Detailbericht Überregionales AktivistInnen Treffen 8-10.11.2013, Neulengbach

Überregionales Aktivist_innentreffen 2013
Überregionales Aktivist_innentreffen 2013

Freitag, 8.11.

Herrliches Wetter mit frühlingshaften Temperaturen und ein schlechtgelaunter Mops erwarteten alle Teilnehmer des zweiten ÜRAT bei ihrer Ankunft in Neulengbach. Nach dem Beziehen der geschmackvollen und gemütlichen Zimmer der Villa Berging wartete bereits ein großzügiges Buffet mit saisonalen, regionalen und biologischen Produkten darauf geplündert zu werden und es schmeckte köstlich. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die hügelige Gegend begann dann das gruppendynamische Kennenlernen.

Weiter ging es im Seminarraum mit dem Vorstellen der Aktionen aus den einzelnen Regionen aus dem letzten Jahr. Die Aktionen zur Aktionswoche Existenzlohn der Clean Clothes Kampagne waren in allen teilnehmenden Regionen erfolgreich. In Innsbruck wurde mit an Füßen geketteten Wollknäuel und Infomaterial auf die Thematik aufmerksam gemacht und es konnten 50 Unterschriften für die Existenzlohn Petition gesammelt werden. Auch in Graz kamen die Wollknäuel zum Einsatz, wo sie zusammen mit unterschiedlich großen Stofffetzen die unfairen Löhne der NäherInnen im Vergleich zu den Firmenumsätzen symbolisierten. In Wien wurden auf der Mariahilfer Straße ein Info-Tisch und ein überdimensionales T-Shirt aufgestellt. Gemeinsam mit Pasant­Innen wurden unterschiedliche Stofffetzen mit Botschaften an das T-Shirt genäht, während dieser 3 Stunden konnten 75 Unterschriften gesammelt werden. Details zu den einzelnen Aktionen auch unter suedwindaktivistinnen.wordpress.com. Insgesamt wurden Österreichweit 1573 Unterschriften während der Aktionswoche gesammelt. Auch beim Unterschriftensammeln für die Make Chocolate Fair (MCF) Kampagne liegt Österreich im Vergleich mit den Partnerländern im Spitzenfeld. Mehr als 4200 Unterschriften konnten Dank dem tollen Einsatz der AktivistInnen bisher gesammelt werden.

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Des Weiteren wurde am Freitagabend auch Ideen zwischen den regionalen Gruppen ausgetauscht. So kam der Vorschlag aus der Steiermark Aktionen auch immer auf Facebook als Veranstaltung zu bewerben, um zumindest für einzelne Aktionen neue MithelferInnen und Interessierte zu finden. Auch sollten bei geplanten wetterabhängigen Aktionen im Freien, schon im Vorfeld immer ein Ersatztermin kommuniziert werden. In Innsbruck wurde schon öfters das Modell des Dinner Clubs ausprobiert, wo im Rahmen dessen AktivistInnen für Personen, die sich anmeldeten, gegen einen Beitrag von 4-5€ gekocht und sie während des Abends über Themen informiert haben. Da dabei immer ein finanzielles Plus entstanden ist, ist auch dies eine Möglichkeit der Geldbeschaffung.

Danach fand der Abend mit einem lustigen und gehirnzellenanregenden Pub-Quiz zum Thema Schokolade einen unterhaltsamen Abschluss.

Samstag, 9.11

Mit Wing – Tsun Kung-Fu bescherte uns Matthias, zur Freude aller, nach dem Frühstück einen energiegeladenen Start in den Tag. Danach startete Bernhard durch und lieferte alle Informationen und Hintergründe zur MCF-Kampagne damit alle AktivistInnen sattelfest in ihrem Wissen für die nächsten MCF Aktionen sind.

Überregionales Aktivist_innentreffen 2013
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Mit drei SchauspielaktivistInnen vom Theater der Unterdrückten wurden danach Möglichkeiten und Konzepte erarbeitet wie wir unsere Themen, vor allem die MCF Kampagne, als verstecktes Theater im öffentlichen Raum in Szene setzen könnten. Diese zwei Stunden gehörten mit Sicherheit zu den Highlights des Wochenendes, da sie nicht nur unterhaltsam waren, sondern auch sehr lehrreich da es uns einen anderen Blick auf Aktionen vermittelte.

Inspiriert davon und nach einem weiteren köstlichen Mittagessen ging es am Nachmittag an das Sammeln von Ideen für Aktionen im Dezember zur MCF Kampagne.

Da die geplante Wanderung, sprichwörtlich ins Wasser fiel, chauffierten uns zwei Taxis zur Aussichtswarte und dem Gasthaus Buchberg, wo neben dem leiblichen Wohl auch die Unterhaltung Dank zweier äußerst unterhaltsamen und auch etwas morbiden Spielen nicht zu kurz kam. Zurück im Quartier wurde dieses „Werwolf“ genannte Spiel gleich noch um die Rolle des Priesters erweitert und weiteren Spieldurchgängen stand nichts mehr im Wege, so endete der Abend für manche dann doch sehr spät.

Sonntag 10.11,

Nach der bereits liebgewonnenen Wing-Tsun Kung-Fu Runde, die manche aber aufgrund einer sehr kurzen Nacht dann doch lieber ausließen, ging es ans konkrete Ausarbeiten der Aktionsideen vom Vortag. Um nichts vorweg zu nehmen sei bloß gesagt, dass es wieder einige sicherlich Aufsehen erregende Aktionen geben wird.

Die restlich verbleibende Zeit wurde noch zur gemeinsamen Reflexion und zum Feedback geben genutzt. Und dann nahm nach einem letzten gemeinsamen Essen das ÜRAT 2013 auch schon sein Ende, was einigen dann doch ein trauriges Gesicht bescherte.

Es war ein wunderschönes Treffen, das einem vor allem aufgrund der herrlichen Atmosphäre und der lieben und herzlichen Menschen noch länger in Erinnerung bleiben wird. Sogar der Mops war ab dem zweiten Tag wie ausgewechselt und fühlte sich in bei den AktivistInnen wohl. Bleibt nur noch dem Organisationsteam für die Vorbereitungen und die tolle Moderation zu danken.

Autor: Jakob Hofbauer

Hier noch mehr Fotos!

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