SupplyCha!nge-Aktiontag: Macht Supermärkte fair!

Am 28. November 2015 fand der EU-weite Aktionstag zu Supermärkten statt. Mit der neuen Kampagne „SupplyCha!nge“ werden Supermarktketten aufgefordert, für mehr Transparenz und die Einhaltung von Arbeitsrechten in der Produktion ihrer Eigenmarken zu sorgen. Gleichzeitig wurde die Petition fairen Orangesaft gestartet, die noch bis Frühling unterzeichnet werden kann.

Straßenaktionen in Wien, Graz, Salzburg – und weiteren EU-Ländern.
Am 28. November fanden nicht nur weltweit große Klimademos statt, sondern auch Aktionen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei der Herstellung diverser Produkte für Supermarkt-Eigenmarken. In Österreich waren in drei Städten Südwind AktivistInnen auf der Straße, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, PassantInnen zu informieren und Unterschriften zu sammeln. Eine Petition für fair produziertem Orangesaft (etwa der Marken s-Budget (Spar), Clever (Rewe) oder Pure Fruits (Hofer), etc.) kann ab sofort unterzeichnet werden!

Petitition – Europäische Supermärkte: Macht Orangesaft fair!
Eine konkrete Forderung von SupplyCha!inge bezieht sich auf die Herstellung von Orangensaft. Dabei handelt es sich um den beliebtesten Fruchtsaft weltweit. Und 66 Prozent aller in Europa angebotenen Orangensäfte werden von Supermarktketten wie Hofer, Billa, Spar, Lidl und anderen als billige Eigenmarken vertrieben. Allerdings ist die Situation der ArbeiterInnen in der Orangensaft-Lieferkette menschenverachtend. Außerdem sind die damit verbundenen Umweltschäden sind desaströs. Wir fordern von den Supermärkten: Beenden Sie die Ausbeutung von ArbeiterInnen und die Umweltzerstörung entlang der Orangensaft-Lieferkette – sofort! Mehr Hintergrund-Infos und die Online-Petition gibt’s unter http://supplychainge.org.

Unterschiedliche Aktionen – ein Thema: Nachhaltigkeit bei Supermarkt-Produkten!
Die Aktionen am 28. November setzten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte, um gemeinsam die Einkaufs- und Vertriebspraktiken der Supermarktketten zu adressieren. In Graz wurde bei einer Straßenaktion (fairer produzierter) Orangensaft verkostet und über die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen bei dessen konventioneller Herstellung aufmerksam gemacht. Dabei wurden Unterschriften für die aktuelle Petition gesammelt und Infomaterialien verteilt. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit dem Bündnis „System Change, not Climate Change“ statt, das einen Aktionstag aus Anlass der internationalen Klimakonferenz in Paris organisierte.
In Wien wurde der Kauf-Nix-Tag (ebenfalls am 28. 11.) genutzt um auf das Konsum – bzw. Wegwerfverhalten aufmerksam zu machen und Menschen zum nachdenken anzuregen. Welche Konsequenzen mit dem oft gedankenlosen Shopping im Supermarkt verbunden ist, haben AktivistInnen von Südwind und Global 2000 mit den den sieben „Todsünden des Konsums“ (Sklaverei-Orangensaft, Kinderarbeit-Schokolade, Massentierhaltung-Fleisch, Landraub-Palmöl, Ausbeutung-Thunfisch, sowie Lebensmittelverschwendung und Umweltgifte) eindrucksvoll dargestellt.
Auch in Salzburg stand Verschwendung im Mittelpunkt, allerdings speziell die besonders skandalöse Verschwendung von einwandfreien Lebensmitteln. Gemeinsam mit fairkehr wurden bei einer Straßenaktion Lebensmittel verschenkt (“kauf nix!”), die von Supermärkten entsorgt wurden. Unter zögerlichem Kosten wurden die Vorbeigehenden zu Gesprächen über den Wert von Lebensmitteln eingeladen.

Weitere Infos:

Bilder aus Graz, Wien und Salzburg:

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