Wenn sich eine Aktion weiterentwickelt…

2018 hat sich Südwind mit vielerlei Themen beschäftigt. Eines davon (aber natürlich nicht das einzige) war die Make ICT Fair – Kampagne. Diese hat auch das aktivistische Jahr der Wiener AktivistInnen geprägt…

Mitte Februar stand bereits das Überregionale AktivistInnen-Treffen (ÜRAT) unter dem Motto MakeICTFair und wir bekamen einen ersten Überblick der Kampagne präsentiert, wer angesprochen werden soll und wie wir unterstützen können.
Eine Woche später gingen wir bereits auf die Straße. Die Eröffnung des ersten Apple-Stores in Österreich, in der Wiener Kärntner Straße, war eine gute Gelegenheit das Thema der Elektronik-Produktion in die Öffentlichkeit zu bringen. IMG_1011
In der Kälte verteilten wir Informationsmaterialien und nutzten das hohe Medienaufgebot, um auf die Anliegen der ArbeiterInnen in den Produktionsbetrieben aufmerksam zu machen.
 HIER gibt es den genaueren Bericht der Aktion und auch ein paar Links zur Medienpräsenz, die wir dadurch erreichen konnten.

Doch damit war das Thema der ICT natürlich noch nicht abgehakt für uns. Immer wieder bekamen wir durch die Kampagne Input und so haben wir uns auch für das Südwind-Straßenfest eine Aktion ausgedacht, um die Besucherinnen und Besucher zu diesem Thema zu sensibilisieren. Dabei haben wir die bereits vorhandene Aktion, das Mini-Straßentheater, das wir bei der Aktion im Februar neben der Verteilung von Informationen aufgeführt haben, weiterentwickelt.

Nicht nur wir entwickelten die Aktion weiter. Auch in der Kampagne selbst hat sich viel getan – so war zum Beispiel Matthias Haberl von Südwind im September in Hongkong. Dort hat er mit einer Partner-NGO gearbeitet, die für diese Kampagne der wichtige Partner vor Ort ist, und so einen wichtigen Einblick gewinnen können, den er auch in Kurzberichten festgehalten hat.

Das gewonnene Wissen wurde natürlich auch weitergeleitet. Bei der diesjährigen Südwind Academy waren Handys und Elektronik-Geräte ein großes Thema. Mit ein Grund dafür war natürlich auch, dass Kin Wan von LESN (Labour Education & Service Network) aus Hongkong an einem Tag dabei war und uns erklärt hat, wie die Situation in der ICT-Produktion in China aussieht und uns so viele Fragen beantworten konnte.

Zusätzlich haben wir im Herbst das Angebot bekommen, unser methodisches „Aktivismus-Werkzeug“ weiterzubilden. Wir wurden gefragt, ob wir ein „Abschlussprojekt“ für einen Theaterpädagogik-Lehrgang sein wollen. Da die Wiener AktivistInnen-Gruppe neugierig ist und auch gerne bereit, mal was neues auszuprobieren, haben wir uns einen Abend lang mit verschiedenen theaterpädagogischen Methoden beschäftigt. Ziel war es, ein zufriedenstellenderes Ende für die Aktion, die wir am Straßenfest durchgeführt haben, zu finden. Denn diese sollte bei der entwicklungspolitischen Tagung im Wiener Rathaus 10.Dezember noch einmal auf der Bühne aufgeführt werden.
Neben verschiedenen gruppendynamischen Übungen, haben wir versucht kreative Methoden anzuwenden, um das Ende besser auszubauen und einen Anstoß zum Handeln zu geben.

Am 10.Dezember war es dann so weit und unsere kurze Inszenierung ging auf die Bühne.
Wie es war?
Seht selbst, es ist sogar ein YouTube-Video dazu entstanden: https://www.youtube.com/watch?v=uob5zPlVYE4

Natürlich haben wir uns thematisch nicht nur mit einer Kampagne beschäftigt, doch diese Aktion war eine prägende für 2018, da sie sich immer weiterentwickelt hat.

Was 2019 an Aktionen bringt, wissen wir noch nicht sicher. Wir haben schon viele Ideen, bei der einen oder anderen spielt auch ein Handy eine große Rolle….

Seid gespannt, macht mit, unterstützt uns!

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