SambAttac bei der Aktionsakademie 2014

Der zwei tägige Workshop von SambAttac hat geniale Einblicke in eine Samba Batería gegeben. Solche Baterías sind oft bei linken Demos dabei, sie geben den Takt an und hüllen den Demozug in eine pfiffige, fröhliche Klangwolke.

Zuerst haben wir bei unserem Workshop gelernt, dass der Körper an sich schon ein grandioses Instrument ist: Ich kann ihn zum Aufstampfen, Schnippen, Summen, Singen, Schreien, Klatschen und noch auf viele, viele andere Arten nutzen, um Geräusche und Musik mit ihm zu machen. Richtig eingesetzt können viele Körper also ein gewaltiges Orchester sein! Danach ging es darum, Instrumente kennen zu lernen, die in einer Batería unbedingt nötig sind (die großen Basstrommeln etwa), sie mit Leben erfüllen (wie die Snare Drums, das sind die, die oft von Soldaten gespielt werden) oder einfach nett, wie die Kuhglocke, sind. Nach zwei Tagen, den eigenen Rhythmus und seinen Platz in der Batería suchen, war unser kurzer Auftritt bei der Schlusskundgebung und dem Umzug durch Steyr der Schluss- und Höhepunkt.

Wer also gerne auf linke Demos geht, aber nicht nur mitmarschieren oder Transpis tragen will, ist bei SambAttac goldrichtig: Geprobt wird für die Begleitung von Demos, für Auftritte bei Festivals und aus purer Freude am gemeinsamen Musizieren mit Menschen die auch ein kritischen Blick auf die Welt haben.

Wann SambAttac wo auftritt und ob es eine Gruppe in Deiner Nähe gibt, findest Du auf der Seite http://community.attac.at/sambattac.html

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Impulstag Soziokratie – AktionsAkademie 2014

Die AktionsAkademie 2014 in Steyr ist vorbei, doch die Eindrücke und Gedanken halten noch an.

Bei den spannenden und umfangreichen Seminaren und Workshops, welche geboten wurden, mussten dennoch Entscheidungen getroffen werden und so fiel meine Wahl auf den „Impulstag Soziokratie“  mit Barbara Strauch vom Soziokratie Zentrum Österreich.

Soziokratie ist ein partizipatives Organisationsmodell und basisdemoraktisches Entscheidungsfindungstool. Es bietet interessante Möglichkeiten für Organisationen, für gemeinsame Entscheidungsfindung und eventuell auch für AktivistInnen-Gruppen.

Neben einer sehr respektvollen und gleichberechtigten Gesprächsführung zählte für mich auch die offene Wahl zu den spannendsten Bereicherungen dieses Seminares.

Hier nun ein paar Links und die Mitschrift dieses Impulstages:

Aktionsakademie 2014 in Steyr – wir waren dabei!

„Ich lass für meinen Workshop gleich die Jogginghose an“, sicher warum auch nicht. Jakob nimmt bei der Aktionsakademie in Steyr am Workshop Aktionsschnupperklettern von Greenpeace teil. Dabei lernen die TeilnehmerInnen nicht nur wie man unbeschadet große Höhen in die Tiefe an einem Seil überwindet, sondern auch die nötigen theoretischen Erklärungen zu den bekannten Kletteraktionen von Greenpeace. Wer hat da nicht gleich ein Bild im Kopf: Ein riesiges gelbes Transparent hängt an einer Fabriken oder einem AKW runter und fordert mit schwarzer Schrift die Umwelt zu schützen. Und daneben? Daneben baumeln Menschen an Kletterseilen. Vielleicht baumelt Jakob da auch einmal, wer weiß.

Greenpeace hat es geschafft mit seinem Aktionismus (Klettern, Bootsfahrten, Sitzblockaden) für den Umweltschutz ein Markenzeichen zu sichern. Die Südwind AktivistInnen etablieren sich gerade auf der Straße als Hühner, Nikoläuse oder mit Infoständen in Fabriksformat.

An der Aktionsakademie, die in den vergangenen Jahren gemeinsam von Attac, Greenpeace und Südwind organisiert wurde, nahmen heuer mehr als zehn Südwind AktivistInnen teil, um sich Inspiration für neue Straßenaktionen zu holen. Das Workshopangebot lies fast keine Wünsche offen: Gewaltfreier ziviler Ungehorsam, Flashmob Training, Protest Songs-Schreiben, SambAttac, Videoschnitt und Aktionsphotographie, Soziokratie, Recht für AktivistInnen und Aktiv für Ernährungssouveränität (ein Workshop von Südwinden), fad wurde niemandem. Fad wurde es auch Dank des spannenden Programms am Abend nicht: Die griechische Aktivistin Katerina Notopoulou informierte über ihr Engagement in der „Klinik der Solidarität“, die in ihrem Heimatland auch jene Menschen behandelt, die weder versichert sind, noch sich den Besuch im Spital leisten können. Ein breit besetztes Podium diskutiere am nächsten Abend über TTIP und dessen Großteils noch ungewisse Auswirkungen und am letzten Abend wurde einfach gefeiert. Muss auch sein.

Für das leibliche wohl sorgte wieder mal die VOKÜ: Vegetarisches und Veganes Essen, dessen Zutaten direkt bei regionalen KleinbäuerInnen eingekauft wurde.

Nun liegt es an uns Südwind AktivistInnen, das gelernte umzusetzen!

Nachlese zum Programm; mehr zu den Südwind AktivistInnen unter www.suedwind-agentur.at/handeln.