Flash mob und Spaziergang durch die Stadt: wir unterstützen das Südwind Magazin

Wir haben Fragen, suchen Antworten. Wir lesen Antworten, aber auf welche Fragen? Und wie gut sind die Fragen und Antworten? Qualitätsvoller Austausch über internationale Politik, Kultur und Entwicklung ist wichtig.

Südwind Magazin | Flash Mob in Wien
Südwind Magazin | Flash Mob in Wien

Die Südwind AktivistInnen sind durch Bezirke Wiens gegangen und ins Gespräch mit PassantInnen, KellnerInnen und RestaurantbesitzerInnen gekommen. Welche Zeitungen legen RestaurantbetreiberInnen für Ihre Gäste auf? Worauf wird geachtet? Gäste wollen nicht nur reichhaltig essen und trinken, sondern auch Wertvolles lesen. Vielseitige, umfassende und unabhängige Berichterstattung ist wichtig und es gibt sie. Viele JournalistInnen bemühen sich um qualitätsvolle Angebote, und wir, die LeserInnen, haben die Wahl und können entscheiden wem wir Zeit schenken, zuhören, zustimmen oder auch wiedersprechen. Südwind bietet mit dem Südwind Magazin (http://www.suedwind-magazin.at) eine kräftige Stimme am Zeitungsmarkt an, höre hin und prüfe, ob sie auch dich anspricht.

„Die öffentliche Meinung in Österreich wird jeden Tag von reißerischen und grellen Gratis- und Boulevardzeitungen mit Skandal, Demagogie und Nationalismus überschüttet und manipuliert. Es braucht in der österreichischen Medienlandschaft die Stimme der Vernunft“, so der Flüchtlingsmanager Kilian Kleinschmidt über das Südwind-Magazin. Provinzoberin der Steyler Missionsschwestern, Sr. Hemma Jaschke betont: „Medien, die dazu beitragen, Solidarität und Gerechtigkeit weltweit zu fördern, müssen unterstützt werden.“ (Quelle: http://www.suedwind-magazin.at/breite-unterstuetzung)

Südwind Magazin | Flash Mob in Wien - Südwind AktivistInnen
Südwind Magazin | Flash Mob in Wien – Südwind AktivistInnen

Welche Informationsquellen nutzt ihr? Mit wem steht ihr in Austausch? Worauf achtet ihr? Teilt eure Tipps mit uns und schaut zum nächsten Treffen (13. April 19 Uhr, Laudongasse 40 1080 Wien) vorbei.

Südwind Magazin | Frühlingsgrüße aus Wien
Südwind Magazin | Frühlingsgrüße aus Wien

Liebe Grüße von den Wiener Südwind AktivistInnen

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know your rights – Recht für AktivistInnen 3

Teil 3: Action an der Tankstelle – ein Beispiel aus der Praxis

Wie bereits im letzten Blogbeitrag erwähnt, ist eine gewissenhafte Aktionsplanung wesentlich für das Gelingen der Veranstaltung, sowie die rechtliche Absicherung der beteiligten Personen. Einige Fragen, die in der Planungsphase unbedingt beachtet werden müssen, wurden bereits aufgezählt:

  • Wie komme ich hin, wie komme ich weg vom Durchführungsort?
  • Was mache ich dort, was machen die anderen?
  • Was sage ich, wenn ein/e Reporter/in kommt und fragt was ich hier mache?
  • Brauchen wird Ordner
  • Brauchen wir ärztliches Personal

In diesem Beitrag wird ein Aktionsbeispiel aus Wien vorgestellt und analysiert. Anschließend werden damit in Zusammenhang stehende Aspekte von kritischen Aktionen aufgegriffen und besprochen.

Auch dieser dritte Teil der Blogreihe „know your rights – Recht für AktivistInnen“ stützt sich auf den Audio-Mitschnitt des Vortrags „Recht auf AktivistInnen“ mit dem Rechtsanwalt Dr. Josef Unterweger, welcher 2015 in Linz stattgefunden hat. Organisiert wurde der Vortrag von Südwind OÖ und der Fairtrade Arbeitsgruppe Linz.

Action an der Tankstelle

Als lehrreiches Beispiel berichtete Dr. Unterweger im Vortrag von der Aktion einer Wiener AktivistInnen Gruppe. Die Gruppe von Leuten versammelten sich am Grund einer bestimmten Tankstelle in Wien. Eigentümer der Tankstelle war ein Konzern, der in der Zeit vor der Aktion für umweltschädliches Handeln in Verruf gekommen war.

Für den Anlass hatten die Aktivisten und Aktivistinnen Ölfässer dabei, die am Gelände aufgebaut waren und am Boden hatten sie einen anschaulichen Ölfleck nachgeahmt. Der Fleck bestand aus abgelaufenem Bio-Tomatenketchup versetzt mit brauner Lebensmittelfarbe. Er war in der Nähe eines Gullis positioniert und unter dem Fleck befand sich eine schwarze Plastikfolie. Somit wurde durch die Tonnen und den Ölfleck keine längerfristige Verschmutzung ausgelöst. Die Rollen der teilnehmenden Personen waren klar verteilt. Eine Person befand sich an der Straße, ein kleines Stück vor der Einfahrt der Tankstelle und wedelte mit einer Fahne. Den ankommenden Autos bedeutete sie damit, dass sie langsamer zur Tankstelle anfahren sollten. Zwei Gruppenmitglieder kommunizierten an der Tankstelle mit den Kunden und Kundinnen, halfen ihnen beim Tanken während sie über ihre Anliegen sprachen, waren freundlich und zuvorkommend. Zusätzlich verteilten sie Flyer an all jene Personen, die welche haben wollten. Mehrere weitere Personen standen mit Bannern am Rand der Tankstelle. Außerdem gab es eine Person, die rein zur Kommunikation mit der Polizei zuständig war, sofern diese auftauchen sollte.

Stattgefunden hat die Aktion nach der Hauptverkehrszeit, wodurch zusätzlich übermäßige Behinderung durch die Aktion vermieden wurde.

Konfrontation

Die Pächterin der Tankstelle reagierte laut Unterweger sehr hysterisch auf die Aktion und rief die Polizei. Diese beschlossen, am Tatort angekommen, den Platz und somit die Aktion zu räumen. Da die Aktivistinnen und Aktivisten jedoch das Gehen verweigerten, gab es in weiterer Folge Verwaltungsstrafen und der Fall ging vors Gericht.

Aufs Detail kommt es an

Vor Gericht argumentierte man auf Seiten der AktivistInnen, dass das Recht auf friedliche Versammlung für die Aktion gegolten habe. Die Gruppe hat mit ihren Handlungen nicht in die Eigentumsrechte der Pächterin eingegriffen, da sie zu den Kunden und Kundinnen äußerst freundliche waren, niemanden fotografiert haben und niemand davon abgehalten haben an der Tankstelle zu tanken. Außerdem ist keine dauerhafte Verschmutzung passiert und durch die Person, welche den AutofahrerInnen mit der Fahne signalisierte, dass sich an der Tankstelle etwas tut und sie die Geschwindigkeit reduzieren sollten, war auch für die Sicherheit aller Beteiligten und Betroffenen gesorgt. Außerdem hat die Kontaktperson, die ausschließlich für die Kommunikation mit den Beamten und Beamtinnen zuständige war, den Stress von vornherein aus der Situation genommen und somit das Risiko auf Eskalation von Seiten der AktivistInnen und der Polizei maßgeblich verringert. Hilfreich für die Argumentation war außerdem, dass die Polizei dankenswert protokolliert hatte, dass eine Frau sagte: „Na des waren aber nette Madeln.“. Das heißt auch der Umgang der AktivistInnen mit den Personen vor Ort war ausschlaggebend für die anschließende Beurteilung des Gerichts und die Frage, ob eine Gesetzesübertretung vorliegt oder nicht.

Das Gericht entschied Zugunsten der angeklagten Personen und somit dafür, dass die Aktion weiter hätte stattfinden dürfen und die Räumung also nicht nötig gewesen wäre.

Noch besser machen?

Gefehlt hat eine Anmeldung der Aktion. Auch auf Privatgrund rät Herr Dr. Unterweger eine Mitteilung an die Behörden zu machen.  Damit ist man auf der sicheren Seite.

Wann darf die Polizei räumen?

Wenn die Polizei in einer Situation beschließt, dass die Aktion von Personen einen übermäßigen Eingriff in die Rechte anderer Personen darstellt, dann kann sie den Platz räumen lassen. Erfahrene Polizisten und Polizistinnen haben solche Situationen grundsätzlich meist gut im Griff und können den Eingriff in die Rechte anderer Personen gut einschätzen.

War das Ausmaß der Aktion an der Tankstelle verhältnismäßig?

Hier muss man zuerst überlegen, im Verhältnis zu was die Aktion steht. Die Pächterin war zwar betroffen, doch Besitz ist nur momentanes Recht, Eigentum ist absolutes Recht. Der eigentliche Eigentümer der Tankstelle war der Konzern, gegen welchen sich die Aktion auch gerichtet hat. Das Verhältnis zwischen dem Ausmaß der Aktion und dem eigentlichen Grund – den Umweltbeeinträchtigungen die der Konzern verursacht hat – war also gegeben.

Was tun wenn es zur Konfrontation kommt?

In Österreich gibt es seit 1945 eine Ausweispflicht. Wenn es zur Konfrontation mit der Polizei kommt, dann sollte man seinen Namen sagen, seine Adresse angeben und seinen Ausweis herzeigen. Ansonsten sollte man keine zusätzliche Aussage machen. Wenn man es nicht gewohnt ist in Konfrontation mit der Polizei zu geraten, dann kann es in solchen Situationen leicht passieren, dass man unüberlegte Dinge sagt. Das Statement „Ich mache keine weitere Aussage.“ ist völlig legitim.

Im Falle dessen, dass jemand aus der Gruppe keinen Ausweis mit sich führt, dann sollte eine andere Person deren/dessen Identität bestätigen: „Ich Hanelore Phantasiename habe einen Ausweis dabei und kenne diese Person. Das ist Claudia Phantasiename.“

Herr Unterwege empfiehlt außerdem, sich keinesfalls von der Polizei vom Platz zerren zu lassen, solange man selbst gehen kann, und nicht zu schreien, wenn es keinen Grund zum Schreien gibt. Dies führt lediglich zur weiteren Eskalation der Situation.

Kommt es jedoch wirklich zu Aggression oder Übergriffen von Seiten der Beamten und Beamtinnen, empfiehlt er, nicht sofort in die Konfrontation einzusteigen oder Anzeige zu erstatten. Als sinnvoller erachtet er die verbale Konfrontation bezüglich des Verhaltens der ausführenden Personen:

  • „Seid ihr euch klar darüber, was ihr hier tut?“
  • „Wenn ihr euch von uns so provozieren lasst, was tut ihr dann im wirklichen Ausnahmefall?“
  • „Wir zeigen euch nicht an, aber das ist nicht okay, was ihr hier macht!“

Die Planung ist das A und O

Wie man sieht ist die Planung tatsächlich wesentlich. Es gibt einige Punkte, die man unbedingt beachten sollte und deren Umsetzung viele Schwierigkeiten von vorn herein verhindern kann, ohne dass der Effekt einer Aktion dadurch automatisch geschmälert wird.

Für die Planung einer Aktion muss man unbedingt alle betroffenen Personen miteinbeziehen: Polizei, PächterInnen, Werkschutz, PassantInnen, KundInnen. Es ist empfehlenswert sich genaue Informationen über die betreffenden Personen zu holen.

  • Gibt es einen Werkschutz?
  • Ist dieser Werkschutz aggressiv?
  • Wer ist PächterIn?
  • Was können wir über den/die PächterIn vorab in Erfahrung bringen, damit wir wissen, auf welche Reaktion wir uns einstellen müssen?

Und außerdem …

Sehr wichtig! All diese Informationen beziehen sich auf das österreichische Recht. Kundgebungen und Aktionen im Ausland können ganz andere Dynamiken annehmen. Beispielsweise kann die Gewaltbereitschaft von Seiten der Polizei in anderen Ländern viel schneller viel höher werden. Aktionen im Ausland erfordern also zusätzliche Planung, Vorbereitung, Expertise und Erfahrung!

 

know your rights – Recht für AktivistInnen 2

 

Teil 2: Aktivismus und Verantwortung

Unabhängig von den gesetzlichen Vorschriften hat man bei Aktionen eine hohe Verantwortung. Dieser Verantwortung hat man für sich selbst, für das Team und für die Organisation der jeweiligen Aktionen und Versammlungen, welche man leitet, mitorganisiert, oder an denen man teilnimmt. Innerhalb dieses Blogbeitrags wird Verantwortung im Kontext von Aktivismus thematisiert und anhand verschiedener Beispiele näher beleuchtet.

Auch dieser zweite Teil der Blogreihe „know your rights – Recht für AktivistInnen“ stützt sich auf den Audio-Mitschnitt des Vortrags „Recht auf AktivistInnen“ mit dem Rechtsanwalt Dr. Josef Unterweger, welcher 2015 in Linz stattgefunden hat. Organisiert wurde der Vortrag von Südwind OÖ und der Fairtrade Arbeitsgruppe Linz.

Für sich selbst

Jede/r Aktivist/in ist dafür verantwortlich zu überprüfen ob Inhalt, Thema und Grund für eine Aktion oder Versammlung für sie oder ihn wichtig genug ist, um sich dafür einzusetzen. Kann man die Botschaft der Aktion auch wirklich vertreten? Kann man das was man tut auch wirklich argumentieren? Sehr wichtig ist es hierbei Hintergrundinformationen über die Veranstaltung zu haben, an der man teilnimmt.

Für das Team

Vor, während und nach einer Aktion muss man prüfen was für welches Teammitglied auch wirklich passt und angemessen ist. Wenn sich jemand beispielsweise am Aktionstag schlecht fühlt, dann sollen die ursprünglich aufgetragenen Aufgaben dieser Person nicht wie geplant einfach durchgezogen werden. Gesundheitliche Grenzen nicht überschreiten! Wichtig ist auch Ehrlichkeit gegenüber dem Team. Außerdem muss jede/r für sich selbst zusätzlich überprüfen: bin ich mit diesem Team einverstanden und kann ich mit diesem Team arbeiten?

Für die Organisation

Teilnehmer und Teilnehmerinnen müssen darüber aufgeklärt werden, was innerhalb der Aktion getan wird und was nicht. Außerdem müssen die Aktivisten und Aktivistinnen wissen, was sie tun müssen, wenn sie bei der Aktion mitmachen bzw. bei der Demonstration mitgehen wollen. Jede Person muss für sich entscheiden können, ob sie sich mit den Organisationszielen identifizieren kann und diese mittragen möchte.

Die Planung einer Versammlung ist zentral für ihre Wirksamkeit und den Schutz aller TeilnehmerInnen und betroffenen Personen:

  • Wie komme ich hin, wie komme ich weg vom Durchführungsort?
  • Was mache ich dort, was machen die anderen?
  • Was sage ich, wenn ein/e Reporter/in kommt und fragt was ich hier mache?
  • Brauchen wird Ordner?
  • Brauchen wir ärztliches Personal?
  • Welche Konsequenzen kommen mit der Wahl unseres Durchführungsortes? Ist ein weniger prominenter Platz auch denkbar?
  • Werden wir wichtige Verkehrsstraßen blockieren? Müssen wir die Versammlung drei Tage früher melden?
  • Stehen Zweck bzw. Grund der Veranstaltung und die Ausführung in einem vertretbaren Verhältnis?
  • Haben wir alle nötigen Rollen bzw. Aufgaben verteilt?
  • Werden wir bei einer Räumungsaufforderung den Platz räumen oder nicht?
  • Rufen unsere Slogans zur Gewalt auf oder findet alles im Rahmen einer erlaubten, friedlichen Versammlung statt?

Eine gute und gewissenhafte Planung macht Verantwortlichkeiten deutlich und sichert ausführende, sowie anderwertig betroffene Personen ab.

„Spontan ist der Untergang“ (J. Unterweger)

Nicht empfehlenswert sind jegliche Aussagen, Aktionen oder Demonstrationen, welche spontan passieren. Spontanität lässt immer eine genaue und überdachte Planung außen vor, was in vielen Fällen zu Problemen und mitunter auch zum Misslingen der Aktion führen kann.

Die Anmeldung einer Versammlung

Wenn sich mehr als zwei Personen zu einem bestimmten Zweck zusammenfinden und dieser bestimmte Zweck eine Meinungskundgebung beinhaltet, dann spricht man von einer Versammlung.

Versammlungen sollten angemeldet werden. Diese Anmeldung ist in Wahrheit eine Mitteilung an die Behörden. Grundsätzlich kann die Versammlung untersagt werden, dies muss jedoch begründet sein und sehr schnell passieren. Wenn man für die Versammlung einen prominenten Ort wählt, dann kann es sein, dass man erklären muss warum man die Versammlung dort abhalten möchte.

Die Mitteilung an die Behörde geht an das örtlich zuständige Magistrat bzw. die Bezirkshauptmannschaft. Hier muss man hinzufügen, dass Bezirksverwaltungsbehörden oft nicht viel Erfahrung mit dem Prozedere der Versammlungsanmeldung haben. Daher empfielt Herr Unterweger besser etwas Nachsicht walten lassen, als schnell Konfrontation zu suchen! Durch die Mitteilung werden die Behörden dazu aufgefordert die Versammlung zu schützen. Nach einer Versammlungsanmeldung ist es demnach die Pflicht der Polizei, der Versammlung entsprechenden Schutz zu geben. Wichtig ist es außerdem zu bedenken welches Ausmaß die eigene Versammlung annimmt. Wenn man öffentliche Straßen für die Demonstration bzw. Versammlung nutzen möchte, dann sollte die Anmeldung drei Tage im Voraus an die Behörden gehen, damit diese entsprechende Vorkehrungen (z.B. Verkehrsregelungen, Umleitungen…) treffen können.

Bei der Polizei selbst muss die Versammlung nicht angemeldet werden.

Die Verantwortung der/des Versammlungsleiters/in

Die leitende Person hat während einer Versammlung das Recht und die Pflicht die Versammlung zu beginnen, zu leiten und zu beenden. Möglich (aber nicht verpflichtend) ist auch ein Kontakt mit den entsprechenden Behörden, damit Missverständnisse und Ungereimtheiten jederzeit kommuniziert und ausgeräumt werden können. Bei größeren Versammlungen ist es sinnvoll unabhängig von der Versammlungsleitung eine Kontaktperson zu installieren, welche den Kontakt zur Polizei während der Veranstaltung pflegt und dies als Hauptaufgabe übernimmt.

Wenn die Leitung der Versammlung diese für beendet erkläre und eine kleine Gruppe dennoch weiter macht, dann hat das mit der Versammlung nichts mehr zu tun und die Versammlungsleitung ist nicht verantwortlich für die weiteren Handlungen der TeilnehmerInnen.

Gegenseitige, rechtliche Verantwortlichkeiten

Hat man als TeilnehmerIn einer Demonstration Verantwortung darüber, was eine andere Person bei der Veranstaltung macht? Hat man als LeiterIn einer Versammlung Verantwortung darüber, was TeilnehmerInnen machen?

Nach österreichischem Recht hat man für einen Schaden nur dann zu haften, wenn man einen Schaden rechtswidrig verschuldet und verursacht hat. All diese drei Komponenten müssen zutreffen. Rechtswidrig sind alle Sachen, die gegen das Gesetz verstoßen (z.B. Beschmierungen auf Wänden). Etwas zu verschulden heißt, dass man es besser hätte wissen müssen, etwas besser hätte machen können, und es aber nicht getan hat. Um einen Schaden verursacht zu haben, muss man aktiv etwas tun. Entweder eine Aktion, oder aber auch eine Unterlassungshandlung ausführen. Als Unterlassungshandlung zählt unter anderem unterlassene Hilfeleistung. Man ist also nicht verantwortlich für die Taten andere, außer man hat im Kontext dieser drei Komponenten der Rechtsverantwortung mitgewirkt: rechtswidrig, verschuldet, verursacht.

Kurz: Verantwortlich ist man in Österreich für das was man selbst tut, was man selbst veranlasst und was man selbst verursacht. Und nicht für das was andere tun, veranlassen oder verursachen. Wenn TeilnehmerInnen einer Versammlung eine Fassade besprühen, dann haften der/die VersammlungsleiterIn und andere TeilnehmerInnen nicht dafür.

Wenn sich TeilnehmerInnen einer Versammlung oder Aktion jedoch unangemessen oder strafbar verhalten, dann wird auf jeden Fall angeraten sich einerseits von dieser Gruppe zu distanzieren, und sie andererseits von der weiteren Teilnahme an der Versammlung abzuhalten. Das heißt, dass man einerseits den anwesenden Polizisten und Polizistinnen mitteilen sollte, dass die jeweiligen Personen nicht im Sinne der Versammlung handeln und weiter, dass man selbst die Gruppe auffordert zu gehen, oder die Polizei bittet, die betreffenden Personen von der Teilnahme an der Versammlung abzuhalten.

 

 

 

 

 

 

Ein unmoralisches Angebot…

Achtung, satirischer Inhalt!

MitarbeiterInnen für innovatives Start-up in Ernährungswirtschaft gesucht!

Wer wir sind: 
Wir, ein junges Team von StudienabgängerInnen der Wirtschaftswissenschaften aus verschiedenen Ländern Europas und den USA, wollen etwas verändern! Wir wollen nicht länger zusehen, wie südamerikanische Kleinbauern den Profit einheimsen. Auch wir wollen Menschen aus unseren Breitengraden die Möglichkeit geben, ein Teil der Bananenindustrie zu werden. Wir suchen Menschen, die bereit sind, ihr eigenes Leben aufzugeben, um ein neues Leben dort zu starten, wo der ewige Sommer Realität ist.

Wir bieten:
-eine sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit grünem Daumen
-überdurchschnittlich hohe Entlohnung im Vergleich zu sonst üblichen Tarifen innerhalb der Bananenindustrie. Wir zahlen 6% des Gesamtpreises einer Banane an Sie!
-Anstellungsmöglichkeiten für Ihre Kinder (so können sie bereits in frühen Jahren Joberfahrung gewinnen, das verschafft Arbeitsmarktvorteile!)
-selbstbestimmtes Arbeiten, wir bestimmen die Menge und den Preis, Sie den Rest!
-Datenschutz und Geheimhaltung wird bei uns ganz groß geschrieben: sie müssen nichts über ihr Betriebsgeheimnis preisgeben, das interessiert uns nicht, wir vertrauen Ihnen
-Betriebsmittel wie Pflanzenschutzmittel und Unkrautbekämpfungsmittel zu besonders günstigen Preisen
-Sie werden schwanger? Kein Problem, bei uns müssen Sie nie wieder arbeiten
-wir übernehmen den Verkauf im Lebensmitteleinzelhandel für Sie sehr gerne!
-keine Lust sich mit den Kollegen auseinander zusetzen,ständige BetriebsrätInnensitzungen rauben Ihnen den letzten Nerv..? Kein Problem, denn wir  fördern Einzelkämpfer ganz besonders
– wir halten Ihnen den Rücken frei, Sie müssen sich nicht mit der Umweltpolizei oder MenschenrechtsaktivistInnen abgeben

Sie bieten
-einen gesundheitlich einwandfreien Zustand
-die Bereitschaft, sich stets unter vollem Einsatz der eigenen Gesundheit für ein gutes und makelloses Wachstum der Banane einzusetzen
-wenn möglich einen eigenen LKW und eigene landwirtschaftliche Fläche in Ecuador, Costa Rica, oder Kolumbien
-Verschwiegenheit. Wir wollen doch unsere guten Geschäftsbeziehung nicht beeinträchtigen.

Bevorzugt werden BewerberInnen mit Migrationshintergrund und Mütter mit Kindern
Bewerbungsunterlagen bitte per Mail an: total_bananas@corporation.com
Oder per Post:
Industrial way 1
Georgetown -KY1-1100
Cayman Islands- UK


Natürlich ist dieses Jobangebot nicht echt. Natürlich sind gewisse Forderungen überzeichnet. Dennoch entspricht vieles, wenn die überspitzte Formulierung und die satirischen „Effekte“ ausgeblendet werden, leider der Realität.

Damit solche Jobanzeigen nicht Realität werden, muss sich einiges an den Handelspraktiken sowie den Produktionsbedingungen ändern. Was du dazu beitragen kannst? Informiere dich und kaufe fair :)

Infos gibt es hier:
https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/
http://makefruitfair.org/de/

 

know your rights – Recht für AktivistInnen

Freiheit stirbt mit Sicherheit. So viel Wahrheit in dieser Gegenüberstellung der zwei Grundrechte „Freiheit“ und „Sicherheit“ auch liegen mag – für Aktivisten und Aktivistinnen ist es wichtig sich im Rahmen ihrer Aktionen abzusichern: physisch, psychisch und nicht zuletzt rechtlich. Einerseits weil man für gemeinnütziges Engagement nicht persönlich zahlen soll, andererseits weil man die Welt besser beeinflussen kann, wenn man nicht mit Strafverfahren oder hohen Verwaltungsstrafen zu kämpfen hat. Auch der Aktivismus bewegt sich im Rechtssystem des jeweiligen Staates und kann sich diesem nicht völlig entziehen.

Um die Spielregeln des Rechtsstaates einhalten zu können, um seine eigenen Rechte und Pflichten verteidigen und wahrnehmen zu können, muss man sie vorher jedoch erst einmal kennen.

Vor knapp einem Jahr organisierte Südwind OÖ genau aus diesem Grund gemeinsam mit der Fairtrade Arbeitsgruppe Linz einen Workshop mit dem Rechtsanwalt Herrn Dr. Unterweger. Die wichtigsten Punkte dieses Workshops haben wir nun für euch in einer kleinen Blogreihe zum Thema „know your rights – Recht für AktivistInnen“ verschriftlicht. Gestartet wird heute mit Teil 1, als eine kleine Einführung ins Thema.

 

Teil 1: HUMAN RIGHTS … oder warum wir wegen Kinderarbeit bei Nestle nicht die Hofburg besetzen sollten.

 

Menschenrechte

Unser Rechtssystem baut auf den Menschenrechten auf. Alle Gesetze im Verfassungsrang, alle einfache Gesetze, jegliches Verwaltungshandeln, alle Handlungen der Behörden und Gerichte bauen auf den Menschenrechten auf. Widersprechen Gesetze oder offizielle Verwaltungshandlungen den Menschenrechten, dann sind nicht die Menschenrechte falsch, sondern die Gesetze und Handlungen die mit ihnen in Widerspruch stehen.

Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 12: Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. […]

Artikel 20/1: Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

Artikel 21/1: Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

Alle Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte findet ihr hier: http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Kollidieren zwei Menschenrechte (z.B. das Recht auf Privatheit einer Person des öffentlichen Lebens mit dem Recht auf Meinungsäußerung der medialen Berichterstattung oder Einzelpersonen) dann wird das Recht des/der einen mit dem Recht des/der anderen abgewogen. Im Streitfall entscheiden Gerichte in wie weit der Eingriff eines Rechts in ein anderes Recht zulässig und legitimiert ist. Die Interessen der einen Seite werden mit den Interessen der anderen Seite abgewogen.

Aktion und Grundrechte im Verhältnis

Je mehr man in die Rechte einer anderen Person oder Organisation eingreift, desto größer müssen die Gründe dafür sein. Ort und Ausmaß der Aktion muss in einem gerechtfertigten Verhältnis zum Gegenstand der Demonstration stehen. Der Eingriff in die Rechte der anderen sollte immer symbolisch sein und keinesfalls größer als der Auslöser der Aktion.

Beispiel 1:

Aktivisten und Aktivistinnen blockieren aufgrund einer Demonstration gegen den Bau der Linzer Umfahrung eine Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt. Ist das gerechtfertigt bzw. verhältnismäßig? Ja. Denn die Linzer Umfahrung würde bzw. wird den Verkehr und die Gesundheit der Linzer und Linzerinnen über einen großen Zeitraum (Jahre) hinweg maßgeblich beeinflussen.

Beispiel 2:

Aktivisten und Aktivistinnen blockieren aufgrund einer neuen, unpassenden Einbahnregelung einer Nebenstraße in einem Linzer Nebenbezirk eine Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt. Ist das gerechtfertigt bzw. verhältnismäßig? Nein. Die Auswirkung steht nicht im Verhältnis zum Eingriff.

Auch inhaltlich soll der Ort zum Thema der Aktion passen. Protestiert man beispielsweise gegen Kinderarbeit in den Produktionsstätten der Firma Nestle, dann sollte dieser Protest auch in deren Dunstkreis stattfinden. Eine Aktion gegen Nestle vor der Oberösterreichischen Landesregierung wäre hier den Ort betreffend unverhältnismäßig, eine Aktion vor einem Nestle Geschäft verhältnismäßig.

 

Soviel zu einem ersten Einblick in die rechtlichen Hintergründ des Aktivismus. Der nächste Teil beschäftigt sich mit dem Thema „Verantwortung & Aktivismus“.

 

 

ÜRAT 2017 – jetzt mitmachen!

Der Südwind-ÜRAT (überregionales AktivistInnen-Treffen) findet dieses Jahr von 3. bis 5. März in Vöcklabruck statt. Wie inzwischen schon Tradition starten wir am Freitag Nachmittag und üraten bis Sonntag nach dem Mittagessen.

Weitere Details zu Ort und Anreise und Programm gibts hier: einladung_urat2017.
Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (gegen Vorlage der Tickets) übernimmt Südwind.

Die Programmpunkte sind:

  • Make Fruits Fair: Updates aus der Kampagne. Fokus: was haben wir mit unseren Aktionen 2016 bewirkt?
  • Aktionswerkstatt: Aktionsideen für aktuelle Kampagnen sammeln und Werkzeuge kennen lernen
  • Vernetzung und Erfahungsaustausch: wie können wir neue Interessierte für Aktivismus begeistern?
  • Reisebericht Indonesien zum Thema Palmöl

Wie jedes Jahr soll daneben auch noch Zeit sein, wichtige organisatorische Fragen zum AktivistInnen-Netzwerk zu besprechen, uns wieder einmal persönlich zu treffen und Inspiration und Motivation weiterzugeben! :-)

Rückblicke gibts hier: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_urat  und hier eine Info, was das überhaupt ist: https://suedwindaktivistinnen.org/treffen.

Anmeldung ab sofort bis 23. 2. mit einem formlosen Mail an: aktivismus@suedwind.at.

Südwind Themenabend und Aktivismus Stammtisch: wir basteln gemeinsam

Die Wiener Südwind Aktivistinnen und Aktivisten laden zum „Guerilla-Bastel-Abend“ ein.

eine erfolgreiche Straßenaktion :)
Südwind Aktivistinnen und Aktivisten bei einer Straßenaktion im Herbst 2016

 

Südwind AktivistInnen basteln eine gerechte Welt!

Datum: Montag, 13. Februar um 19:30
Ort: im Südwind-Büro, 8. Bezirk, Laudongasse 40, Wien

 

Die Einladung geht an alle, die wissen wollen, was es da draußen alles für guerilla-aktionsmäßige Möglichkeiten gibt und wir wollen gemeinsam ins Tun (Basteln) kommen.

Alle dürfen sich ihre Kunstwerk mit nach Hause nehmen. Wir werden eine „Spielwiese“ an Materialien (Taschen, ev. T-Shirts, Kartons, Scheren, Stifte, Stofffarben etc.) zur Verfügung stelllen.

Anregung: Nimm dein (altes) T-Shirt mit und gestalte es mit uns neu!

Damit wir uns gut vorbereiten können, bitten wir um kurze Anmeldung „Ich bin dabei!“ an aktivismus.wien@suedwind.at. Für alle Schnellentschlossenen – es wird Platz für alle geben.

Liebe Grüße und auf bald
die Wiener Südwind Aktivistinnen und Aktivisten

Gemeinsam für die neue Kampagne: Get-together der Stars vergangener und zukünftiger Südwind-Themen

Als Make Fruit Fair-Bananen, Make Chocolate Fair-Nikolos, Susy Solidarökonomie und Biene „Wir haben es satt“ haben wir Unterschriften für die neue Palmöl-Petition (http://supplychainge.org/mach-mit-at1/petition-palmoel-gerechtigkeit-fuer-meine-kekse/?L=at) gesammelt.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair am Weg durch die Wiener Innenstadt
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Weg durch die Wiener Innenstadt

 

Unsere Route führte über das Alte AKH, die Wiener Universität und den Rathausplatz zum Parlament. Von dort ging es dann zur Hofburg, dem Ballhausplatz und am Kunsthistorischen Museum vorbei zur Oper und zum Karlsplatz.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair

 

Das Interesse war groß und viele Wienerinnen und Wiener waren bereits gut über die Probleme mit Palm Öl informiert. Der Wunsch nach nachhaltigen Alternativen wird von allen geteilt und es ist allen klar, dass nur nachhaltiges Handeln gefördert werden sollte. Danke an dieser Stelle an alle für die Gespräche und die vielen Unterschriften, sie sind wichtig.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Museum für Volkskunde
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Museum für Volkskunde

 

Wir haben auf unserem Weg durch die Innenstadt auch Halt an besonderen Orten gemacht und die Rolle von Institutionen (z.B. der Nationalbank) sichtbar gemacht.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Österreichischen Nationalbank
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Österreichischen Nationalbank

 

Universität Wien, wie sieht es an den Hochschulen aus? Wie fair sind diese?

Wir haben auch schon einmal im Rahmen der Clean IT Kampagne bei der Universität Wien und haben nachgefragt, woher die technische Infrastruktur stammt und welche Kriterien beim Einkauf eine Rolle spielen.

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Universität Wien
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor der Universität Wien

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Rathausplatz
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Rathausplatz

 

Eine wichtige Rolle im regionalen, nationalen und internationalen Handel spielen Parlamente. Die Gesetzgebung kann Klarheit schaffen und faires, nachhaltiges und ökologisches Handeln fördern. Nur Mut!

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Parlament
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: vor dem Österreichischen Parlament

 

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Ballhausplatz, Österreichische Präsidentschaftskanzlei
SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair: am Ballhausplatz, Österreichische Präsidentschaftskanzlei

 

Wir wollen am Dienstag, den 13. Dezember 2016, die Aktion feiern, die nächsten Schritte im Rahmen der Kampagne besprechen und das Jahr gemütlich ausklingen lassen. Wir werden uns nicht in der Wiener Staatsoper treffen …

 

Österreichische Präsidentschaftskanzlei: vor der Wiener Staatsoper
Österreichische Präsidentschaftskanzlei: vor der Wiener Staatsoper

 

… sondern im Cafe Benno. Wenn du Lust hast, schau vorbei (http://www.cafebenno.at/).

Liebe Grüße und auf bald
die Wiener Südwind AktivistInnen

 


 

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Über die Kampagne „SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair“:

Supermärkte setzen in den vergangenen Jahren verstärkt auf Eigenmarken, wie „Zurück zum Ursprung“ (Hofer), „Clever“ (REWE Group) oder „S-Budget“ (Spar). Zwei Drittel aller KundInnen kaufen ganz bewusst regelmäßig Eigenmarken, vor allem weil sie preiswerter sind als das entsprechende Markenprodukt. Der Umsatz im Einzelhandel mit Eigenmarken kletterte so europaweit auf etwa 40 Prozent. In Österreich ist deren Anteil mittlerweile bei 32 Prozent. Wenn diese Eigenmarken nachhaltiger produziert würden, hätte dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des globalen Südens. Doch die Realität ist eine andere: Ausbeutung zum Dumpingpreis ist in den Fabriken und auf den Plantagen Alltag. (Quelle: http://supplychainge.org/kampagne-at/kampagne-at/?L=at)

 

Link zur Petition
„Palmöl – Gerechtigkeit für meine Kekse“:

http://supplychainge.org/mach-mit-at1/petition-palmoel-gerechtigkeit-fuer-meine-kekse/?L=at

 

Trailer zur Kampagne
„SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair“:

 

 

 

Kurzfilm: Grazer SüdwindaktivistInnen lassen Brot und Paprika sprechen

Spätestens seit Erich Wagenhofers We Feed the World wissen wir, dass die achtlose Verschwendung von frischem Brot in Wien theoretisch den täglichen Bedarf von ganz Graz abdecken würde – und auch, dass es lediglich aufgrund besonderer Wohlstandsansprüche von Herr und Frau ÖsterreicherIn und den profitorientierten Logiken im hart umkämpften Einzelhandel überhaupt dazu kommt.

In feinster AktivistInnenmanier zeigen wir nun endlich ganz klar, was Brot und Paprika selber dazu sagen! Schaut euch das an und zeigt es euren Eltern (oder Kindern):

Ein kurzes Video über Lebensmittelverschwendung und wie unnötig diese ist, was uns sofort ins Auge springen muss, wenn man denn das verschmähte Zeugs einmal genauer unter die Lupe nimmt…

Bitte ansehen, weiterleiten, anderweitig teilen und helfen, dass ab jetzt nicht mehr ein Äquivalent in der Größe der jährlichen Gesamtfließmenge der Wolga (!) an Wasser verschwendet wird, um Nahrungsmittel herzustellen, die ohnehin im Müll landen. Wo sind wir denn?

(Quelle: FAO, UN: http://www.fao.org/news/story/en/item/196402/icode/)

 


 

ZDF heute stellt We feed the world vor und interviewt Erwin Wagenhofer:

Make Fruit Fair – Straßenaktion

Die Wiener AktivistInnen haben sich dazu entschlossen als Bananen, Bäuerinnen und Bauern sowie als Konzernmächte auf die schlimmen Arbeitsbedingungen im Bananenanbau aufmerksam zu machen.
Am 8. Oktober 2016 wollten wir somit gleich in die europaweite Aktionswoche zu Make Fruit Fair einsteigen!

Der perfekte Ort dazu wurde auch schnell gefunden – vor der Lidl-Filiale in der Meidlinger Hauptstraße. Lidl, einer der größten Diskonter in Europa, hat großen Einfluss darauf, welche Bananen dann wirklich im Geschäft landen.

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Viele Bauern und Bäuerinnen würden jedoch auch gerne die Bananen auf natürlichem Weg, ohne großen Pestizideinsatz anbauen und ernten – dieser schadet nicht nur Natur sondern auch den ArbeiterInnen.
Dabei verdienen vor allem die großen Konzerne und die ArbeiterInnen bleiben auf der Strecke.

In einem Straßentheater mit Infotisch haben wir auf diese Missstände aufmerksam gemacht und Unterschriften gesammelt.

 

die letzten Vorbereitungen
die letzten Vorbereitungen

Unsere Managerin will die Bananen „billig und gelb“, alles andere ist ihr egal, dafür wird natürlich Geld in Pestizide und Herbizide investiert.

Obwohl unsere Bananen von den Bäuerinnen und Bauern umarmt werden, ist unklar, was wirklich dahinter steckt? Sind sie fair?img_5792

sind das faire Früchte?
sind das faire Bananen?

Doch in unserem Straßentheater geht alles gut aus: Bananen und PlantagenarbeiterInnen gewinnen den Kampf um die fairen Produktionsbedingungen!

Bananen und ArbeiterInnen gewinnen
Das Blatt hat sich gewendet.

Jetzt muss das auch noch in der Wirklichkeit geschehen -du kannst auch einen Teil dazu beitragen, indem du die Petition unterschreibst, falls du das noch nicht getan hast: https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/

Lassen wir die Früchte und PlantagenarbeiterInnen gewinnen!

eine erfolgreiche Straßenaktion :)
eine erfolgreiche Straßenaktion :)

CETA stoppen | Demo zu CETA im MinisterInnenrat

CETA ist die Abkürzung für „Comprehensive Economic and Trade Agreement“ und hat eine Freihandelszone zwischen der EU und Kanada zum Ziel. 117.242 Menschen haben bereits Ihre Ablehnung per eMail verkündet – und es werden immer mehr!

CETA Stoppen

„Die Mehrheit der Menschen will ein faires Rechtssystem, das Konzernen keine Sonderklagerechte einräumt. Die Mehrheit der Menschen will hohe soziale und ökologische Standards und eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Mehrheit der Menschen will leistbare öffentliche Dienstleistungen in hoher Qualität. Die Mehrheit der Menschen will eine starke Demokratie, die nicht von Lobbyisten ausgehöhlt wird. All das ist durch CETA gefährdet“, erklärt das Bündnis TTIP Stoppen (Attac, GLOBAL 2000, ÖBV-Via Campesina Austria, Pro-Ge und Südwind).

Es fehlt an Transparenz, sowohl bei den Verhandlungen zu CETA als auch bei den Inhalten. Ähnlichkeiten zum Vorgehen bei TTIP liegen leider vor. Die Türen bleiben für die breite Öffentlichkeit und für zivilgesellschaftliche Organisationen verschlossen. Auch die Rechte des gewählten EU-Parlaments sind stark eingeschränkt.

CETA wird in Österreich im MinisterInnenrat behandelt werden und sollte es dort keine einstimmige Zustimmung geben , kann die Regierung im EU-Rat nicht zu CETA  zustimmen.

„Dieser MinisterInnenrat ist also ganz zentral dafür, ob sich Österreich gegen CETA stellt oder nicht. Das genaue Datum hat die Regierung leider noch nicht veröffentlicht“ – beschreibt das Bündnis die aktuelle Situation. „Wir gehen davon aus, dass CETA entweder am kommenden Dienstag (27.9.) oder eine Woche später (4.10.) auf die Tagesordnung kommen wird.“

Das TTIP Stoppen Bündnis war heute am Ballhausplatz und hat klar gemacht: STOP CETA. Die Bevölkerung ist gegen CETA! 117.242 Menschen haben bis heute früh Bundeskanzler Kern, Vizekanzler Mitterlehner und alle Ministerinnen und Minister per E-Mail aufgefordert, CETA abzulehnen.

Nächster Termin: Dienstag, 4.10., 8:00 bis 9:30 Uhr, Ballhausplatz

Wir werden wieder vor Ort sein. Schau auch du vorbei!

Liebe Grüße und auf bald,
die Wiener Südwind AktivistInnen


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Weiterführende Informationen:

Stellungnahme zu CETA:
http://www.attac.at/kampagnen/ttip-ceta-co-stoppen/ceta-was-ist-das.html

CETA Stoppen

https://www.global2000.at/publikationen/ceta-lesen-und-verstehen

Photos vom 27. September 2016 vor dem Bundeskanzleramt:
bit.ly/2d5USH1

E-Mail Aktion an die Regierung „CETA nicht mit mir“ unter:
https://www.ttip-stoppen.at/unterschreiben-gegen-ceta/

Live von der Academy – Tag 3: Konkurrenzkampf und Solidarökonomie

Die TeilnehmerInnen der Südwind Academy 2016 halten euch mit täglichen Berichten aus dem Yspertal am Laufenden! Diesmal:Katharina Staininger.

Nach den letzten Tagen des intensiven Arbeitens war’s heute fast gemütlich. Nach meinem morgendlichen Spaziergang in dieser schönen Gegend gab’s wieder ein herrliches Frühstück. Die Eröffnungsrunde mit Morgenyoga und Report von Sophie folgte eine kurze Vorstellrunde, da wir ja Christian und Thomas seit gestern in unserer Runde begrüßen konnten.

Danach ging’s mit dem Perlenspiel weiter. Jeder konnte 5 Perlen unterschiedlicher Farbe aus einer Tasche nehmen und damit handeln. Ein Simulationsspiel – ja – wir simulierten Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer, die – reguliert von der WTO  in der Welt Handel treiben. Ui, ui – da entstanden Spannungen und Blockaden – sehr interessant fand ich, die Entwicklung der jeweiligen Länderbeziehungen nach einigen Handelsjahren und Veränderung der Regeln durch die Industrieländer. Nach fünf Jahren waren die Industrieländer so „großzügig“ und ließen alles „Kapital“ so tauschen, damit jedes Land gleich viel Kapital hat – unglaublich.

Nach einer kleinen Pause, gab’s dann Infos zu zukunftsfähigen Wirtschaften. Unsere gemeinsame word-cloud ergab die wichtigsten Stichworte wie regional, Nachhaltigkeit, fair, solidarisch u.a. Weiters: Projekt Susy (sustainability and solidarity in economy) – wird vorgestellt. Diverse Projekte in 23 Ländern zum Thema Solidarökonomie werden vorgestellt. Speziell der Austausch zwischen den Industrieländern und den Ländern des Südens (globaler Norden – globaler Süden) ist äußerst wichtig. Weitere Projekte werden vorgestellt – mittels Fotoausstellung (Supply Cha!nge) oder Videos (SoliLa).

Nach der Mittagspause – wieder so ein schmackhaftes Menü – im sonnigen Hof, entschließen wir uns, den open space in open walk zu verwandeln… die vier Schwerpunkte im Visier – Food Coops bzw. CSA (Olivia), Buen Vivir Labor bzw. Gute Leben Kongress (Olivia u. Katharina), Friedensgemeinde in Kolumbien & Kakao (Laetitia) und System Change not Climate Change (David) – wanderten wir gut gelaunt den drei Teichen entgegen. An einem jener ließen wir uns nieder und genossen das Land, das Wasser die Luft und das Miteinander sein.

Zurück nach rund zweieinhalb Stunden gab’s wieder eine Kaffee-Tee-Kuchen-Pause und schließlich – nach der Ernte – noch Laudatien für Lisa und Dino (Valentin), da jene gemeinsam mit Miguell die Reise antraten. Als Schlussthema bot Solidarökonomie noch einigen Nachdenkstoff – wie können wir miteinander gut leben oder besser, solidarisch wirtschaften? Welche Projekte gibt’s – (z.B. Mondragon in Spanien) – Kriterien wie Kooperation statt Konkurrenz und Gemeinwohl statt individueller Profit – sind maßgeblich für SÖ. Beispiele aus Brasilien (Coopamare) oder Spanien (Bauernmarkt) u. Malaysien (pua kumbu) veranschaulichen gut, was es heißt miteinander was zustande bringen ohne in Konkurrenz zu treten. Auch bei uns gibt’s Projekte, die in diese Richtung gehen und die Hoffnung wachsen lassen – Kost-Nix-Läden, Repair Cafés u.ä.

Summa summarum bin ich begeistert von diesen Projekten, Inspirationen, motivierten Menschen um mich herum. Die Energie hier ist unterstützend – für mich – für uns – für alle, die einen Richtungswechsel begrüßen und in Bewegung bleiben möchten…

 Anmerkung: Am Tag 4 standen Feedbacks,  die gemeinsame Reflexion und ein Besuch der Wear Fair & Mehr in Linz am Programm. Darüber gibt’s (öffentlich) nichts zu berichten! ;-)

Make Fruit Fair: Themenabend mit GewerkschafterInnen aus Ecuador

„Pestizide wurden früher circa 20 mal im Jahr von Flugzeugen über die Plantagen gespritzt, heute passiert dies bereits mehr als 40 mal im Jahr.“ schildert Jorge den starken Anstieg des Pestizideinsatzes auf Ecuadors Plantagen in den letzten Jahren.

In unseren Supermärkten leuchten die Bananen gelb aus den Regalen. Von den vielen Pestiziden ist mit freiem Auge nichts zu erkennen. Auch nicht von den Mitteln, die nach Sammeln der Bananen zur Konservierung noch einmal über alle Bananen gespritzt werden ehe sie, in Plastiksäcken, den Seeweg über die Meere nach Europa antreten. Noch viel weniger erfahren wir als KonsumentInnen in Europa von den Menschen, die täglich bis zu 12 Stunden auf den Plantagen unter widrigsten Umstände für einen Hungerlohn schufften müssen.

Arbeiter und Arbeiterinnen in Ecuador erhalten keinen existenzsicheren Lohn, sie kämpfen mit den Folgen des Spritzmitteleinsatzes und vorallem Frauen werden wiederholt Opfer von sexueller Gewalt“, schildert eine Gewerkschafterin.

Konrad, Mitarbeiter bei der internationalen Kampagne Make Fruit Fair (https://www.suedwind.at/handeln/kampagnen/make-fruit-fair/), hat gemeinsam mit den Gewerkschaftern und Gewerkschafterinnen vor Ort in Ecuador die Arbeitsverhältsnisse dokumentiert. Unterstützt wurden sie von Dr. Hans-Peter Hutter, der eine medizinische Studie über die Gesundheit der Plantagenarbeiter und -arbeiterinnen gemacht hat. Du kannst die Ergebnisse der Forschungsreise hier laden: Bananen-Pestizid-Studie

Im Juni und Juli wollen wir weiter an Aktionen zum Thema Make Fruit Fair arbeiten und von Europa aus die Arbeit der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter vor Ort in Ecuador unterstützen. Die Gäste aus Ecuador haben sich sehr über unser Engagement gefreut und betont, dass es wichtig ist, grenzenübergreifend zusammenzuarbeiten und die Wertschöpfungskette offenzulegen. Transparenz ist wichtig, damit alle Beteiligten einen fairen Lohn erhalten und gute Arbeits- und Lebensbedingungen (buen vivir) vorfinden.

Make Fruit Fair: Themenabend in Wien mit Gewerkschafterin und Gewerkschaftern aus Ecuador
Make Fruit Fair: Themenabend in Wien mit Gewerkschafterin und Gewerkschaftern aus Ecuador

Wenn du Interesse hast mehr zu erfahren und ebenfalls aktiv zu werden, komm zu unserem nächsten Treffen am 13. Juli 2016 ins Südwind Büro (Laudongasse 40, 1080 Wien).

Liebe Grüße und auf bald!
die Wiener Südwind Aktivistinnen


 

Links:

 

 

 

CETA stoppen: Aktion am Ballhausplatz

Am Dienstag, den 31. Mai 2016, haben sich am Vormittag vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien Aktivist*innen vom Bündnis TTIP Stoppen versammelt.

Das Bündnis wird von Attac, Global 2000, ÖBV-Via Campesina-Austria, Pro-Ge und Südwind getragen und hat am Ballhausplatz seinen Widerstand gegen das neoliberale Handelsabkommen CETA artikuliert. Die Teilnehmer*innen haben über die negativen Aspekte des Abkommens informiert. In naher Zukunft wird sich die österreichische Bundesregierung über die österreichische Positionierung auf EU-Ebene im Bezug zu den TTIP- und CETA-Verhandlungen aussprechen.

CETA Stoppen
CETA Stoppen: https://www.global2000.at/ceta-wollen-wir-nicht

Wenn ihr mehr Informationen wollt oder den Widerstand unterstützen möchtet, schaut auf: http://www.ttip-stoppen.at/ und https://www.global2000.at/ceta-wollen-wir-nicht

 

CETA Aktion gestern … Make Fruit Fair Aktion morgen …

Die Wiener Aktivist*innen haben die Südwind Flagge am Ballhausplatz hochgehalten. Wenn du auch einmal bei einer Aktion dabei sein willst, so melde dich bei uns oder schau einfach zum nächsten Stammtisch. Der nächste Stammtisch in Wien findet bereits am 13. Juni um 19 Uhr im Südwind Büro in der Laudongasse 40 statt. Weiter unten siehst du die Ankündigung mit einer Beschreibung, was dich am 13. Juni erwarten wird.

Liebe Grüße und vielleicht auf bald bei einem unserer Stammtische
(Kontaktadressen aus allen Regionen: https://suedwindaktivistinnen.org/kontakt/)

 


Ort: Südwind Wien, Laudongasse 40, 1080 Wien
Zeit: Montag, 13. Juni 2016, 19.00 Uhr

Wir haben die spontane und besondere Gelegenheit genutzt und drei AktivistInnen der Bananengewerkschaft ASTAC aus Ecuador zu unserem Stammtisch eingeladen. Das Schöne daran ist, dass wir nicht nur interessante und hautnahe Einblicke in die Arbeit der AktivistInnen in den Bananenplantagen in Ecuador bekommen, sondern uns auch gleich daran machen können, uns zu solidarisieren und das Gehörte in eine Aktion umzusetzen.

Den 2. Teil des Abends werden wir daher der Akionsplanung widmen. Wir haben ja schon im Rahmen der Make Fruit Fair Kampagne eine Fotoaktion entwickelt, die wir noch ausbauen können.  Es wird auch der Raum dafür da sein, neue Ideen einzubringen!

 

Make Supermarkets Fair!

Supermärkte setzen in den vergangenen Jahren verstärkt auf Eigenmarken, wie „Zurück zum Ursprung“ (Hofer), „Clever“ (REWE Group) oder „S-Budget“ (Spar). Zwei Drittel aller KundInnen kaufen ganz bewusst regelmäßig Eigenmarken, vor allem weil sie preiswerter sind als das entsprechende Markenprodukt. Der Umsatz im Einzelhandel mit Eigenmarken kletterte so europaweit auf etwa 40 Prozent. Wenn diese Eigenmarken nachhaltiger produziert würden, hätte dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des globalen Südens. Doch die Realität ist eine andere: Ausbeutung zum Dumpingpreis ist in den Fabriken und auf den Plantagen Alltag. Das versuchen wir mit unserer Kampagne „Supply Cha!nge“ zu verändern. Auch du kannst uns dabei helfen – hast du schon unseren Videoclip gesehen? Klick mal rein: https://www.youtube.com/watch?v=tFXwr8L9nI4.

Aktuell gibt es 2 Petitionen, die sich an die Supermarktketten richten:

Auf der Website http://www.supplychainge.org findest du außerdem umfassende Hintergrundinfos zu Supermärkten und zu den unterschiedlichen Produken.

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Südwind Straßenfast 2016 und Make Fruit Fair

„Feiern wir gemeinsam den vielfältigen Einsatz aller Menschen, die sich für eine bessere Welt engagieren!“ – Am Samstag, den 21. Mai 2016, fand bei Sonnenschein und ausgezeichneter Stimmung das Südwind Straßenfest statt.

Seit 32 Jahren feiert Südwind einmal im Jahr gemeinsam mit einer Vielzahl entwicklungspolitischer Organisationen in Wien das Straßenfest. Ein vielfältiges Musikprogramm von Blasmusik über Latin bis Hiphop, Kulinarik und Kunsthandwerk aus aller Welt, Infos zu Upcycling, Straßenkunst, Capoeira und vieles mehr war auch heuer wieder zu erleben und genießen. Die Grundwerte  Weltoffenheit, Nachhaltigkeit und Fairness werden gelebt und gefeiert.

Make Fruit Fair! – Frag die Banane!

Die Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen nahmen heuer wieder mit einem Crepe-Stand und einer Info-Aktion am Straßenfest teil. Dieses Jahr haben wir die Südwind Kampagne „Make Fruit Fair“ unterstützt und an unserem Crepe-Stand Schoko-Bananen-Crepe und Marmelade-Crepe angeboten, über die Kampagne informiert als auch Unterschriften für „Make Fruit Fair“ gesammelt. Ihr könnt auch unter http://makefruitfair.org/de/ an online-Petitionen teilnehmen – und seid euch sicher: jede Unterstützungserklärung ist wichtig und hilft.

Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Blick aus dem Crepe-Stand hinaus in die Reihen der Straßenfest Standler und Standlerinnen und die Besucher und Besucherinnen des Fests

An unserem Crepe-Stand haben wir mit dem nachfolgenden Plakat ein paar Eckpunkte der Recherchen der „Make Fruit Fair“-Kampagne herausgenommen und präsentiert. Hättest du gewusst, dass 909 Kilogramm Bananen gesammelt werden müssen, damit eine Person 100€ Lohn erhält?

Make Fruit Fair - Informationen zum Bananenanbau
Make Fruit Fair – Informationen zum Bananenanbau
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen
Crepe-Stand der Südwind Aktivisten und Aktivistinnen

Weitere Photos vom Straßenfest findet ihr zum Beispiel auf der Facebook-Seite des Straßenfests unter https://www.facebook.com/suedwindstrassenfest.

Südwind Straßenfest 2016
Musik am Südwind Straßenfest 2016

Es war ein tolles Fest und wir bedanken uns bei euch, den vielen Besuchern und Besucherinnen, beim Organisationsteam für die sehr gute Unterstützung, bei den vielen Freiwilligen, die das Straßenfest erst ermöglichen, beim Cafe Gagarin (http://cafegagarin.at) für die Crepe-Platten, bei Fairtrade für Essen und Bananenkostüm (https://www.fairtrade.at/), beim Wetter für den Sonnenschein und bei allen für die gute Stimmung. Es war ein wunderbares Fest.

Liebe Grüße von den Südwind Aktivistinnen

PS: Wir treffen uns am 13. Juni 2016 um 19:00 Uhr in Wien wieder zum Wiener Südwind Aktivisten und Aktivistinnen Stammtisch im Südwind Büro in der Laudongasse 40 im 8. Bezirk. Schau vorbei, wenn du Zeit und Lust hast.

 

Der Mai in OÖ: Aktionsmonat Change your Shoes

Im Mai dreht sich in Oberösterreich alles um die Schuhproduktion!

Als Auftakt unseres Aktionsmonats laden wir zur

Infoveranstaltung „Auf dem Weg zu einer ökologischen und fairen Schuhproduktion“ ein.

Wann: 3. Mai 2016, 18.00-20.00
Wo: Südwind-Infothek, Südtirolerstraße 28, 4020 Linz

Stefan Robbrecht-Roller, Kampagnemitarbeiter von „Change your Shoes!“ gibt Einblick in die Ereignisse des ersten Projektjahres und erzählt was sich auf politischer und unternehmerischer Ebene hinsichtlich „faire Schuhe“ tut.
Anschließend ist noch ausreichend Zeit für offene Fragen, Diskussion und Ideenaustausch.

Am 10. Mai wird dann gebastelt! Die lustigen Basteltreffs haben ja schon Tradition :) Schaut vorbei in der Südtirolerstraße 28 und schnipselt mit in gemütlicher Runde!

Am 14. Mai sind wir ab Mittag am Fair Planet Festival im Volksgarten zu finden, wo wir Fuß-Unterschriften für das Recht auf Organisationsfreiheit in den Schuh-Produktionsstätten Indonesiens und Chinas sammeln und Slacklinen für eine transparente Lieferkette.

change your shoes
Alle Infos zur Kampagne „Change your Shoes!“ auf: http://www.cleanclothes.at/schuhe/

Aktionsvorbereitung zu „Make Fruit Fair!“

Woher kommen meine Bananen, Ananas und Orangen? Sind sie fair gehandelt worden? Bekommen alle Personen, die an der Produktion und am Handel beteiligt sind, einen fairen Lohn? Leider liegen die Dinge öfters im Argen. Das soll nicht so weitergehen und wir treten wieder für einen fairen Handel ein.

Die internationale Kampagne für nachhaltigen Handel von tropischen Früchten (http://makefruitfair.org/de/) fordert von der EU, den Regierungen, Supermärkten und der Lebensmittelindustrie faire Preise für tropische Früchte sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Umweltschutz auf Fruchtplantagen.

Wir, die Südwind Aktivist_innen, unterstützen diese Kampagne und planen eine Photoaktion am Südwind Straßenfest am 21. Mai 2016 im Alten AKH in Wien. Wir haben uns dazu im April im Südwind Büro getroffen und an unserem Photo-Rahmen und den Photo-Früchten gebastelt.

Make Fruit Fair - Kampagne für fairen Handel

Am Südwind Straßenfest können Besucher und Besucherinnen Photos machen und an unserem Crepe-Stand faire Süßigkeiten genießen. Seid willkommen!

Wenn du Interesse hast uns bei der Photo-Aktion zu unterstützen oder mit uns für die Gäste zu backen, dann melde dich bei uns unter aktivismus.wien@suedwind.at . Du kannst auch zu unserem nächsten Treffen kommen – am Freitag, den 13. Mai 2016, um 19 Uhr im Südwind Büro (Laudongasse 40, 1080 Wien).

Mehr Informationen zur Kampagne findest du auch auf http://makefruitfair.org/de/.

Liebe Grüße von den Wiener Südwind Aktivist_innen!

 

 

Die Kleidertauschparty von SCNCC und den Südwind-Aktivistinnen – Ein voller Erfolg

Am 18. März war es wieder so weit.

Die steirischen Südwindaktivistinnen veranstalteten im Spektral erneut eine Kleidertauschparty – allerdings dieses Mal mit Unterstützung von den Aktivistinnen von System Change not Climate Change!

Im Vorfeld wurde gebastelte, getüftelt und gedumpstert – diese Lebensmittel wurden dann gemeinsam zu einem sehr umfassenden veganen Buffet verkocht – von Eintopf, Spaghetti, Salaten und veganen Kuchen war für alle Gäste was dabei!

Die Kleidertauschparty selbst war super besucht, zwischen 300 und 400 tauschwütige Gäste konnten sich an den Teilen anderer erfreuen und sich neu einkleiden (ohne dabei Ressourcen zu verschwenden)- das Angebot war bei so vielen Gästen natürlich riesig – dieses Mal kamen auch Männer und Kinder nicht zu kurz.

Auch SUSY – die Botschafterin für Solidarisches Wirtschaften – fand die Zeit, uns in Graz kurz zu besuchen – bei ihrem straffen Terminkalender natürlich eine große Freude. ;)

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Das Wenige, das übrigblieb ging an Offline-Retail und an den Flüchtlingskonvoi.

Wir danken unseren Gästen und den Leuten von SCNCC für den tollen Nachmittag und freuen uns weitere coole Aktionen !!

Südwind proudly co-presents: „Another way (with vegetables)“ am Crossroads 2016

Die SüdwindaktivistInnen dürfen auch heuer wieder einen Film beim Crossroads Festival in Graz  co-präsentieren:

 

„Another way (with vegetables)“- Österreichpremiere am Samstag, 2. April umd 18:30 Uhr im Forum Stadtpark, Graz!

Der Film handelt von der enormen Bewegung der CSA (community supported agriculuture –  bei uns auch Gelawi – Gemeinsam getragene Landwirtschaft) in Europa und zeigt auf, wie wir KonsumentInnen und auch die ProduzentInnen einen Beitrag zur Veränderung der Nahrungsmittelherstellung und den landwirschaftlichen Bedingungen leisten können!

Nach dem Film findet ein Gespräch mit Katrin Wankhammer vom BioFuchs statt.

Klingt sehr interessant – mehr dazu auch hier:

http://crossroads-festival.org/de/film/another-way-with-vegetables

Also, sehen wir uns dort? ;)