sind AktivistInnen aus Oberösterreich, Tirol, Wien und der Steiermark (inklusive einer „Weltbürgerin“ :)) und schnell finden wir beim Kennenlernen untereinander einen Haufen Gemeinsamkeiten. Nach dem Mittagessen in der Linzer Innenstadt erzählt Elisabeth Schinzel aus Wien von ihrer Kampagne „Bist du fair?“, mit der sie auf das Thema Öffentliche Beschaffung aufmerksam machen will. Der Hintergrund: In Österreich werden jährlich schätzungsweise 50 Mrd. Euro von der öffentlichen Hand ausgegeben, z.B. für Arbeitskleidung und IT-Geräte. Würden Städte bei der Beschaffung mehr auf fair produzierte Produkte zurück greifen, hätte das einen großen Effekt. In Kleingruppen überlegen wir, was wir als AktivistInnen beitragen können und haben schon viele Ideen für Aktionen – inklusive riesigen Einkaufskörben vor Rathäusern, einer Anleitung für eine faire Stadt und einer Recherche zum Eurovision Songcontest.
Am Abend erfüllt uns Pizza (natürlich bio!) mit Glück und nachdem wir unsere Zimmer in der Jugendherberge („nur 300 Meter den Berg rauf“) bezogen haben, steht noch ein letzter Programmpunkt an. Bettina Reiter berichtet von ihrem Aufenthalt im SOS-Kinderdorf in Haiti, mit berührenden Fotos und Geschichten. Nach so einem spannenden, informativen ersten Tag kann das Niveau eigentlich nur noch sinken und wir spielen ein Spiel, für das man besser genügend schwarzen Humor mitbringt…

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Samstag, 7. 2. 2015
Über Nacht haben wir uns vermehrt: Auch aus Vorarlberg sind nun AktivistInnen vertreten! Gemeinsam stimmen wir uns auf den Jugendkonsumgipfel ein, an dem ca. 100 junge Gäste teilnehmen. Zwei Workshops kann heute jedeR von uns besuchen und die Wahl fällt bei dem spannenden Angebot nicht leicht. Während vormittags die einen in der Volxküche ein leckeres bio-veganes Menü auf die Teller bringen, diskutieren andere über Ernährungssouverintät und Soziokratie – oder lernen beim „Make Chocolate Fair“-Workshop mehr über die Hintergründe in der Kakao- und Schokoladenproduktion. In der Mittagspause bringt Kabarettist und „Weltladen-Junkie“ Georg Bauernfeind uns mit gut verpackter Konsumkritik zum lachen und nachdenken – und schon geht’s weiter mit der zweiten Workshopphase. Beim Upcycling-Workshop wird grüne Kosmetik hergestellt (einfach und effektiv: Deo aus Natron!), im MethodenKarussel lernen die TeilnehmerInnen, wie man Kindern und Jugendlichen schwierige Themen spielerisch näher bringt. Sehr beliebt ist der Workshop „Street Credibility“ mit Klaus Werner Lobo, bei dem verschiedene Aktionsformen im Mittelpunkt stehen – Humor und Liebe sind gefragt!
Nach dem Programm schlendern wir in die Innenstadt um erst gemütlich zu essen und dann den Linzer „Luftraum“ zu besuchen. Dies ist ein konsumfreier Raum, der gemeinschaftlich von verschiedenen Vereinen und Gruppen genutzt wird. Neben einer Foodcoop und Küche gibt es viel Platz für Nähmaschinen und eigene Projekte – sehr inspirierend! Der lange Tag treibt anschließend einige von uns zurück in die Herberge zum Spiele spielen und ein paar andere in die nächstbeste Bar um die schöne Zeit zu betrinken…

Sonntag, 8. 2. 2015
Ein wenig Müdigkeit und viel Schnee legen sich über den Sonntagvormittag. Wir tauschen uns über unsere Erlebnisse auf dem Konsumgipfel aus und finden viele Anknüpfungspunkte, um die Inputs in die jeweiligen AktivistInnen-Gruppen zu tragen. Nach einem kurzen Rückblick der einzelnen Regionen starten wir in den letzten Teil des Wochenendes. Fragen zum Aktivismus-Netzwerk werden besprochen und außerdem Ideen für den europäischen Konsumgipfel gesammelt, der im Juni 2015 in Bonn stattfinden wird.
Bei der Reflexion am Ende verfallen wir dann alle ins Schwärmen. Das Fazit: mit einer tollen Gruppe viel gelernt, gelacht, Bestärkung gefunden und gut gegessen! Danke für ein wunderbares Wochenende!
Und bevor wir in den Schnee stapfen und uns hochmotiviert wieder in alle Teile Österreichs (und der Welt) zerstreuen: noch eben ein Gruppenfoto.

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Und weils eben dazu gehört: BAAAZUMBA! (Oder doch Bazinga?)

Text: Julia Stollenwerk
Photos: Matthias

Aktivismusbericht 2013 online

Der erste umfassende Bericht über Aktivismus bei Südwind ist verfügbar!

Die Zusammenschau wurde von AktivistInnen in den Regionen gemeinsam erstellt und beschreibt die Aktivitäten und zentrale Themen für den Zeitraum Herbst 2012 bis Ende 2013. Insgesamt wurden unglaubliche 41 Aktionen im öffentlichen Raum und 30 weitere regionale und überregionale Treffen durchgeführt, sowie 7 weitere Aktivitäten umgesetzt!
Download

Aktivistinnen Workshop in Wien – Thema: Soziokratie

Wir haben uns an einem sonnigen Samstag im Südwind Büro in der Laudongasse eingefunden. Gemütliches Ankommen bei einem zweiten Frühstück hat uns gestärkt in einen spannenden Tag starten lassen.

Soziokratie Workshop in Wien
Soziokratie Workshop in Wien
Soziokratie Workshop in Wien

Florian Bauernfeind hat uns erste Einblicke in soziokratische Strukturen und soziokratische Entscheidungsfindungsprozesse geben können. Wir haben viel über Kreisstrukturen, und deren Organisation erfahren und neue Wege kennengelernt, wie Entscheidungen, zu denen jeder gehört wird, leichter getroffen werden können.

Das Erlernte durfte sickern, während wir einen kurzen Ausflug in die Langegasse gemacht haben, um bei dem von der Agenda Josefstadt organisierten Bio- und Spezialitätenmarkt für unser Mittagessen einzukaufen.

Soziokratie Workshop in Wien

Gemeinsames kochen hat uns ein gesundes und leckeres essen beschert. Erneut gestärkt, haben wir unsere neuen Erkenntnisse gleich mal geübt und anschließend noch einen Vorschlag erarbeitet, wie die Wiener Aktivistinnen in Zukunft mit Hilfe soziokratischer Methoden noch besser organisiert werden könnten.

Wir sind gespannt auf die Umsetzung, die unser Trainer Florian begleiten wird und freuen uns schon darauf, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen.

Abschließend gab es noch einen Konsent, dass es ein außerordentlich netter Tag war, wir von unserem tollen Trainer viel gelernt haben und sich sehr liebe Leute getroffen haben.

Mehr Infos zum Thema Soziokratie und zum bald eröffnenden Zentrum in Österreich findet ihr unter: https://www.facebook.com/SoZeOe

Aktionstraining in Salzburg, oder: Wie basteln wir ein grünes Zebra?

Im Rahmen des Jungk-Jahres (http://robertjungk100.org) haben Südwind Salzburg und KommEnt ein Seminar zu kreativen politischen Aktionsformen organisiert. Wir waren natürlich auch dabei und haben in der Methodenkiste gegraben.

Marc Amann ist den TeilnehmerInnen der Südwind-Academy 2011 ja schon bekannt – schon damals hatten wir die Gelegenheit, von seinen sehr vielfältigen Erfahrungen mit unterschiedlichen Protestformen zu lernen. Diesmal stand dafür noch mehr Zeit zur Verfügung und so wurden zum Beispiel unterschiedliche Spiele und Übungen aus dem Theater der Unterdrücken gleich ausprobiert. Gemeinsam haben wir auch viel nachgedacht und gebrainstormt, was die Ziele unserer Aktionen sein können (Sensibilisierung, Gesetzesänderung, Aneignung, …) und was bei der Planung zu berücksichtigen ist (Wirkung auf Außenstehende, Ressourcen, Ablauf, Location, Verbündete, …). Rechtliche Aspekte und die strategische Einbettung von einzelnen Aktionen in größere Kampagnen wurden behandelt.

Genug Input, um praktischer zu werden: In Kleingruppen haben wir Theaterstücke entwickelt (Maschinentheater, Zeitungsaktion) und für die „öko&fair ernährt mehr“-Kampagne der Weltläden kreative Wege gesucht, um auf die Bedeutung der Artenvielfalt hinzuweisen. Bunte Schafnasen und Herden von grünen Zebras sollen doch auch weiterhin in Freiheit leben dürfen, oder?

Am nächsten Tag haben überlegt, an welchen Prinzipien wir uns orientieren sollten (Gewaltfreiheit, Themenfokussierung, Grenzen respektieren, …) und wo wir uns Inspiration holen. Genau dafür sind aber nicht nur Marc Amanns eindrückliche Präsentationen und Praxisbeispiele (siehe Link zu kreativen Prostestformen unten) sehr hilfreich, sondern auch der Austausch und die Vernetzung untereinander. Auch in diesem Sinn war es ein sehr bereicherndes Treffen, das wieder Mut macht, sich gemeinsam mit anderen für eine gerechtere und ökologischere Welt zu engagieren. Vielen Dank an die OrganisatorInnen aus Salzburg!

Weitere Links: