ÜRAT – Überregionales AktivistInnen-Treffen 2019

Das ÜRAT ist eine Gelegenheit mit Südwind-AktivistInnen anderen aus anderen Regionen zusammenzukommen, sich auszutauschen, Aktivitäten zu planen und um Fragen zum Aktivismus-Netzwerk zu besprechen.

 

Eckdaten:

  • Datum 26. bis 28. April 2019; Beginn: Freitag um 17:30, Ende: Sonntag um 13:00
  • Location: Cardijnhaus, Kapuzinerstraße 49, 4020 Linz.
  • Übernachtung: Jugendgästehaus Linz, Stanglhofweg 3, 4020 Linz

 

Für wen?

Für JEDE/N, dem Südwind-Themen ein Anliegen sind und der/die bereits in einer Aktivist- Innen-Gruppe tätig ist oder dies vorhat. Begrenzte TeilnehmerInnenzahl.

Was kostets?

Die Teilnahme am ÜRAT ist kostenlos möglich. Unterkunft und Verpflegung werden von Südwind übernommen, die Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden gegen Vorlage der Originaltickets rückerstattet!

Anmeldung

Verbindliche Anmeldung bis 17. April unter aktivismus@suedwind.at

Gib bei der Anmeldung bitte an ob Du eine Übernachtungsmöglichkeit im Jugendgästehaus in Anspruch nehmen wirst.

Um uns Stornogebühren zu ersparen bitte wir wirklich um verbindliche Anmeldungen!

An- und Abreise:

Der Weg vom Hauptbahnhof Linz zum Seminarhaus dauert sowohl öffentlich als auch zu Fuß ca. 25 Minuten (Fahrpläne der Öffis unter http://www.linzag.at/efa).

Was noch?

Aktive sollten ein Highlight aus jeder Region mitbringen: das kann eine Aktion sein oder einfach eine Neuigkeit, Neueinstiege, Umstrukturierungen, etc. Kurz etwas darüber erzählen reicht schon!

Mehr Infos und Kontakt:

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Lehrgang Solidarisch Wirtschaften

Dieser Lehrgang ist an Einzelunternehmer, Betriebe und Gruppen gerichtet, die alternativ wirtschaften möchten. Mit durchgehender Begleitung und inhaltlichen Inputs aus der Praxis und Theorie werden Inhalte wie Eigentums-, Rechts- und Finanzierungfragen sowie ausgewählte Praxisfelder wie z.B. Genossenschaften, Ernährung und Landwirtschaft, solidarisch/gemeinschaftlich Wohnen und Leben vermittelt.

Der Zeitraum des Lehrgangs beläuft sich von Mai bis November 2019 und findet in Wien, Friesach und Bozen statt. Für mehr Informationen und Details zur Anmledung kann man gerne das offizielle Datenblatt herannehmen!

 

Klimastreikdemo!

Nachdem sich auf der ganzen Welt junge Menschen, inspiriert von der jungen Schwedin Greta Thunberg organisieren und unter den Hashtags #Klimastreik und #fff (FridaysForFuture) zu Schulstreiks und  Klimademos aufrufen, ist es nun auch in Graz soweit!

Organisiert durch eine Gruppe von SchülerInnen, die sich schulübergreifend vernetzt haben, findet am

Freitag, 15.02.2019 Start: 12h Mariahilferplatz, Ende 14h Hauptplatz

der erste von hoffentlich vielen FridaysForFuture-Protestmärschen statt. Es ist UNSERE Welt und es ist höchste Zeit, das JETZT etwas gegen den Klimawandel und die Zerstörung unserer Welt unternommen wird.

In diesem Sinne: Nehmt Euch die Zeit, kramt eure schönsten Streikposter aus dem Schrank und setzen wir GEMEINSAM mit den jungen Menschen ein ZEICHEN!

PS: Zum Vernetzen gibts Facebook, Plakate und Flyer zum Verteilen findet ihr hier

Referent*innen-Schulung der Plattform Anders Handeln für die Kampagne „Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS“

Welchen Einfluss haben Handels- und Investitionsabkommen auf den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt? Welche Rechte und Pflichten bekommen Konzerne, wenn die EU ein neues Investitionsabkommen abschließt? Interessiert dich die Antwort auf diese Fragen und sprichst du gerne vor Menschen? Dann ist diese Schulung genau das Richtige für dich

 

Worum geht es?

Um Investoren anzulocken, schließen viele Staaten Handels- und Investitionsabkommen ab, die den sogenannten ISDS Mechanismus (Investor State Dispute Settlement) enthalten. Dabei handelt es sich um eine Paralleljustiz, die es ausländischen Unternehmen ermöglicht, Staaten auf Schadenersatz zu verklagen, wenn diese Gesetze im Interesse der Öffentlichkeit beschließen oder Standards bei Arbeitsrechten, Umweltschutz oder Dienstleistungen verbessern wollen, die deren Profitinteressen einschränken. Die Konsequenz: entweder nehmen Staaten Gesetze zurück oder schwächen sie ab, um Klagen zu entgehen oder sie werden zu hohen Strafzahlungen verurteilt. Weltweit wurden so bereits über 50 Milliarden US-Dollar aus Steuergeldern an private Investoren gezahlt – dieser Betrag übersteigt das jährliche BIP der meisten Länder im Globalen Süden!


Wir von der Plattform Anders Handeln lehnen diese Paralleljustiz ab und haben es geschafft, im Rahmen der TTIP und CETA Stoppen Kampagne vielen Menschen über die Gefahren dieser Paralleljustiz zu informieren. Die EU jedoch will dieses System weiter ausbauen und nun sogar einen Konzerngerichtshof einrichten. Wir dagegen wollen ISDS ein für allemal abschaffen, die Menschenrechte stärken und die Privilegien von Konzernen einschränken. Deshalb hat die Plattform Anders Handeln mit einem europäischen Bündnis die Kampagne Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS ins Leben gerufen. In den ersten zwei Tagen haben schon über 200.000 Menschen unsere Petition unterschrieben. Das gibt Hoffnung, und es gibt weitere positive Entwicklungen, für die wir uns einsetzen: Auf UN-Ebene wird derzeit ein bindendes Abkommen (Binding Treaty) zu Menschenrechten und Wirtschaft verhandelt. Es würde garantieren, dass Konzerne für ihre Taten global haftbar gemacht werden können und diejenigen, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind ihre Rechte einklagen können.

 

Ablauf und Inhalte

Diese interaktive Referent*innenschulung soll den Teilnehmenden Wissen rund um ISDS, den UN-Binding Treaty und die Kampagne vermitteln. Wir möchten am Vormittag zum einen grundlegende Informationen über das Warum für die Kampagne vermitteln – also die Probleme von Konzernmacht, ISDS und Straffreiheit von Konzernen – ebenso wie die Grundidee des Binding Treaty.

Anschließend an diesen gemeinsamen Teil, möchten wir den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, entlang von fünf thematischen Bereichen (Arbeit, Ernährung, öffentliche Dienstleistungen, Klimawandel, Umweltverschmutzung) konkrete Fälle von Straffreiheit von Konzernen bzw. ISDS Klagsfälle kennenzulernen ebenso wie wirtschaftliche Alternativen. Für jene, die bereits viel Wissen haben, gibt es die Möglichkeit neuen Methoden für die Gestaltung von Vorträgen kennenzulernen. Für die Schlussrunde ist vorgesehen, dass jede Gruppe einen kleinen Input-Vortrag vorbereitet, bei dem jede/r einen kurzen Teil vorstellt.

 

An wen richtet sich die Schulung?

Einerseits an Personen die in Organisationen des österreichischen Bündnis Anders Handeln aktiv sind oder dort arbeiten, andererseits an Personen, die Interesse haben, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen und die bei aktivistisch organisierten Akteuren der Plattform Anders Handeln andocken wollen.

Voraussetzungen sind erste Erfahrungen mit dem Halten von Vorträgen und Interesse an den Themen internationale Handelspolitik und Menschenrechte.

Wann und wo?

Samstag, 06.04.2019 von 9:00-16:30 bei GLOBAL 2000. (Neustiftgasse 36, 1070 Wien)

Wenn ihr Interesse an der Schulung habt, meldet euch bitte bis zum 13. Februar mit ein paar Zeilen zu eurer Person (Name, bisherige Vortragserfahrung, Motivation) bei theresa.kofler@anders-handeln.at. Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt, geben wir euch bis zum 18. Februar bescheid, ob ihr einen Platz bei der Schulung bekommen habt.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen!

Mehr Informationen über die Kampagne findet ihr auf www.anders-handeln.at oder auf www.stopisds.org

Weltpremiere „Die Mission der Lifeline“

Mo, 25.2.19 / Schubertkino (Mehlplatz 2, 8010 graz)

DE, 2019, 68 min, Deutsch, Englisch und Spanisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Markus Weinberg, Luise Baumgarten

Sie wurden verklagt, beschossen und blockiert. Wie eine Gruppe Dresdner,
gegen viele Widerstände, ein Schiff ins Mittelemeer brachte, um Menschen
vor dem Ertrinken zu retten.

„Sie ist das neueste Symbol dafür, das in Europas Flüchtlingspolitik
nichts mehr so ist, wie es mal war.“ (ARD Tagesschau)

Ihr Ziel: Geflüchtete Menschen vor dem Ertrinken retten. Dafür haben Axel
Steier und das Team des Dresdner Seenotrettungsvereins „Mission Lifeline“
erfolgreich Spenden gesammelt. Mit einem eigenen Schiff sollte es ins
Mittelmeer gehen. In seiner Heimatstadt Dresden schlägt Axel Steier für
die Idee nicht nur Liebe entgegen. Neben öffentlichem Hass muss er
Angriffe, Ermittlungen und Prozesse aushalten. Und dann die Realität auf
dem Meer: Boote voller Schutzsuchender, die vor aller Augen zu sinken
beginnen, Ölverlust, Beschuss durch libysche Milizen. Über zwei Jahre lang
hat Filmemacher Markus Weinberg Axel und sein Team mit seiner Kamera
begleitet – bis auf das Schiff vor der libyschen Küste, wo sich der
Versuch Leben zu retten zunehmend auch zu einem Kampf um die europäische
Idee entwickelt.

Internationale Bekanntheit erlangte Mission Lifeline als das Schiff des
Vereins im Juni 2018 mit 234 geretteten Schutzsuchenden an Bord tagelang
einen Hafen suchte, weil sich kein Mittelmeeranrainerstaat dazu
durchringen konnte der Crew das Anlegen zu erlauben.

Trailer

Homepage

Facebook-Seite

Filmpremiere „Joy“ in Graz

Am Mittwoch, dem 6. Februar 2019 um 18:00 Uhr, findet im KIZ Royal (Conrad-von-Hötzendorf-Straße 10, 8010 Graz) die Premiere von „Joy“ statt mit anschließendem Bühnengespräch mit Regisseurin Sudabeh Mortezai.

Südwind Steiermark vergibt zu diesem Anlass 3×2 Freikarten für dieses Event, bei Interesse einfach eine Mail an stmk@suedwind.at mit deinem Namen und dem Betreff „Joy-Kartenverlosung„.
Die ersten drei Personen, die sich bei uns melden, bekommen jeweils 2 Freikarten für die Filmpremiere in Graz.

Zusätzlich können weitere Karten ganz einfach im Kino unter der Nummer 0361/821186 reserviert werden!

Der Film „Joy“ handelt von einer nigerianischen Prostituierten, die ich zum Überleben durch das System von Frauenhandel und der sexuellen Ausbeutung von Frauen kämpfen muss. Authentisch wird die Brutalität im Alltag von SexarbeiterInnen in erzählt, die in der Hoffnung für ein besseres Leben nach Europa kommen
Unerbittlich  wirft einen Mortezais neuer Kinofilm mitten in die Welt der Titelheldin, deren Stärke und Würde man mit nichts anderem als Respekt begegnen kann. Er zeigt komplexe Machtverhältnisse und den alltäglichen Überlebenskampf der Frauen, die auf Europas Straßenstrichen arbeiten.“ -Sonia Neufeld, ORF.at

Weitere Infos zum Film:

Südwind AktivistInnen-Stammtisch

Am 11. Februar 2019 veranstalten die grazer AktivistInnen wieder ihren monatlichen Stammtisch im Regionalbüro von Südwind Steiermark, um über künftige Aktionen und Themen zu plaudern. Die Schwerpunkte in den nächsten Monaten sind (un)faire Elektronik und Elektroschrott sowie das Thema Mobilität (gerade in der Feinstaubhauptstadt Graz).

JedeR mögliche InteressierteR ist herzlich dazu eingeladen, sich uns anzuschließen!

Weitere Infos zum Stammtisch gibt es auf der Südwind-Homepage!

Sonderrechte für Konzerne verhindern! Jetzt die ISDS-Petition unterschreiben!

Was bedeutet „ISDS“?
Die „Investor-Staat-Streitbeilegung“ ist ein rechtliches Instrument, mit dem Konzerne Staaten in so genannten „Schiedsgerichten“ klagen können, falls eine bestimmte Politik die Profite des Konzerns einschränkt.
Solche Schiedsgerichte wurden erstmals zum viel besprochenen Thema, als die Handelsabkommen TTIP und CETA zwischen der Europäischen Union und Kanada bzw. den Vereinigten Staaten von Amerika solche Mechanismen vorsahen.

Warum ist das problematisch?
Wenn ein Konzern den Staat auf Kosten der Bevölkerung verklagen kann, nur weil ihm aufgrund von Gesetzesänderungen Profite entgehen, läuft etwas schief – Sollten nicht eigentilch der Schutz Menschenrechte und der Umwelt im Vordergrund stehen?
Begründet wird die Einführung von Handelsabkommen mitsamt den Schiedsgerichten stets mit dem wirtschaftlichen Wachstum, das uns allen zu Gute kommen sollte. Leider sind die Folgen solcher Handelsabkommen weitaus schwerwiegender, als uns die Politik glauben lassen will. Als Beispiele seien hier nur die NAFTA oder auch Abkommen zwischen der EU und afrikanischen Ländern genannt, die weit hinter den Versprechungen zurück blieben oder gar desaströse Folgen für Bevölkerung hatten (und damit wieder menschen zur Flucht, z.B. nach Europa zwingen). Und…

…was wollen wir?
Öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur, sowie der Zugang zu sauberem Wasser und Energie wären neben Konsumenten- und Arbeitsrechten gefährdet.
Wir, die Südwind-AktivistInnen, wollen das Entstehen einer solchen Paralleljustiz um jeden Preis verhindern und sind stattdessen für die Einführung eines verbindlichen UN-Vertrages zu Wirtschaft und Menschenrechten. Auch die EU muss hier ihre Verantwortung im Sinne des Gemeinwohls und den (Menschen)Rechten ihrer BürgerInnen wahrnehmen! Wenn du auch gegen Schiedsgerichte für Superkonzerne und die Ausbeutung von Land und Mensch für den Profit bist, kannst du diese Petition gegen Sonderklagsrechte unterschreiben – und diesen Artikel in Social Media und anderen Kanälen teilen!
Power to the People!

Wenn sich eine Aktion weiterentwickelt…

2018 hat sich Südwind mit vielerlei Themen beschäftigt. Eines davon (aber natürlich nicht das einzige) war die Make ICT Fair – Kampagne. Diese hat auch das aktivistische Jahr der Wiener AktivistInnen geprägt…

Mitte Februar stand bereits das Überregionale AktivistInnen-Treffen (ÜRAT) unter dem Motto MakeICTFair und wir bekamen einen ersten Überblick der Kampagne präsentiert, wer angesprochen werden soll und wie wir unterstützen können.
Eine Woche später gingen wir bereits auf die Straße. Die Eröffnung des ersten Apple-Stores in Österreich, in der Wiener Kärntner Straße, war eine gute Gelegenheit das Thema der Elektronik-Produktion in die Öffentlichkeit zu bringen. IMG_1011
In der Kälte verteilten wir Informationsmaterialien und nutzten das hohe Medienaufgebot, um auf die Anliegen der ArbeiterInnen in den Produktionsbetrieben aufmerksam zu machen.
 HIER gibt es den genaueren Bericht der Aktion und auch ein paar Links zur Medienpräsenz, die wir dadurch erreichen konnten.

Doch damit war das Thema der ICT natürlich noch nicht abgehakt für uns. Immer wieder bekamen wir durch die Kampagne Input und so haben wir uns auch für das Südwind-Straßenfest eine Aktion ausgedacht, um die Besucherinnen und Besucher zu diesem Thema zu sensibilisieren. Dabei haben wir die bereits vorhandene Aktion, das Mini-Straßentheater, das wir bei der Aktion im Februar neben der Verteilung von Informationen aufgeführt haben, weiterentwickelt.

Nicht nur wir entwickelten die Aktion weiter. Auch in der Kampagne selbst hat sich viel getan – so war zum Beispiel Matthias Haberl von Südwind im September in Hongkong. Dort hat er mit einer Partner-NGO gearbeitet, die für diese Kampagne der wichtige Partner vor Ort ist, und so einen wichtigen Einblick gewinnen können, den er auch in Kurzberichten festgehalten hat.

Das gewonnene Wissen wurde natürlich auch weitergeleitet. Bei der diesjährigen Südwind Academy waren Handys und Elektronik-Geräte ein großes Thema. Mit ein Grund dafür war natürlich auch, dass Kin Wan von LESN (Labour Education & Service Network) aus Hongkong an einem Tag dabei war und uns erklärt hat, wie die Situation in der ICT-Produktion in China aussieht und uns so viele Fragen beantworten konnte.

Zusätzlich haben wir im Herbst das Angebot bekommen, unser methodisches „Aktivismus-Werkzeug“ weiterzubilden. Wir wurden gefragt, ob wir ein „Abschlussprojekt“ für einen Theaterpädagogik-Lehrgang sein wollen. Da die Wiener AktivistInnen-Gruppe neugierig ist und auch gerne bereit, mal was neues auszuprobieren, haben wir uns einen Abend lang mit verschiedenen theaterpädagogischen Methoden beschäftigt. Ziel war es, ein zufriedenstellenderes Ende für die Aktion, die wir am Straßenfest durchgeführt haben, zu finden. Denn diese sollte bei der entwicklungspolitischen Tagung im Wiener Rathaus 10.Dezember noch einmal auf der Bühne aufgeführt werden.
Neben verschiedenen gruppendynamischen Übungen, haben wir versucht kreative Methoden anzuwenden, um das Ende besser auszubauen und einen Anstoß zum Handeln zu geben.

Am 10.Dezember war es dann so weit und unsere kurze Inszenierung ging auf die Bühne.
Wie es war?
Seht selbst, es ist sogar ein YouTube-Video dazu entstanden: https://www.youtube.com/watch?v=uob5zPlVYE4

Natürlich haben wir uns thematisch nicht nur mit einer Kampagne beschäftigt, doch diese Aktion war eine prägende für 2018, da sie sich immer weiterentwickelt hat.

Was 2019 an Aktionen bringt, wissen wir noch nicht sicher. Wir haben schon viele Ideen, bei der einen oder anderen spielt auch ein Handy eine große Rolle….

Seid gespannt, macht mit, unterstützt uns!

Halte dein Versprechen, H&M!

Der Black Friday verspricht besonders günstige Preise.
Immer mehr Unternehmen nehmen teil und locken die Menschen mit Angeboten in ihre Geschäfte. So auch H&M.
H&M verspricht aber auch schon seit 2013, dass er die Löhne für die ArbeiterInnen in seinen Zulieferfabriken erhöhen wird. Bis 2018 sollte jedeR ArbeiterIn ein existenzsichernder Lohn bezahlt werden.

Leider müssen manche an ihre Versprechen erinnert werden.
Das hat sich die Clean Clothes Kampagne in ganz Europa zum Ziel gesetzt: unter dem Motto beziehungsweise „Krieg die Kurve, H&M“ sind in Ländern auf der ganzen Welt Menschen auf die Straße gegangen, um H&M aufzufordern, endlich einen existenzsichernden Lohn zu bezahlen.

So war es auch in Österreich – Südwind AktivistInnen in den Bundesländern verteilt, haben auf die Kampagne aufmerksam gemacht.

So zum Beispiel in Wien. AktivistInnen haben sich vor dem H&M in der Kärntner Straße versammelt, um KundInnen anzuregen, eine faire Entlohnung für die ArbeiterInnen in der Textilindustrie einzufordern.
Dabei wurde nicht nur über die Kampagne im allgemeinen informiert, sondern es wurden auch Unterschriften auf Shop-Karten gesammelt, die anschließend an den CEO von H&M geschickt werden.

In Salzburg wurde nicht der Konsum am Black Friday sondern an einem Einkaufssamstag in der Weihnachtszeit zum Anlass genommen, auf die Arbeitsbedingungen bei H&M-Zulieferern aufmerksam zu machen.

Es gibt immer wieder günstige Angebote/ Tage/ Wochen wo durch spezielle Aktionen zu mehr Konsum aufgerufen wird, wo viel für wenig Geld versprochen wird… doch die wichtigen Versprechen, nämlich einen existenzsichernden Lohn zu sichern, sind leider oft nicht die erste Priorität.

Helft uns, H&M an sein Versprechen zu erinnern!
Online könnt ihr >hier< unterschreiben!

Fotos von unseren Aktionen könnt ihr auch auf unserer Facebook-Seite finden.
Mehr Infos zur Kampagne findet ihr hier: https://www.cleanclothes.at/de/

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Treffen der Wiener Aktivistinnen und Aktivisten

Kleidung, Smartphones & Kaffee: wir schauen genau hin

Wir haben uns am Dienstag wieder im Wiener Südwind Büro getroffen und die letzten Infos aus den anderen Südwind Regionen ausgetauscht, aktuelle Kampagnen von Südwind besprochen und uns auch Themen für die nächsten Monate gesetzt. Und natürlich haben wir uns auch wieder auf die bevorstehende Aktion auf der Entwicklungspolitischen Tagung im Wiener Rathaus vorbereitet. In weniger als einem Monat stehen wir auf der Bühne.

Wir werden nächste Woche zur Clean Clothes Kampagne auf die Straße gehen:
23. November 2018 um 14:00 – 16:00; vor dem H&M in der Kärntnerstraße 28 .
Du bist herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Wir wollen euch auch schon mitteilen, dass wir uns am Montag, den 17. Dezember (dieses Mal nicht am 13.), im Noosh in der Zieglergasse treffen und das Jahr ausklingen lassen werden. Unser Weihnachtsfest. Schau vorbei, wenn du Zeit und Lust hast.

 

 

AktivistInnen-Treffen in Wien
Wir üben für die Aktion auf der Entwicklungspolitischen Tagung in Wien
AktivistInnen-Treffen in Wien
Ideen, viele. Nächste Termine, stehen. Auf geht’s!

 

Zur Entwicklungspolitischen Tagung:

https://www.suedwind.at/news/detail/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1180&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=558dbb56ae69a72f479a0bf587fd8f51

https://www.wien.gv.at/politik/international/aktivitaeten/eza/index.html

 

Das war die Südwind Academy 2018

Was glaubst du? Wie hängen diese Zahlen zusammen:

1 300 000 Arbeiter bei Foxconn in China
23 879 Einwohner in Traun (Stadt in Oberösterreich)
15 000 Besucher bei der Wear Fair
17 globale Nachhaltigkeitsziele
4  Tage in Linz

Im Grunde sind diese Zahlen ein Resümee der Südwind Academy 2018. Eine kleine, feine Gruppe hat sich dieses Jahr im Jugendgästehaus Linz zusammengefunden, mit der Intention, Wissen zu globalen Themen zu erweitern. Im Zentrum der 4 Tage standen die 17  UN- Ziele, die Sustainable Development Goals. Kennenlernen, Theoretischer Input, die Idee zu einem eigenen Projekt um die Welt zu verändern sowie diverse Spiele zu den SDG’s waren Programmpunkte der knapp ersten 2 Tage.

Inputs…

Am Samstag gab es sehr viel Besuch. Nach dem Frühstück gesellte sich Michaela Meindl von der Stadt Traun, mit 23 879 Einwohnern und knapp 11.000 Haushalten, zu uns. Sie ist dort für die öffentliche Beschaffung zuständig  und hat die Stadt  mit ihrem Engagement zu einem europaweiten Vorbild gemacht. Mit dem Fair-Cotton Award wurde die Stadt 2014 ausgezeichnet, was die Motivation für weitere Schritte noch steigerte. Lokal, saisonal und fair, ist das Motto in Traun. Der Durchbruch gelang mit der Umstellung auf fair hergestellte Arbeitsbekleidung im öffentlichen Raum und der Auszeichnung als FAITRADE-Stadt. Mittlerweile sind fairer Kaffee und Getränkeautomaten mit regionalen Säften sowie Obst aus der Region kein Thema mehr, sondern Selbstverständlichkeit. Ein beeindruckendes Beispiel, was alles möglich ist, wenn es Menschen als wichtig erachten, woher und unter welchen Umständen Produkte kommen und produziert werden….

Einen schockierenden Einblick in die Realität von 1 300 000 Arbeitern bei Foxconn und weiteren Fabriken in China verschaffte uns Kin Wan. Er arbeitet bei LESN (Labour Education & Service Network) in Hong Kong und führte uns in die vielschichtige Welt Südchinas. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Suizide und Landflucht sind verheerende Auswirkungen von Verzweiflung und Armut die unter anderem in Teilen Chinas herrscht. Nach dem Mittagessen, wurde die Gruppe geteilt und in Teams eine Recherche zur Vertiefung des bereits vorhandenen Wissens durchgeführt.

Und was motiviert dich?

Diese Frage eröffnete das Sammeln von Ideen zum Thema Aktivismus. Ungerechtigkeit, Verschmutzung der Umwelt und Klimawandel resultierten aus einer Brainstorming-Runde zur Findung der Motivation aktiv zu werden. Was Kampagnen sind und wie eine Aktion vorbereitet werden kann, wurde theoretisch durchgearbeitet und gab uns konkrete Hilfsmittel und Antrieb für eigene Planungen in den verschiedenen Regionalgruppen.

Aber auch das Abendprogramm ist nicht zu kurz gekommen, sondern war bestückt mit global relevanten Themen. Als Highlight zählt hierzu der Kinobesuch zur Premiere „Unser Saatgut“ mit anschließender Diskussion.

Die Wear Fair und mehr mit 200 Austellern und rund 15 000 Besuchern war der krönende Abschluss der Academy. Gemeinsam wurden alte Handys, bei einem „Urban Mining“-Workshop von Fairphone Vienna auseinandergenommen und inspiziert. Woher Ressourcen zur Herstellung kommen und welche Intransparenz auf dem Markt vorherrscht, wie Bürgerkriege gefördert werden und Menschen ausgebeutet, stand unter anderem im Fokus unserer 4 Tage in Linz.

Aha- Momente und die Weitergabe von Wissen bzw. die nationalen sowie internationalen Akteure, die bereits aktiv an einer Veränderung im Feld der Ungerechtigkeit und Umweltschutz arbeiten, dürfen als Inspiration mitgenommen werden. Mehr zum Themenschwerpunkt Elektronik finden sich auf der Seite www.suedwind.at/elektronik. Die nächste Südwind Academy kommt bestimmt und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen – in den regionalen Gruppen in Wien, Graz, Salzburg und anderswo oder bei Aktionen, Demos und Treffen in ganz Österreich!

Die Südwind Academy 2018 fand im Rahmen des EU-Projekts „Make ICT Fair“ statt.

Make ICT Fair

 

Attac-Südwind-Demonstration beim Treffen der EU-HandelsministerInnen

Bei der informellen Tagung der EU-HandelministerInnen, am 5. Oktober 2018, fand sich eine kleine, jedoch engagierte Gruppe mit Transparenten und dem Tiroler Südwindmaskottchen „Justitia“ frühmorgens vor der Innsbrucker Hofburg zu einer Demonstration ein. Die derzeitige vorherrschende Wirtschaftsweise unterstützt vorwiegend die Machtzunahme, den Wachstum sowie die Profitmaximierung transnationaler Konzerne auf Kosten der Menschen, der Natur und der Gesellschaft an sich. Die bewusstseinsschaffende und aktive Plattform „Anders Handeln“ hat sich den ArbeitnehmerInnenrechte, dem Konsumentenschutz und dem Umweltschutz verschrieben.

Südwind Academy 2018: Was hat mein Handy mit Flüchtlingen zu tun?

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Südwind Academy und alle schon Aktiven sowie neuen Interessierten sind herzlich eingeladen!
Wo? Im Jugendgästehaus Linz
Wann? 11. bis 14. Oktober (zeitgleich mit der WearFair, die wir dann auch besuchen)
Anmeldeschluss: 28. September
Details: www.suedwind.at/academy

Die Südwind Academy steht im Zeichen von Austausch, Vernetzung, Vorträgen und Aktionen zu Menschenrechten, nachhaltiger Globalisierung und fairen Arbeitsbedingungen weltweit! Sie hat wechselnde Themenschwerpunkte und Locations und sie findet dieses Jahr zum 10. mal statt! Was bisher geschah findest du hier gesammelt: https://suedwindaktivistinnen.org/category/_sudwind-academy.

Dieses Jahr:

  • beschäftigen wir uns mit der Herkunft unserer Handys und anderer Elektronik-Artikel. Es gibt Hintergrundinformationen zur ganzen Wertschöpfungskette vom Abbau der Rohstoffe bis zur Fertigung
  • besucht uns ein Gast aus Hong Kong, um von der Menschenrechtsarbeit dort zu berichten
  • gibt es als methodischen Inputs zu Theories of Change und Organizing
  • bekommst du einen Einblick in die entwicklungspolitische Arbeit von Südwind
  • besuchen wir gemeinsam die Nachhaltigkeitsmesse WearFair +mehr (https://wearfair.at)

Alle weiteren Infos und ein detailierteres Programm findest du unter www.suedwind.at/academy.

 

Alternativ-Gipfel »A better future for all« – 13. bis 20. September 2018 in Salzburg

Die Plattform »Solidarisches Salzburg« plant aus Anlass des Treffens der Staats- und RegierungschefInnen am 20. September 2018 in Salzburg für die Woche vom 13. – 20. September 2018 einen Alternativ-Gipfel und will einen diskursiven und aktiven Gegenpol zu diesem sicherheits- & Grenzen-dicht-fokussierten Gipfel der EU realisieren.

Alle Veranstaltungen und Aktivitäten zum Alternativ-Gipfel findet Ihr unter: https://solidarischessalzburg.at/alternativgipfel oder hier als übersichtliches pdf). Die Themen der Vorträge reichen von demokratischer Lebensmittelpolitik, Frauenrechte, Soziale Grundreche in Europa bis zur Frage der Menschenrechte bei der Flucht übers Mittelmeer.  Dabei handelt es sich nicht um einen Anti-EU Gipfel, sondern um einen Alternativ-Gipfel FÜR ein anders Europa.

Südwind Salzburg ist Mitveranstalter für den Vortrag und die Diskussion „Europa – Zivilmacht im Kampfanzug“ am 18. 9. von 19:00 bis 22:00 Uhr (siehe Programm-Link oben). Darüber hinaus werden sich die Mitarbeiterinnen und AktivistInnen von Südwind vor allen an folgenden 2 Aktionen beteiligen:

  • Mittwoch, 19. 9. ab 18: 30:  Walk of Responsibility. Wir werden eine Liste mit allen Namen der im Mittelmeer etrunkenen Flüchtlingen von der TriBühne Lehen möglichst nah ans Festspielhaus tragen – bringt Kerzen mit!
  • Donnerstag, 20. 9. ab 14 Uhr: Demo und Kundgebung  „A better future for all.“
    Infos zum Alternativgipfel und zur Demo findet ihr auch unter www.facebook.com/events/295982784495260 beziehungsweise unter http://www.facebook.com/events/1386856914750560 (bitte bewerben!).

Aufruf:
Wir laden alle Südwind AktivistInnen und alle andere, die mit uns für eine gerechte Globalisierung streiten, ein, nach Salzburg zu kommen und sich mit uns am Walk of Responsibility am 19.09  sowie an der Demo und Kundgebung am 20.09 zu beteiligen!
Für den thematischen Schwerpunkt und gemeinsame Sichtbarkeit von Südwind bei der Demo koordinieren wir uns noch (und werden gemeinsam basteln). Wer sich beteiligen möchte, kann ein Mail an aktivismus(at)suedwind.at schreiben.
Hier gibt es eine Schlafplatzbörse, für alle die über Nacht bleiben: https://solidarischessalzburg.at/de:sleeping.

Südwind arbeitet zum Beispiel im Rahmen des Projekts „Snapshots from the Borders“ an einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Migration, nicht bei dem inzwischen reflexhaften Ruf nach Grenzschutz, Sicherheit und Abschottung stehen bleiben kann. Wir informieren europäische BürgerInnen darüber, dass Migration ein komplexes, multidimensionales Phänomen ist, das Anstrengungen und konkrete Maßnahmen von Menschen und Organisationen auf allen Ebenen der Gesellschaft erfordert. Ein besseres Verständnis der EuropäerInnen für Migration fördert die WeltbürgerInnenschaft und baut starke Verbindungen und Solidarität auf. Infos dazu unter www.snapshotsfromtheborders.eu.

Das war das Südwind-Straßenfest 2018

Auch heuer hat sich das Wetter wieder besonders viel Mühe gegeben für das Südwind Straßenfest und viele BesucherInnen ins Alte AKH/Campus der Universität Wien gelockt.

Das Angebot war groß und vielfältig: Neben Südwind haben sich verschiedene NGOs und Vereine vorgestellt, es gab Workshops, leckeres Essen sowie tanzbare Musik bis zum Schluss.

Wir haben die Möglichkeit genutzt, viele Menschen erreichen zu können und mit einer Straßenaktion auf die MakeICTFair-Kampagne aufmerksam zu machen. Dabei haben wir die Frage aufgeworfen „was hinter deinem Konsum steckt?“ Was bedeutet der verschwenderische Konsum von Elektronikprodukten für die Welt? Konkret haben wir dabei die ausbeuterischen und schwierigen Arbeitsbedingungen in der Verarbeitung dargestellt. Danach haben wir noch Informationen zur Kampagne verteilt.

Aber wir haben die Aktion nicht nur „auf die Straße“ also in den Campus gebracht, sogar auf der großen Hauptbühne haben wir gezeigt, was die AktivistInnen machen, um die Aufmerksamkeit auf Südwind-Themen zu lenken.

Danke an alle, die auf irgendeiner Weise an der Aktion beteiligt waren, besonderen Dank dabei auch an Fairphone, die uns dabei ebenfalls unterstützt haben!

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Und natürlich gehört zu einem guten Straßenfest auch, dass die AktivistInnen einen Stand mit konfliktfreiem Kuchen und fairen Kaffee haben. Auch heuer hatten wir eine große Auswahl an leckeren Kuchen und sorgten für den Kaffeenachschub am Nachmittag.

Großes Danke an alle Menschen, die Kuchen für uns gebacken haben, ebenso an Fairtrade Österreich, die uns mit Kaffee und Zucker unterstützt haben.

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Wie jedes Jahr kommen wir zu dem Fazit: es war ein wunderbares, buntes Fest!

Saisonarbeit: Wie ist die Lage in Österreich? Wer steht hier am Feld?

Sie schmecken gut, die Erdbeeren. Auch die Tomaten. Der Wein.

Bevor die Kostbarkeiten bei uns am Tisch landen, gehen sie durch viele Hände – stärkere und schwächere. Das Sezionieri-Team schaut genau hin und wird am 28. Mai in Wien einen Infoabend für Leute, die in / um Wien Sezionieri unterstützen wollen organisieren.

Wir, die Südwind AktivistInnen sind morgen Samstag am Südwind Straßenfest und sind auch wieder aktiv und werden zu Projekte, Kampagnen und nächsten Aktionen informieren.

Bis bald,

die Wiener Südwind AktivistInnen

 

 

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Arbeitskampf im Erdbeerland: Willkommen bei der Sezonieri-Kampagne!

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Spargel stechen, Erdbeeren pflücken, Trauben lesen: Bezahlung weit unter Kollektivvertrag, unfassbar lange Arbeitszeiten, inadäquate Unterkünfte stehen auf der Tagesordnung. Und ob es in der Folgesaison den Job wieder gibt, ist ungewiss. Doch (temporäre) Migrant*innen aus Süd- und Osteuropa, mit und ohne EU-Pass, sind vielfach auf diese Jobs angewiesen.

Was tun?
Arbeitskämpfe unterstützen, Wissen über Arbeitsrechte verbreiten: Aktiv werden bei der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntehelfer*innen! Du willst bei Feldaktionen mitmachen, gewerkschaftliche Arbeit kennenlernen? Dann sei dabei! Wir gehen auf Felder, verteilen Folder in verschiedenen Sprachen … und stolpern auch mal über unsere Sprachendefizite.

Was wir dabei lernen und 2018 planen, erzählen wir beim Infoabend. Wie und wann du gleich mal mitmachen kannst, weißt du anschließend auch.

Infoabend:
+ Feldaktionen – Ablauf, Do’s & Don’ts und Mitmachmöglichkeiten
+ Basics zu den Rechten von Erntearbeiter*innen
+ die üblichen Rechteverletzungen und Arbeitsbedingungen
+ was die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) tut und tun kann, was Aktivist*innen in der Sezonieri-Kampagne machen (können)

Mehr Infos:
Amerlinghaus:
http://www.amerlinghaus.at/OeffentlicheVeranstaltungen.htm#28052018
Sezonieri-Kampagne: www.sezonieri.at

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Wann: Montag, 28. Mai 2018 ab 19:00 Uhr
Wo: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (Raum: Galerie)
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Südwind Straßenfest am 26.Mai 2018

Am 26. Mai 2018 zwischen 14 und 23 Uhr laden wir in den Campus der Universität Wien (Hof 1), um gemeinsam das vielfältige Engagement aller Menschen, die sich für ein gutes Leben für alle einsetzen, zu feiern!

Es ist wieder so weit, es ist Zeit für das Südwind Straßenfest.

Das Südwind Straßenfest ist eine bunte Mischung aus rauschender Party mit Klängen aus aller Welt, nachhaltigen und fairen Einkaufsmöglichkeiten, sowie einer Plattform, um verschiedene Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz und Nord-Süd-Kooperation kennenzulernen.

So besteht auch die Möglichkeit die AktivistInnen kennen zu lernen.
Wie soll das gehen?
Ganz einfach: besucht uns am fairen Kaffee- und Kuchenstand, wo es leckere konfliktfreie Kuchen gibt, bei denen es sich auch gut über Aktivismus und Südwind plaudern lässt.

Nebenbei kann man aber die AktivistInnen auch „in Action“ sehen, da wir wieder eine Aktion zur Kampagne Make ICT Fair geplant haben.

Die AktivistInnen freuen sich schon auf ein schönes Straßenfest und viele Menschen, die gemeinsam die Welt verbessern möchten!

ZUKUNFT. REGIONAL DENKEN.

Nächste Woche findet in Graz die von Südwind Steiermark und dem Impulszentrum für zukunftsfähiges Wirtschaften (IMZUWI) organisierte Schwerpunktwoche „Zukunft. Regional denken.“ statt.
Mit Beteiligung der Südwind AktivistInnen…

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Saatguttausch und Vortrag 

Bäuerliche Landwirtschaft neu denken. Zur Zukunft der Versorgung mit regionalen Lebensmitteln.

Wie viel hat die heutige Landwirtschaft noch mit bäuerlichen Prinzipien gemein? Wie können bäuerliche Eigenschaften neu interpretiert und gestaltet werden? Andrea Heistinger (Agrarwissenschafterin und Autorin), Christian Hiß (Regionalwert AG) und Frieder Thomas (AgrarBündnis) diskutierten über die Zukunft bäuerlicher Landwirtschaft.

Im Anschluss laden die Südwind AktivistInnen zum Saatguttausch ein!

Ort: Universitätszentrum Wall, Merangasse 70, 8010 Graz

Zeit: Montag, 19. März 2018 ab 19:00 Uhr

Mehr dazu hier!


Buchpräsentation und Diskussion

Regionale Resilienz. Zukunftsfähig Wohlstand schaffen.

Resilienz ist die neue Nachhaltigkeit – ein aktueller Trend, aber auch ein Schlagwort, das oft missbraucht wird.  In ihrem Buch „Regionale Resilienz. Zukunftsfähig Wohlstand schaffen“ untersuchen vier Grazer AutorInnen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Daniel Deimling (Wirtschaftsethiker und kritischer Betriebswirt) und Dirk Raith (Soziologe und Wirtschaftsethiker) präsentieren erprobte Alternativen und zeigen auf was mit regionaler Resilienz verbunden und letztlich auch gewonnen ist – nämlich Zukunft.

Im Anschluss Buffet.

Ort: Stadtbibliothek Graz Nord, Theodor-Körner-Straße 59, 8010 Graz

Zeit: Donnerstag, 22. März 2018 ab 19:00 Uhr

Mehr dazu hier!

MakeICTfair und die Apple Store Eröffnung

Am 24. Februar 2018 um 09:30 öffnete der erste Apple-Store in Österreich in der Kärntnerstraße in Wien seine Tore. Mit lautem Gejubel wurden die KundInnen von den MitarbeiterInnen begrüßt. In Schlange standen sie davor schon lange in der Kälte, um zu den ersten zu gehören, die den Shop betreten können. Das Medienaufgebot war groß, einige Tage davor durften JournalistInnen bereits einen Blick hinein werfen.

Und was hat das alles mit Südwind und den AktivistInnen zu tun?

Sehr viel, denn wir waren mittendrin dabei!
Durch eine Protestaktion wollten wir darauf aufmerksam machen, dass in der Produktion der von vielen genutzten Elektronikprodukte wie Handys, Computer, Laptops und Tablets oft ArbeiterInnen unter menschenunwürdigen Zuständen arbeiten müssen.

Die Akkord-Arbeit und die daraus resultierenden Opfer haben wir ebenso dargestellt wie wir auch mit Schilder versucht haben die Aufmerksamkeit der „feiernden“ KundInnen auf die Situation der ArbeiterInnen zu lenken.

Durch Shopkarten, die wir verteilt haben, sind wir auch in direkten Kontakt mit den Menschen gekommen, indem wir sie aufgefordert haben, an Apple heranzutreten und kritische Blicke auf die Zulieferfirmen zu werfen, um so die Produktionsbedingungen zu ändern.
Es ergaben sich einige tolle Gespräche und es bestand neben dem Interesse an Apple auch reges Interesse an unserer Aktion, auch von Seiten der Medien wurde neben der Blick auf Apple auch ein Blick auf uns geworfen, zB. von derStandard und Futurezone

Der Fokus der #makeICTfair-Kampagne von Südwind ist nicht nur Apple, sondern liegt auf der gesamten ICT-Industrie und soll Hersteller anregen, darauf zu achten, dass in ihren Zulieferbetrieben faire Arbeitsbedingungen herrschen bzw. diese einzufordern.

hier findet ihr noch mehr Infos zur Südwind-Kampagne: #makeICTfair IMG_1011.JPG

PS: Auch Attac war durch eine Aktion vor Ort, um die geringen Steuerzahlungen von Apple anzukreiden! genaueres dazu könnt ihr hier nachlesen.